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Merkel und Steinmeier wollen ins Hochwassergebiet kommen

Von dpa, rtr
Aktualisiert am 16.07.2021Lesedauer: 4 Min.
Bewohner im Dorf Insul in Rheinland-Pfalz: Viele Menschen haben in den Fluten ihr ganzes Hab und Gut verloren.
Bewohner im Dorf Insul in Rheinland-Pfalz: Viele Menschen haben in den Fluten ihr ganzes Hab und Gut verloren. (Quelle: Boris Roessler/dpa-bilder)
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Ministerpräsidentin Dreyer spricht von Horror. Papst Franziskus betet für die Betroffenen. Formel-1-Pilot Mick Schumacher dankt den Helfern. Reaktionen auf die Flutkatastrophe.

Die heftigen Unwetter und Überflutungen haben ganze Ortschaften im Westen Deutschlands unbewohnbar gemacht. Über 100 Menschen sind ums Leben gekommen, viele werden noch vermisst. Eine Katastrophe solchen Ausmaßes schien in Deutschland kaum denkbar, entsprechend groß ist das Entsetzen. Eine Auswahl an Reaktionen von Politikern und Prominenten:


Tote, Schäden, Chaos: Die Flutkatastrophe in Bildern

Trümmer in Bad Neuenahr im Kreis Ahrweiler: In der Kreisstadt starben 69 Menschen, der Wiederaufbau dauert bis heute an.
Freiwillige helfen bei den Aufräumarbeiten in Mayschoss in der Verbandsgemeinde Altenahr: Tagelang war der Ort ganz von Hilfe abgeschnitten, bis die Bundeswehr ihn mit Hubschraubern erreichte.
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Bundeskanzlerin Angela Merkel will bald das Katastrophengebiet in Rheinland-Pfalz besuchen. Wie Sprecher Steffen Seibert am Freitag mitteilte, ist die Bundeskanzlerin mit der Landesregierung über einen baldigen Besuch im Katastrophengebiet im Gespräch. Merkel habe sich in einer Videokonferenz mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Vertretern der Einsatzkräfte und Landesministerien über die aktuelle Lage in den Katastrophengebieten und den Stand der Rettungsarbeiten informiert. Die Bundeskanzlerin habe den betroffenen Menschen in Rheinland-Pfalz die kurz- ebenso wie langfristige Unterstützung des Bundes zugesichert.

In Rheinland-Pfalz ist nach Aussage von Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) noch keine Entwarnung in Sicht. "Die Lage ist weiterhin extrem angespannt in unserem Bundesland. Das Leid nimmt auch gar kein Ende", sagte sie am Freitag beim Besuch der Leitstelle der Berufsfeuerwehr in Trier. Sie lobte das Engagement der Einsatzkräfte. Sie hätten "Unglaubliches" geleistet.

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Die Zahl der Toten steige weiter. Überall gehe jetzt das Wasser zurück, daher würden nun Menschen gefunden, die bei der Katastrophe ertrunken seien. "Und da könnte man eigentlich nur noch weinen. Das ist ein Horror. Das ist alles ganz, ganz schlimm, wenn Existenzen berührt sind. Wenn Häuser kaputt sind, wenn Straßen aussehen, wie wir das gesehen haben – aber dass Menschen sterben bei dieser Katastrophe, das ist wirklich ganz furchtbar", sagte Dreyer.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erklärte: "Viele Menschen haben verloren, was sie sich ein ganzes Leben lang aufgebaut haben. Ganz Orte sind von der Katastrophe gezeichnet. Dass so viele Menschen ihr Leben verloren haben, macht mich fassungslos. Ich bin in Gedanken bei den Hinterbliebenen. Ihr Schicksal trifft mich ins Herz. Ich werde mir zu gegebener Zeit ein Bild über die Lage vor Ort machen."

Papst Franziskus drückte den Betroffenen der Hochwasserkatastrophe sein Mitgefühl aus und gedachte der Toten. Das katholische Kirchenoberhaupt habe mit großer Betroffenheit von den schweren Unwettern und Überschwemmungen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz erfahren, hieß es in einem von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin unterzeichneten Telegramm. Franziskus gedachte im Gebet der ums Leben gekommenen Menschen und bekundete den Angehörigen seine tief empfundene Anteilnahme. Der 84-Jährige bete auch für die zahlreichen Vermissten, Verletzen und alle, die zu Schaden gekommen seien oder durch die Naturgewalten ihre Lebensgrundlage verloren haben, hieß es weiter.

