t-online - Nachrichten für Deutschland
Such Icon
t-online - Nachrichten für Deutschland
Such IconE-Mail IconMenü Icon



Menü Icon
t-online - Nachrichten für Deutschland
Such Icon
HomePolitikUkraine

Ukraine-Newsblog | Bericht: Moskau beruft mehr Reservisten als üblich ein


Newsblog zum russischen Angriffskrieg
Bericht: Russland ruft mehr Reservisten zu Übungen ein


Aktualisiert am 13.04.2024 - 04:46 UhrLesedauer: 38 Min.
Nachrichten
Wir sind t-online

Mehr als 150 Journalistinnen und Journalisten berichten rund um die Uhr für Sie über das Geschehen in Deutschland und der Welt.

Zum journalistischen Leitbild von t-online.
Reservisten in der russischen Region Swerdlowsk (Archivbild): Offenbar beruft Moskau mehr von ihnen zu Übungen ein.Vergrößern des Bildes
Reservisten in der russischen Region Swerdlowsk (Archivbild): Offenbar beruft Moskau mehr von ihnen zu Übungen ein. (Quelle: IMAGO/Pavel Lisitsyn/imago-images-bilder)

Russland scheint mehr Reservisten als üblich zu Übungen zu rufen. Ukrainische Soldaten erhalten eine Ruhepause. Mehr Informationen im Newsblog.

Loading...
Symbolbild für eingebettete Inhalte

Embed

Einfuhrverbote von russischen Metallen ausgeweitet

4.30 Uhr: Die USA und Großbritannien weiten wegen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine ihr Einfuhrverbot von Metallen aus russischer Produktion aus. Nach dem 13. April produziertes Aluminium, Kupfer und Nickel aus Russland werde künftig nicht mehr an den beiden größten Metallbörsen der Welt in London und Chicago gehandelt, teilten das US- und das britische Finanzministerium in der Nacht zu Samstag mit. Damit würden die russischen Metallproduzenten von den Gewinnen der London Metal Exchange und der Chicago Mercantile Exchange ausgeschlossen und eine wichtige Einnahmequelle des Kremls zur Finanzierung seines Kriegs in der Ukraine geschmälert.

100 Explosionen im Gebiet Sumy gemeldet

2.21 Uhr: Russische Streitkräfte haben am Freitag nach ukrainischen Angaben zwölf Gemeinden entlang der Grenze zum Gebiet Sumy angegriffen. Es seien 100 Explosionen gezählt worden, wie die regionale Militärverwaltung mitteilte. Die Kleinstadt Bilopillia wurde am stärksten angegriffen, wobei Mörserangriffe im Laufe des Tages 20 Explosionen verursachten, hieß es in offiziellen Verlautbarungen.

Freitag, 12. April

Bericht: Russland ruft mehr Reservisten zu Übungen ein

23.30 Uhr: Das russische Militär beruft für seine jährlichen Übungen in mindestens einer Region des Landes mehr Reservisten ein als üblich, wie die "Moscow Times" von leitenden Angestellten mehrerer Unternehmen in der Region Moskau erfuhr.

Nach Einschätzung von Experten könnte es sich bei den Masseneinberufungen um einen Versuch handeln, den Rückstand bei der Rekrutierung von Freiwilligen auszugleichen. Möglich sei auch ein Schritt in Richtung einer Großoffensive in der Ukraine, mit der Russland versucht, aus dem zunehmenden Munitionsmangel in Kiew Kapital zu schlagen. Die Militärkommissariate haben nach Informationen der Zeitung in der Region Moskau eine Reihe von Briefen an Unternehmen verschickt, in denen sie diese auffordern, Listen ihrer männlichen Angestellten, die für den Reservedienst in Frage kommen, vorzulegen.

USA werfen China Unterstützung Russlands vor

21.58 Uhr: Die USA werfen Insidern zufolge China vor, Russlands Kiegsmaschinerie in der Ukraine zu unterstützen. Peking befördere Russlands Kriegsanstrengungen in der Ukraine, indem es Moskau dabei helfe, seine Rüstungsproduktion durch die Bereitstellung großer Mengen an Werkzeugmaschinen, Mikroelektronik, Drohnen und Marschflugkörpern zu steigern, sagen hochrangige US-Vertreter. US-Präsident Joe Biden habe das Thema mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping in einem Telefongespräch angesprochen.

Ukrainische Truppen erhalten weiter Ruhephasen

19.22 Uhr: Ungeachtet des massiven Drucks der russischen Streitkräfte auf die Frontlinien in der Ukraine haben die ukrainischen Militärs Wege gefunden, ihren Soldaten Möglichkeiten zur Entspannung zu bieten. "Die geplante Rotation der Einheiten, die seit Beginn der umfassenden Invasion in den Kampfgebieten im Einsatz sind, geht weiter", teilt der Generalstab in Kiew auf Facebook mit. Es seien Möglichkeiten gefunden worden, abwechselnd Brigaden von den Fronten abzuziehen und ihnen Ruhepause zu gönnen.

