Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild f├╝r einen TextSchwere St├Ârung bei KartenzahlungenSymbolbild f├╝r einen TextDeutsche Firma mit Affenpocken-ImpfstoffSymbolbild f├╝r einen TextBochum-Boss h├Ârt aufSymbolbild f├╝r einen Text├ärzte warnen Touristen in GriechenlandSymbolbild f├╝r ein VideoUkraine: Riesiger Krater nach Angriff auf Eisenbahn Symbolbild f├╝r einen TextThorsten Legat: Hodenverletzung in TV-ShowSymbolbild f├╝r einen TextPolizei jagt brutale MesserstecherSymbolbild f├╝r einen TextVermisste in Essen tot aufgefundenSymbolbild f├╝r einen TextJenny Elvers: "Ich war brettervoll"Symbolbild f├╝r einen TextDschungelcamp-Star hat geheiratetSymbolbild f├╝r einen Watson Teaser"Menschlich h├Ąsslich": Harte Kritik gegen Heidi Klum

Mord in Berlin verursacht diplomatische Krise mit Moskau

Von dpa
Aktualisiert am 04.12.2019Lesedauer: 3 Min.
Der georgische Staatsangeh├Ârige war im August in einem Park in Berlin erschossen worden.
Der georgische Staatsangeh├Ârige war im August in einem Park in Berlin erschossen worden. (Quelle: Paul Zinken/dpa./dpa)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Berlin (dpa) - Der mutma├čliche Auftragsmord an einem Georgier in Berlin hat eine diplomatische Krise zwischen Deutschland und Russland ausgel├Âst. Die Bundesanwaltschaft ermittelt und spricht von einer staatsschutzspezifischen Tat von besonderer Bedeutung.

Es gebe einen mutma├člich politischen Hintergrund, teilte die Beh├Ârde am Mittwoch in Karlsruhe mit. Die Ermittler verfolgen den Anfangsverdacht, dass staatliche Stellen in Russland oder der Teilrepublik Tschetschenien dahinterstecken. Die Bundesregierung reagierte prompt und wies zwei russische Diplomaten aus. Russland k├╝ndigte daraufhin an, ebenfalls Schritte einzuleiten.

Am 23. August war ein 40 Jahre alter Georgier in einem kleinen Park in Berlin-Moabit von hinten erschossen worden. Sein M├Ârder hatte sich ihm am helllichten Tag auf einem Fahrrad gen├Ąhert und auf R├╝cken und Kopf gezielt. Der mutma├čliche T├Ąter, ein 49 Jahre alter Mann mit russischem Pass, wurde kurz nach der Tat gefasst. Seit seiner Festnahme schweigt er.

"Anhaltspunkte daf├╝r, dass die Tat im Auftrag eines nichtstaatlichen Akteurs erfolgt ist, liegen bislang nicht vor", hei├čt es in der Mitteilung der Bundesanwaltschaft. "Die Ermittlungen haben auch keinerlei Hinweise auf eine wie auch immer geartete Verbindung zwischen dem Beschuldigten und dem Tatopfer, geschweige denn f├╝r ein pers├Ânliches Motiv des Beschuldigten, ergeben. Bez├╝ge der Tat zur organisierten Kriminalit├Ąt oder zum Ph├Ąnomenbereich des islamistischen Terrorismus liegen ebenfalls nicht vor."

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Wie Petechien aussehen und wo sie sich zeigen
Blauer Fleck und Petechien am Arm


Das Ausw├Ąrtige Amt in Berlin erkl├Ąrte am Mittwoch zwei russische Diplomaten zu unerw├╝nschten Personen. Nach dpa-Informationen aus deutschen Regierungskreisen haben die Diplomaten nun sieben Tage Zeit, um Deutschland zu verlassen. Die Bundesregierung zieht mit der Ausweisung kurz vor dem Ukraine-Gipfel am Montag (9. Dezember) in Paris mit Kremlchef Wladimir Putin und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) Konsequenzen aus einer m├Âglichen Verstrickung des russischen Geheimdienstes in den Fall.