Die Bundeswehr wird nach den Worten von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) der Hilfe im Katastrophengebiet nun Vorrang vor anderen Aufgaben geben. "Jetzt kommt es darauf an, geeignetes Material aus der ganzen Republik bereit zu stellen. Hierzu habe ich bereits angeordnet, dass alle anderen Aufträge, die nicht unmittelbar mit den Auslandseinsätzen verbunden sind, hintangestellt werden", teilte Kramp-Karrenbauer am Freitag mit.

Die "oberste Priorität" liege jetzt bei der Katastrophenhilfe in den betroffenen Städten und Kommunen. "Die Bilder aus den Hochwasserregionen bestürzen uns alle! Die Bundeswehr leistet mit den schnell verfügbaren Kräften vor Ort bereits tatkräftige Hilfe bei Gefahrenabwehr und Räumarbeiten", so Kramp-Karrenbauer. "Die Amtshilfeverfahren sind durch die Pandemiebekämpfung gut eingespielt und auf sie kann verlässlich zurückgegriffen werden!"

Formel-1-Pilot Mick Schumacher drückte den betroffenen Menschen über die Sozialen Netzwerke seine Anteilnahme aus. "Die Bilder von Deutschland und West-Europa machen mich sprachlos. Ich möchte allen, die von diesen Unwettern betroffen sind, Mut zusprechen und einen Funken Hoffnung schicken – gerade auch in meine zweite Heimat Kerpen", schrieb der Sohn von Rekordweltmeister Michael Schumacher.

Die Formel-1-Legende ist in Hürth-Hermühlheim geboren, aber in Kerpen groß geworden. "Gleichzeitig möchte ich mich bei den grandiosen Helfern und Rettungsdiensten bedanken, die ihr Leben riskieren, um anderen das Leben zu retten", schrieb Haas-Fahrer Mick Schumacher weiter.

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Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) kündigte schnelle Hilfe für die Hochwasser-Betroffenen an. "Bund und Länder müssen schnell eine Lösung finden, wie den Betroffenen dort in den Regionen geholfen werden kann", sofort und unbürokratisch, sagte sie im rbb-Inforadio.

Die Unwetter zeigten, dass der Klimawandel in Deutschland angekommen ist. "Das sind historische Wassermengen, die wir jetzt sehen", sagte Schulze. Sie unterstrich die bedeutende Rolle der Kommunen in Deutschland. Sie wüssten "am besten, was getan werden muss, und deshalb ist es so wichtig (...) dafür zu sorgen, dass sie das nötige Geld haben, um zu investieren, jetzt in der Notlage und später, wenn es um die Vorsorge und den Wiederaufbau geht", so Schulze. Deutschland könne es sich nicht leisten, nicht in Klimaschutz zu investieren.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mahnte, die Flutkatastrophe nicht parteipolitisch zu instrumentalisieren. "Ich finde, es geht jetzt erst mal darum, sehr schnell zu helfen und deutlich zu machen, dass die Menschen nicht alleine sind, dass wir an ihrer Seite stehen, dass die Bundesregierung an ihrer Seite steht, sowie die Landesregierungen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz und allen betroffenen Ländern", sagte der CDU-Politiker den Sendern RTL und ntv. "Ich kann allen nur empfehlen, daraus jetzt nicht Parteipolitik zu machen. Der Wahlkampf mag jetzt den ein oder anderen verführen, aber das wird doch der Not der Menschen nicht gerecht."

Der Parteivorsitzende der FDP, Christian Lindner, kündigte auf Twitter Konsequenzen für den Wahlkampf seiner Partei an: "Unsere Gedanken sind bei den Opfern und den Einsatzkräften. Jetzt stehen nicht parteipolitische Unterschiede im Zentrum, sondern gemeinsame Solidarität und rasche Nothilfe. Aus Anteilnahme und Respekt wird die Bundes-FDP deshalb jetzt ihren Wahlkampf einige Tage aussetzen."

Der 1. Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion, Marco Buschmann, schrieb auf Twitter: "In NRW und Rheinland-Pfalz ereignen sich Tragödien. Es gibt viele Tote und Verletzte, viele haben ihre Existenz verloren. Es geht darum, die Vermissten schnell zu finden und schnell zu helfen. Allein darauf sollten wir uns jetzt konzentrieren."

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg bekundete die Solidarität des Militärbündnisses mit den vom Hochwasser betroffenen Ländern. "Unsere Gedanken sind bei all denen, die ihre Liebsten und ihr Zuhause in den verheerenden Fluten verloren haben", schrieb der Norweger auf Twitter.

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