Neu an die Fronten befohlene Einheiten seien mit Reservisten aufgefüllt und verstärkt worden: "Dieser Prozess wird fortgesetzt." Viele ukrainische Soldaten hatten fast zwei Jahre ohne Pause an den Fronten gekämpft. Erst Anfang dieses Jahres war in Kiew beschlossen worden, viele der Frontkämpfer vorübergehend in die Reserve zu versetzen und die Streitkräfte mit der Einberufung neuer Rekruten zu verstärken.

Scholz: Gespräche mit Putin aktuell nicht sinnvoll

17.57 Uhr: Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hält Gespräche mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin über ein Ende des Ukraine-Krieges derzeit nicht für zielführend. "Solche Gespräche sind dann sinnvoll, wenn man das Gefühl hat, etwas bewirken zu können. Die russische Kriegsführung spricht aktuell dagegen, sagt der SPD-Politiker der "wochentaz". Der Kanzler verweist darauf, dass er in der Vergangenheit einige Gespräche mit Putin geführt habe, was mitunter kritisch beäugt worden sei. "Und ich schließe weitere Gespräche für die Zukunft nicht aus", fügt er hinzu.

Scholz hat nach eigener Aussage zuletzt im Dezember 2022 mit Putin geredet. Auf die Frage, wann ein Gespräch wieder sinnvoll sei, sagt der Kanzler: "Auf alle Fälle, wenn Russland einsieht, dass es keinen Diktatfrieden geben wird, und Putin erkennt, dass er seinen Feldzug abbrechen und Truppen zurückziehen muss."

Scholz hatte zuvor mit Blick auf den für Mitte Juni geplanten Ukraine-Friedensgipfel seine Hoffnung geäußert, dass daran auch russlandfreundliche Länder wie China, Brasilien und Südafrika teilnehmen. Deutschland habe den Prozess, der zu dieser Konferenz geführt hat, immer unterstützt, betonte der Kanzler am Freitag nach einem Treffen mit dem georgischen Ministerpräsidenten Irakli Kobachidse in Berlin. Jetzt gehe es darum, diesen Gipfel so zu organisieren, dass "eine große Beteiligung" aus der ganzen Welt möglich wird. Er verwies darauf, dass China an einem der Vorbereitungstreffen auf Beraterebene teilgenommen hat.

Niederlande sagen Ukraine weitere Milliardenhilfen zu

17.33 Uhr: Die Niederlande sagen der Ukraine weitere Milliardenhilfen zu. Für das laufende Jahr werde zusätzlich eine Milliarde Euro an Militärhilfe bereitgestellt, teilt Ministerpräsident Mark Rutte auf der Plattform X mit. Für 2025 seien weitere drei Milliarden Euro vorgesehen. Mit der zusätzlichen Milliarde für dieses Jahr steigt die niederländische Unterstützung für das kriegsgeschundene Land 2024 auf insgesamt vier Milliarden Euro an Militärhilfe. Hinzu kämen 400 Millionen Euro an wirtschaftlicher Unterstützung, teilt Rutte weiter mit.

Scholz: China soll Russland nicht unterstützen

16.28 Uhr: Kurz vor seiner China-Reise fordert Kanzler Olaf Scholz die Regierung in Peking auf, klar gegen den russischen Überfall auf die Ukraine Stellung zu beziehen. Dies werde ein wichtiger Teil seiner Gespräche in Peking sein, sagt Scholz der "tageszeitung". "Es geht darum, dass China Russland nicht dabei unterstützt, gegen seinen Nachbarn Ukraine einen brutalen Krieg zu führen." Frieden und die Unverletzlichkeit von Grenzen seien europäische "Kerninteressen", fügt er hinzu. "Auch China kann klar machen, dass dieser unsinnige imperialistische Krieg enden muss."

Ukraine baut russische Drohne nach

16.27 Uhr: Den Gegner mit den eigenen Waffen schlagen: Das probiert die Ukraine gerade. Das Militär hat offenbar eine russische Drohne nachgebaut und setzt sie bereits fleißig ein. Mehr dazu lesen Sie hier.

Loading...
Loading...
Loading...

Polens Präsident: Nato-Staaten müssen mehr Munition produzieren

13.52 Uhr: Der polnische Präsident Andrzej Duda hat an die Nato-Staaten appelliert, zur Abschreckung Russlands die Produktion von Munition anzukurbeln. "Ganz Europa muss zusammen mit den Vereinigten Staaten seine Kräfte bündeln, um mehr Granaten, insbesondere Artilleriegeschosse, zu produzieren. Dies ist notwendig, um unsere Sicherheit zu gewährleisten", sagt Duda in einem Interview im litauischen Fernsehen.

Wenn die Nato potenzielle Angriffe wirklich abschrecken wolle, müsse sie die gleiche Menge produzieren wie Russland, sagt Duda, der zuvor in Vilnius am Gipfel der Staaten der sogenannten Drei-Meere-Initiative teilgenommen hatte. Russland könne in naher Zukunft mehr als zwei Millionen Artilleriegeschosse pro Jahr produzieren. Die verfügbare Munition in den Nato-Ländern nennt Duda völlig unzureichend.


Verwendete Quellen
  • Mit Material der Nachrichtenagenturen Reuters, AFP und dpa
  • Eigene Recherchen
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingAnzeigen

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

t-online - Nachrichten für Deutschland


TelekomCo2 Neutrale Website