Sie sind hier: Home > Politik > Deutschland > Innenpolitik >

"Wind of Change" zum Abschied: Großer Zapfenstreich für Ursula von der Leyen

"Wind of Change" zum Abschied  

Von der Leyen mit großem Zapfenstreich verabschiedet

15.08.2019, 23:45 Uhr | dpa

"Wind of Change" zum Abschied: Großer Zapfenstreich für Ursula von der Leyen. Ursula von der Leyen, Annegret Kramp-Karrenbauer: Die ehemalige Verteidigungsministerin wechselt nach Brüssel. (Quelle: dpa/Bernd von Jutrczenka.)

Ursula von der Leyen, Annegret Kramp-Karrenbauer: Die ehemalige Verteidigungsministerin wechselt nach Brüssel. (Quelle: Bernd von Jutrczenka./dpa)

Beim Zapfenstreich werden drei Lieblingssongs der ehemaligen Verteidigungsministerin gespielt: Mit einem Scorpions-Hit und einer großen Zeremonie hat die Bundeswehr von der Leyen in ihre neue Aufgabe nach Brüssel entlassen.

Trommelwirbel und Marschmusik, Stiefel knallen auf den Asphalt, Fackelträger tauchen den Aufmarsch in ein feuerrotes Licht: Mit einem Großen Zapfenstreich, dem höchsten militärischen Zeremoniell der deutschen Streitkräfte, hat die neue Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer am Donnerstag ihre Vorgängerin Ursula von der Leyen aus dem Amt verabschiedet. Von der Leyen wechselt als EU-Kommissionspräsidentin nach Brüssel.

"Heute Abend dürfen wir Dir die Ehre erweisen für das, was Du für die Bundeswehr und unser Land geleistet hast. Du hast den Kompass auf Zukunftsfähigkeit gestellt", sagte Kramp-Karrenbauer, die auch CDU-Chefin ist, bei einem Empfang vor der Zeremonie. Kanzlerin Angela Merkeldankte von der Leyen. Diese selbst sprach davon, dass die Aufgabe an der Spitze des Verteidigungsministeriums ihre bisher forderndste politische Aufgabe gewesen sei.

Für das Stabsmusikkorps stand bei der feierlichen Zeremonie am Bendlerblock in Berlin die von Mozart vertonte mittelalterliche Hymne "Ave Verum" und die Europahymne "Ode an die Freude" aus der neunten Sinfonie Ludwig van Beethovens auf dem Programm. Von der Leyen hat sich zum Abschied zudem "Wind of Change" von den Scorpions gewünscht, das die Militärmusiker mit einem Saxofon-Solo vortrugen, wo sonst die Leadgitarre ansetzt. Mit glänzendem Augen lauschte die ehemalige Ministerin dem Song, der für die Musiker der Bundeswehr nicht einfach zu spielen war.

"Mit Musik Brücken bauen"

Die Scorpions kommen wie von der Leyen selbst aus Niedersachsen und haben noch etwas mit ihr gemein. International sind sie höchst geschätzt – teils mehr als in der Heimat.

Scorpions-Sänger Klaus Meine sieht in dem Song die Hoffnung auf Frieden in der Welt. Zudem stehe das Lied für den Zusammenhalt in Europa, sagte der Musiker der Deutschen Presse-Agentur.

Das Lied sei im September 1989 unter dem Eindruck geschrieben worden, dass sich die Welt vor unseren Augen verändere. Als Komponist habe man damals die Gefühle aufgesogen. "Besonders, mit wieviel Liebe wir als deutsche Band in Russland empfangen wurden. Mit Musik Brücken bauen – das war die Absicht damals", sagte Meine.



"Im Moment weht ein scharfer Wind. Wir sind von einem friedlichen Miteinander weit entfernt", so Meine. "Stark sind wir alle aber nur gemeinsam. Die Probleme der Zeit können wir nur zusammen lösen. Das ist nach all den Jahren immer noch die Hoffnung des Songs."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal