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Ukraine-Krieg | Vitali Klitschko kritisiert Wolodymyr Selenskyj deutlich


Klitschko: "Selenskyj zahlt für die Fehler, die er gemacht hat"

Von t-online, dpa, afp, Reuters, bm, te, cli, aj, wan, lim, lma, lw

Aktualisiert am 04.12.2023Lesedauer: 40 Min.
imago images 0364582613Vergrößern des BildesVitali Klitschko: Der Bürgermeister von Kiew hat den ukrainischen Präsidenten scharf kritisiert. (Quelle: ARCHEOPIX/imago images)
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Tag 648: Der ehemalige ukrainische Präsident Petro Poroschenko darf nicht ausreisen. Russland verringert offenbar Angriffe bei Awdijiwka. Alle Infos im Newsblog.

Rheinmetall liefert Granaten an die Ukraine für 142 Millionen Euro

10.40 Uhr: Der Rüstungskonzern Rheinmetall hat einen Großauftrag für die Lieferung von Artilleriemunition an die Ukraine im Wert von 142 Millionen Euro erhalten. Der Auftrag umfasst eine fünfstellige Stückzahl Artilleriegranaten des Kalibers 155 Millimeter. Auftraggeber sei ein NATO-Partnerstaat, teilte das Unternehmen am Montag in Düsseldorf mit. Diesem Land sei es erklärtes Anliegen, "den Verteidigungskampf der Ukraine wirksam und dauerhaft zu unterstützen". Gefertigt werden sollen die Geschosse beim Tochterunternehmen Rheinmetall Expal Munitions in Spanien. Sie sollen 2025 ausgeliefert werden.

"Die Nachfrage nach Artilleriemunition ist aktuell sehr hoch", schrieb das Unternehmen weiter. Dies gelte für den akuten Bedarf der Ukraine und das Auffüllen der "weitgehend leeren" Munitionsdepots in Deutschland und anderen NATO- und EU-Staaten.

RIA: Ukraine greift Öllager in Luhansk mit Drohnen an

9.20 Uhr: Die ukrainischen Truppen haben einer Meldung der russischen Nachrichtenagentur RIA zufolge ein Öllager im russische besetzten Luhansk mit Drohnen angegriffen. Die Agentur beruft sich auf die von Russland installierten Behörden in der besetzten ostukrainischen Region. Ein Feuer, das nach dem Drohnenangriff ausgebrochen sei, wurde demnach wieder gelöscht. Berichte über mögliche Opfer gibt es nicht. Russland hat Luhansk wie die ebenfalls im Osten gelegene Region Donezk sowie Saporischschja und Cherson im Süden der Ukraine zum Teil besetzt und im September 2022 annektiert. International anerkannt ist die Annexion nicht.

Ukraine: Russische Truppen feuern Rakete und 23 Drohnen ab

6.43 Uhr: Die russischen Truppen haben nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe in der Nacht zu Montag 23 Drohnen und einen Marschflugkörper auf die Ukraine abgefeuert. Die Rakete und 18 der Drohnen seien von der Luftabwehr abgefangen und zerstört worden, bevor sie ihre Ziele hätten erreichen können. In mindestens neun Regionen der Ukraine seien Flugabwehrraketen stationiert, teilt die Luftwaffe auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Was mit den nicht abgefangenen Drohnen geschehen ist und ob es Schäden durch den Angriff gab, lässt sie offen. Unabhängig überprüfen lassen sich die Angaben nicht.

Sonntag, 3. Dezember

Russland unterbindet Proteste von Ehefrauen

21.47 Uhr: Damit sie nicht mehr protestieren, soll Russland Ehefrauen von Soldaten bezahlen. Das geht aus einem Bericht des britischen Verteidigungsministeriums hervor. Demnach sei Frauen in der letzten Zeit mehr Geld geboten worden, damit sie nicht öffentlich aufbegehren. Im November gab es in Moskau vereinzelt Proteste, heißt es. Der Kreml soll laut dem Ministerium auch versuchen, Frauen online zu diskreditieren.

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Ebenfalls einem Bericht des britischen Verteidigungsministeriums zu folge, soll Russland seine Produktion von Kamikaze Drohnenbooten ausbauen. In der Ukraine sollen die Boote bereits erprobt werden, heißt es. In Serie sollen diese dann im kommenden Jahr produziert werden. Die mit Sprengstoffbeladenen schnellbootähnlichen Drohnen, haben sich vor allem für die Ukraine als Schlüsselstrategie in der maritimen Kriegsführung erwiesen, so die Einschätzung des Ministeriums.

