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Wetter: Tropenwetter in Geilenkirchen – Wetterdienst bestätigt Hitzerekord

Heiß, heißer, Deutschland  

Tropenwetter in Geilenkirchen – Wetterdienst bestätigt Hitzerekord

25.07.2019, 13:02 Uhr | aj, dpa, AFP

Wetter: Tropenwetter in Geilenkirchen – Wetterdienst bestätigt Hitzerekord. Zinnowitz: Hunderte Menschen verbringen den heißen Sommertag an einem Ostseestrand auf der Insel Usedom.  (Quelle: dpa/Stefan Sauer)

Zinnowitz: Hunderte Menschen verbringen den heißen Sommertag an einem Ostseestrand auf der Insel Usedom. (Quelle: Stefan Sauer/dpa)

Meteorologen warnen bundesweit vor starker oder gar extremer Hitze. Am Mittwoch ist mit 40,5 Grad ein neuer Hitzerekord aufgestellt worden. Der Deutsche Wetterdienst bestätigte die Messung.

Eine neue Hitzewelle bringt Deutschland mit rekordverdächtigen Temperaturen zum Schwitzen. Ihren Höhepunkt soll sie am Donnerstag erreichen. Schon am Mittwoch ist ein Allzeit-Rekord geknackt worden.

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Der neue deutsche Hitzerekord wurde mit 40,5 Grad in Geilenkirchen in Nordrhein-Westfalen erreicht. Damit ist die bisherige Höchstmarke von 40,3 Grad im unterfränkischen Kitzingen aus dem Jahr 2015 offiziell überboten worden, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) bestätigte. Auch in Saarbrücken (Stadtteil Burbach) war es mit 40,2 Grad extrem heiß. 

Die Messstation in Geilenkirchen gehört nicht zum Netz des Deutschen Wetterdienstes. Sie gilt aber als offizielle Stelle zur Wetterbeobachtung. Es handelt sich um eine Nato-Messstation. Die Daten der Wetterexperten des DWD gehen bis ins Jahr 1881 zurück.

Der neue deutsche Temperaturrekord könnte jedoch nur von kurzer Dauer sein und bereits am Donnerstag wieder gebrochen werden. Da werde es regional noch etwas heißer, erklärte der DWD. "Möglicherweise hat der heutige Rekord nur einen Tag Bestand."

Vor allem in der Westhälfte Deutschlands erwartet der DWD am Donnerstag Höchstwerte zwischen 37 und 40 Grad – und an einigen Orten womöglich auch Werte darüber. Auch an den Orten, an denen nicht mit Rekorden zu rechnen ist, bleibt es demnach mit 32 bis 37 Grad sehr heiß. Temperaturen unter 30 Grad sind nach Angaben der Meteorologen nur an der Ost- und Nordseeküste oder auf den Bergen oberhalb von 1.000 Metern zu finden.

Der kleine Elefantenbulle Ben Long badet im Leipziger Zoo und kühlt sich so bei der sommerlichen Hitze ab.  (Quelle: dpa/Jens Kalaene)Der kleine Elefantenbulle Ben Long badet im Leipziger Zoo und kühlt sich so bei der sommerlichen Hitze ab. (Quelle: Jens Kalaene/dpa)

Hitzewarnungen in ganz Deutschland

Unterdessen gab der DWD flächendeckend für ganz Deutschland Hitzewarnungen heraus. "Im Osten handelt es sich überwiegend um die Warnstufe 1, im Westen und Süden überwiegt die Warnstufe 2", sagte ein Sprecher des DWD. Auch für den Alpenrand und die Küsten gibt es Hitzewarnungen. "Das ist schon ziemlich selten", sagte der Sprecher über die normalerweise stets etwas kühleren Regionen. "Hitzegeplagte, die Abkühlung suchen, müssen sich schon in den Bergen bei mindestens 1500 Meter Höhe aufhalten. Und der Gipfel der Zugspitze ist natürlich der kühlste Ort Deutschlands." Die Hitzewarnungen gelten derzeit für die Zeit von 11 Uhr am Mittwoch bis Donnerstagabend um 19 Uhr. Im Süden Deutschlands wird zudem vor hohen UV-Werten gewarnt.