Aus dem russischen Au├čenministerium hie├č es der staatlichen Agentur Tass zufolge, Moskau sehe sich gezwungen, auf die Ausweisung der Diplomaten zu reagieren. Das Vorgehen Deutschlands sei unfreundlich und unbegr├╝ndet. Eine Antwort werde nicht lange auf sich warten lassen, sagte Au├čenminister Sergej Lawrow in Sotschi am Schwarzen Meer der Agentur Interfax zufolge. Welche Schritte Moskau konkret einleiten will und wann, lie├č er offen. "Wir sind besonnene Menschen und werden erst einmal pr├╝fen, was uns ├╝berhaupt zur Last gelegt wird", sagte der Chefdiplomat.

Merkel kritisierte Russland wegen fehlender Unterst├╝tzung bei der Aufkl├Ąrung des Mordes deutlich. "In den bilateralen Beziehungen ist es nat├╝rlich schon ein Ereignis, dass wir eben von Russland leider keine aktive Hilfe bei der Aufkl├Ąrung dieses Vorfalls bekommen haben", sagte sie am Rande des Nato-Gipfels in Watford. Auswirkungen auf den bevorstehenden Ukraine-Gipfel sehe sie aber nicht. "Ich glaube nicht, dass dadurch das Normandie-Treffen belastet ist, hier geht es um die Ukraine." Auch Kremlsprecher Dmitri Peskow betonte, die Entwicklung in dem Mordfall solle den Gipfel nicht ├╝berschatten.

Wegen des Verdachts, dass staatliche Stellen in Russland oder in der Teilrepublik Tschetschenien den Mord in Auftrag gegeben haben, ├╝bernahm am Mittwoch die Bundesanwaltschaft den Fall. Ein Sprecher der russischen Regierung hatte wenige Tage nach der Tat jede Verbindung bestritten. Der Generalbundesanwalt erkl├Ąrte, das Opfer sei von russischen Beh├Ârden als Terrorist eingestuft und als solcher verfolgt worden. Ihm sei vorgeworfen worden, Mitglied der terroristischen Vereinigung "Kaukasisches Emirat" gewesen zu sein.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) sagte, bei einem Verbrechen dieser Bedeutung und mit diesem Hintergrund k├Ânne er dem Generalbundesanwalt nur danken, dass er das Verfahren an sich gezogen habe. "Das sagt ja etwas ├╝ber die Bedeutung dieses Verbrechens, auch was den politischen Hintergrund angeht", f├╝gte er hinzu. In der Bundesregierung liefen zur Zeit Gespr├Ąche dar├╝ber, welche weiteren Folgerungen daraus zu ziehen seien.

Wenn es den konkreten Verdacht gibt, dass der Geheimdienst einer fremden Macht hinter einer Tat steht, ist die Bundesanwaltschaft zust├Ąndig. Dann wird in Karlsruhe die Spionage-Abteilung t├Ątig. Hintergrund ist, dass "geheimdienstliche Agentent├Ątigkeit" die ├Ąu├čere Sicherheit Deutschlands gef├Ąhrden k├Ânnte. Die Ermittler teilten mit, es gebe keine Hinweise darauf, dass der Beschuldigte sein sp├Ąteres Ofer "zum Zwecke der Durchf├╝hrung des Anschlags selbst ausgesp├Ąht oder selbst die Tat vor Ort logistisch vorbereitet hatte".

Das Mordopfer soll nach Angaben der Beh├Ârde Anfang der 2000er-Jahre auf der Seite muslimischer Tschetschenen gegen Russland gek├Ąmpft haben. Auf den Mann habe es im Mai 2015 in der georgischen Hauptstadt Tiflis schon einmal einen Mordanschlag gegeben, den er verletzt ├╝berlebte.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Neueste Artikel
Von Miriam Hollstein
Angela MerkelBundesregierungDeutschlandMordMoskauRusslandTerrorismusUkraine
Aktuelles zu den Parteien

Politik international




t-online - Nachrichten f├╝r Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Str├Âer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverl├Ąngerung FestnetzVertragsverl├Ąngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website