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Söder ist der unbeliebteste Ministerpräsident des Landes

Von dpa, afp, pdi

Aktualisiert am 06.08.2018Lesedauer: 2 Min.
Markus Söder (CSU): 64 Prozent aller befragten Bayern, erklärten sich mit Söders Arbeit unzufrieden.
Markus Söder (CSU): 64 Prozent aller befragten Bayern, erklärten sich mit Söders Arbeit unzufrieden. (Quelle: dpa-bilder)
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Zwei Monate vor der Bayern-Wahl sitzt die CSU im Umfragetief fest. Einen Anteil daran hat auch Markus Söder, denn laut einer aktuellen Umfrage sind seine Zufriedenheitswerte im Keller.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat einer Umfrage zufolge von allen Regierungschefs der Flächenländer die schlechtesten Zufriedenheitswerte. 64 Prozent aller befragten Bayern, also etwa zwei Drittel, erklärten sich mit Söders Arbeit unzufrieden, ergab eine Forsa-Studie für das RTL/n-tv-Trendbarometer. 31 Prozent der Bayern zeigen sich zufrieden mit Söders Arbeit.

Auf dem ersten Platz der Rangfolge liegt Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Der Grüne kann 74 Prozent seiner Landsleute von sich überzeugen. 22 Prozent zeigen sich hingegen nicht zufrieden. Schleswig-Holsteins Landeschef Daniel Günther schafft es als bester CDU-Ministerpräsident auf den zweiten Platz, mit seiner Arbeit sind 66 Prozent nach eigener Aussage zufrieden, gegenüber 26 Prozent Unzufriedenen.

Weil beliebtester SPD-Minister

Als bester SPD-Ministerpräsident landet der Niedersachse Stephan Weil auf dem dritten Rang. Auch die Arbeit von Malu Dreyer (SPD) in Rheinland-Pfalz, Manuela Schwesig (SPD) in Mecklenburg-Vorpommern und Bodo Ramelow (Linke) in Thüringen wird von ihren Landsleuten überwiegend positiv gesehen. Mit der Regierungsarbeit von Michael Kretschmer (CDU) sind 45 Prozent der Sachsen zufrieden, 39 Prozent sind es nicht. Er liegt damit auf dem siebten Platz.

Weniger zufrieden sind die Bürger mit ihren Ministerpräsidenten in den Bundesländern Hessen, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und im Saarland.

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Im Negativbereich befinden sich neben Söder auch Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD - 44 Prozent Zufriedenheit zu 46 Prozent Unzufriedenheit), NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU - 40 zu 51 Prozent), Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU - 39 zu 55 Prozent) sowie der wegen seiner kurzen Amtszeit von bisher vier Monaten noch relativ unbekannte Saar-Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) mit 34 zu 37 Prozent.

Volker Bouffier, der am 28. Oktober eine Landtagswahl zu bestehen hat, kam auf 48 Prozent Unzufriedenheit und nur 44 Prozent Zufriedenheit.

Gefragt wurden knapp 7500 Wahlberechtigte in den Flächenländern, allerdings nicht in den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen.

CSU verliert an Zustimmung

In der sogenannten Sonntagsfrage im Bund verschlechterte sich die CDU/CSU um einen Punkt auf 31 Prozent. Für die SPD wurden 18 Prozent vorhergesagt, für die AfD 14 Prozent, die Grünen 13 Prozent, die FDP zehn Prozent und die Linke neun Prozent.

Rechnet man die Unionsparteien getrennt, stürzte die nur in Bayern wählbare CSU bei ihrem bundesweiten Stimmenanteil auf vier Prozent ab, 2,2 Punkte weniger als bei der Bundestagswahl im September. Die CDU, die damals allein 26,8 Prozent erreichte, blieb dagegen weitgehend stabil. Das Umfragetief der Union geht laut Forsa-Chef Manfred Güllner also in erster Linie auf das Konto der CSU.

Für das "RTL/n-tv-Trendbarometer" befragte Forsa vom 25. Juli bis 2. August 7470 Wahlberechtigte zu ihrer Haltung zu den jeweiligen Ministerpräsidenten, davon pro Bundesland jeweils mehr als 500 sowie in Bayern mehr als 1000. Die Fehlertoleranz wurde mit drei bis vier Prozentpunkte angegeben. Für die Sonntagsfrage im Bund wurden vom 30. Juli bis 3. August 2508 Wahlberechtigte befragt. Die Fehlertoleranz beträgt hier laut Forsa 2,5 Prozent.

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Verwendete Quellen
  • dpa, afp
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