Die Warnstufe 2 wird ausgerufen, wenn tagsüber extreme Wärmebelastung herrscht. Die sogenannte gefühlte Temperatur liegt dann bei über 38 Grad. Starke Wärmebelastung und damit die Voraussetzung für die Warnstufe 1 liegt vor, wenn 14 Uhr die gefühlte Temperatur 32 Grad und mehr beträgt. Die vom DWD verwendete gefühlte Temperatur ist nicht mit der Lufttemperatur gleichzusetzen. Für die Wärmebelastung müssen neben der Lufttemperatur die Feuchtigkeit der Luft, der Wind und die UV-Strahlung berücksichtigt werden.

Auch am Freitag bleibt es bei Temperaturen zwischen 36 und 39 Grad erst einmal heiß. Die Nächte werden kaum Abkühlung bringen: In den Ballungszentren fallen die Temperaturen mitunter nicht unter 20 Grad. Vor allem im Ruhrgebiet und in der Rhein-Main-Region können sogenannte Tropennächte auftreten. Mitunter kann das Thermometer auch in der Nacht noch 24 Grad anzeigen.

Europa ächzt unter den Temperaturen

Auch in den Nachbarländern war es heiß: Mit 38,8 Grad war der Mittwoch in den Niederlanden der wärmste Tag seit 75 Jahren, wie das Königliche Niederländische Meteorologische Institut mitteilte. In Belgien wurde ein jahrzehntealter Hitzerekord gebrochen. In dem Ort Kleine-Brogel im Nordosten des Landes habe das Thermometer am Mittwochnachmittag 38,9 Grad Celsius angezeigt, teilte David Dehenauw vom Königlichen Meteorologischen Institut (KMI) auf Twitter mit. Das sei der höchste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1833.

Großbritannien rechnet für Donnerstag mit dem wärmsten Tag seiner Geschichte. "Wir werden wahrscheinlich den Hitzerekord für den Monat Juli von 36,7 Grad übertreffen, und es besteht sogar die Möglichkeit, dass der absolute Rekord von 38,5 Grad gebrochen wird", teilte der britische Wetterdienst mit.

Die britische Eisenbahngesellschaft Network Rail ließ wegen der hohen Temperaturen die Geschwindigkeit ihrer Züge drosseln. In London wurden nach Polizeiangaben drei Menschen nach einem Bad in der Themse vermisst.
Belgien, Brüssel: Auch in anderen Ländern Europas herrscht Hitze. (Quelle: AP/dpa/Francisco Seco)Belgien, Brüssel: Auch in anderen Ländern Europas herrscht Hitze. (Quelle: Francisco Seco/AP/dpa)

In Luxemburg und Italien warnten die Behörden die Bevölkerung ebenfalls vor der Belastung durch extreme Hitze. Für die italienischen Städte Bozen, Brescia, Florenz, Perugia und Turin galt am Mittwoch Alarmstufe Rot. Am Donnerstag sollen voraussichtlich weitere Städte folgen, darunter auch Rom.

In den USA wurde nach der Hitzewelle vom Wochenende im Potomac-Fluss in der Hauptstadt Washington ein neuer Temperaturrekord gemessen. Das Wasser hatte mit 34 Grad Badewasser-Temperatur, wie die US-Behörde Geological Survey mitteilte.

Während Europa unter der Hitze ächzt, kämpft Bolivien derzeit mit extremer Kälte. Für sechs der neun Regionen gab der Wetterdienst Kältewarnungen heraus. Wegen starken Schneefalls und eisiger Winde wurden zeitweise einige wichtige Verbindungsstraßen gesperrt. In mehreren Regionen fiel zudem der Schulunterricht aus.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen dpa und afp

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