Zweite Gruppe von Ukrainern am Flugabwehrsystem Patriot ausgebildet

19.05 Uhr: Die Bundeswehr hat eine zweite Gruppe ukrainischer Soldaten am Flugabwehrsystem Patriot ausgebildet. Das Training der etwa 70 Männer und Frauen stand nach mehr als sechs Wochen vor dem Abschluss. Die Verteidigung des ukrainischen Luftraums sei eine zentrale Aufgabe, sagte Generalleutnant Andreas Marlow, Befehlshaber des multinationalen Ausbildungskommandos ("Special Training Command"), bei einem Ortsbesuch. Er verwies darauf, dass sich russische Angriffe gezielt gegen zivile Infrastruktur in der Ukraine richte.

Marlow besuchte am Freitag die Ausbildung auf einem Standort der Luftwaffe in Deutschland, der öffentlich nicht genannt werden soll. Das Ausbildungskommando selbst hat seinen Sitz in Strausberg bei Berlin und steuert die Arbeit der vor mehr als einem Jahr gestarteten EU-Trainingsmission (EUMAM) für die Ukraine. Die Bundeswehr und ihre Partner wollen bis zum Jahresende etwa 10.000 Ukrainer in unterschiedlichen Aufgaben ausgebildet haben.

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte der Ukraine im Oktober weitere Waffenlieferungen und finanzielle Unterstützung zugesagt. Bei diesem sogenannten Winterpaket sei zentral all das, was zur Luftverteidigung nötig sei. So werde Deutschland der Ukraine auch ein zusätzliches Patriot-System liefern.

Ukraine: Russischer Beschuss von Frontstadt Awdijiwka lässt nach

19.00 Uhr: In der Ukraine haben die seit zwei Monaten anhaltenden heftigen Kämpfe um die Stadt Awdijiwka nach Angaben des Bürgermeisters nachgelassen. Es habe in den vergangenen 24 Stunden weniger Angriffe durch russische Bodentruppen gegeben, sagte Bürgermeister Witali Barabasch am Sonntag dem ukrainischen Fernsehsender Freedom. Unterdessen wurden nach Behördenangaben in der südukrainischen Region Cherson mindestens zwei Menschen bei russischem Beschuss getötet.

Den aus seiner Sicht festzustellenden Rückgang des Kampfgeschehens rund um das ostukrainische Awdijiwka erklärte Bürgermeister Barabasch mit "großen Verlusten" seitens der russischen Truppen sowie mit widrigen Witterungsbedingungen. Diese Angaben konnten von AFP nicht unabhängig geprüft werden. Russlands Streitkräfte griffen zwar weiterhin "fast rund um die Uhr" die in der Stadt gelegene Kokerei an, den russischen Truppen gehe jedoch "die Puste aus", sagte Barabasch.

Das in der Region Donezk nur wenige Kilometer von der gleichnamigen Großstadt entfernte Awdijiwka ist einer der Schwerpunkte der Kämpfe an der Front zwischen ukrainischen und russischen Truppen geworden. Russische Einheiten haben Stellungen östlich, nördlich und südlich der weitgehend zerstörten Stadt bezogen, sie ist nur noch über eine asphaltierte Straße mit dem ukrainischen Umland verbunden. Die ukrainische Armee erklärt ihrerseits, den russischen Angriffen standzuhalten.

An der Front fehlt es wieder an allem

17.50 Uhr: Der ukrainische Versuch einer Gegenoffensive bis weit in das von Russland besetzte Gebiet ist vorerst gescheitert. Ein militärisch wichtiger Durchbruch zum Asowschen Meer – quer durch den von Kreml-Truppen eroberten Landkorridor zur Halbinsel Krim – scheint in weiter Ferne. Gut 21 Monate nach dem russischen Einmarsch machen sich Ratlosigkeit und Nervosität in Kiew breit, während westliche Hilfe nachlässt. Der Ukraine fehlt es an Waffen, Munition, Geld und in absehbarer Zeit auch an Soldaten. Mehr dazu lesen Sie hier.

Russischer Angriff auf Cherson in der Südukraine

16.15 Uhr: Bei einem russischen Artillerieüberfall auf die südukrainische Stadt Cherson ist am Sonntag mindestens ein Mensch getötet worden. Drei weitere Bewohner des getroffenen und schwer beschädigten Mehrfamilienhauses seien schwer verletzt worden, berichtete die Agentur Unian unter Berufung auf den Militärverwalter Roman Mrotschko. Der Angriff auf die Stadtmitte habe zwei Krankenhäusern gegolten, an denen lediglich leichte Schäden registriert wurden. Die Berichte konnten zunächst nicht unabhängig geprüft werden.


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