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Olivenöl im Test 2021: Die Qualität wird immer besser – auch bei Discountern

Stiftung Warentest  

Native Olivenöle im Test: Die Qualität wird immer besser

Von Antonia Herfort

20.10.2021, 14:09 Uhr
Olivenöl im Test 2021: Die Qualität wird immer besser – auch bei Discountern. Olivenöle im Test: Diese nativen Öle empfiehlt die Stiftung Warentest.  (Quelle: Getty Images/knape)

Olivenöle im Test: Diese nativen Öle empfiehlt die Stiftung Warentest. (Quelle: knape/Getty Images)

Die Stiftung Warentest untersucht bereits seit einigen Jahren regelmäßig Olivenöle. Im aktuellen Test wurden 27 verschiedene Olivenöle der Güteklasse nativ extra getestet. Wir stellen die Testsieger vor und erläutern, warum Olivenöl für eine ausgewogene Ernährung empfehlenswert ist.

Olivenöl ist das Speiseöl der Mittelmeerküche. Es gilt dank seiner einfach ungesättigten Fettsäuren als besonders gesund und bekömmlich. Es senkt den Wert des negativen Cholesterins im Blut und wirkt sich vorteilhaft auf das Herz-Kreislauf-System aus. Besonders gern wird Olivenöl für Salate genutzt, es kann aber auch zum Braten in der Pfanne verwendet werden, wenn man es langsam erhitzt.

In ihrem aktuellen Test untersucht die Stiftung Warentest Olivenöle im Hinblick auf ihre sensorische und chemische Qualität. Wir stellen Ihnen die Testergebnisse sowie empfehlenswerte Produkte aus dem Test vor: 

So teste die Stiftung Warentest

Insgesamt 27 Olivenöle der Güteklasse extra nativ (extra vergine), davon zwölf Öle in Bioqualität, wurden von der Stiftung Warentest in ihrer aktuellen "test"-Ausgabe (11/2021) untersucht. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf die sensorische Qualität der Öle gelegt. Zudem wurde die chemische Qualität, Verpackung und Deklaration untersucht. Die Olivenöle wurden außerdem auf Schadstoffe und korrekte Herkunftsangaben geprüft. 

Olivenöl im Test: "gut" Produkte gibt es viele

Insgesamt 15 Öle bekamen von der Stiftung Warentest das "test"-Qualitätsurteil "Gut", sieben Olivenöle die Note "Befriedigend", drei ein "Ausreichend" und zwei Olivenöle wurden mit einem "Mangelhaft" abgestraft. Sensorisch mit der Note "sehr gut" waren allerdings nur zwei Produkte, darunter der Testsieger, das Phenolio Bio-Olivenöl von Artgerecht. Es erhielt die Gesamtnote "gut (1,8)".

Ebenfalls zu empfehlen ist das Polyphenol Bio-Olivenöl von Mani Bläuel mit der Gesamtnote "gut (2,2)" sowie das Bio-Olivenöl nativ extra vergine von Ölmühle Solling mit dem "test"-Qualitätsurteil "gut (2,3)". Unter den guten Ölen ist auch das mit 18 Euro pro Liter im mittleren Preissegment zu verortende Olivenöl von Jordan. Es erhielt das "test"-Qualitätsurteil "gut (2,5)".

Der Testsieger: Artgerecht Phenolio Bio-Olivenöl aus Spanien

Das Testergebnis: Das Bio-Olivenöl von Artgerecht wurde von der Stiftung Warentest mit der Gesamtnote "gut (1,8)" ausgezeichnet. Der Testsieger erhielt als einer von zwei Ölen eine sehr gute Teilnote für die sensorische Qualität. Die Tester beschreiben die Eigenschaften als "intensiv fruchtig". Die Feinheiten sind außerdem "sehr gut ausgewogen".

Produktdetails: Das Bio-Olivenöl wird aus der Olivensorte Hojiblanca in in der andalusischen Provinz Malaga (Spanien) hergestellt. Die Hojiblanca-Sorte gehört zu den beliebtesten spanischen Olivensorten und wird vor allem zur Gewinnung von hochwertigen Ölen verwendet. Für die höchstmögliche Qualität wird die Zentrifugation statt der Pressung angewendet, um das Öl zu gewinnen.

Das Öl verfügt zudem über einen hohen Polyphenolgehalt. Dieser bietet effektiven Schutz vor oxidiertem Cholesterin. Die Bio-Qualität wird durch das Demeter-Siegel gekennzeichnet. Ein Liter des hochwertigen Olivenöls kosten um die 48 Euro. Das Öl ist damit das teuerste, aber auch das beste Olivenöl im Test. 

Das Antioxidative: Mani Bläuel Bio-Olivenöl Polyphenol aus Griechenland

Das Testergebnis: Das Bio-Olivenöl von Mani Bläuel erhielt im Olivenöl-Test die Gesamtnote "gut (2,2)". Mit der Teilnote "gut (1,9)" erreicht das Olivenöl eines der besten Ergebnisse in der Kategorie sensorische Qualität. Die Tester beschreiben das Olivenöl als "mittelfruchtig" und "gut ausgewogen". Auch die chemische Qualität stufen die Tester mit "Gut" ein.

Produktdetails: Das Bio-Olivenöl wird in Griechenland direkt aus Oliven mit mechanischem Verfahren hergestellt. Für die Gewinnung wird die am Landstrich Mani am mittleren Finger des Peloponnes heimische Koroneiki-Olive verwendet. Die Oliven werden dabei schonend geerntet und kaltgepresst. 

Wie der Testsieger verfügt auch dieses Öl über einen hohen Polyphenolgehalt. Polyphenole tragen dazu bei, die Blutfette vor oxidativem Stress zu schützen. Die tägliche Aufnahme des Olivenöls hat somit laut Hersteller einen positiven Effekt auf den gesamten Körper. Ein Liter kostet rund 26,70 Euro und somit deutlich weniger als der Testsieger. 

Bio-Qualität aus Italien: Ölmühle Solling Olivenöl nativ extra vergine

Das Testergebnis: Das Olivenöl natix extra vergine von Ölmühle Sollingen erhielt das "test"-Qualitätsurteil "gut (2,3)". Die sensorische Qualität ist bei diesem Produkt ebenfalls gut. Die Tester konnten bei den gut ausgewogenen Feinheiten Noten von Banane, grüner Mandel, Blüten und roten Beeren entdecken.

Produktdetails: Das Bio-Olivenöl wird in Italien durch Zentrifugation hergestellt. Die sizilianischen Oliven entstammen dabei dem kontrolliert biologischem Anbau und werden kaltgepresst. Die Pressung findet mittels einer traditionellen Steinmühle statt. Dafür wurde es auch nach der EG-Öko-Verordnung zertifiziert. Die Bio-Qualität wird durch regelmäßige Kontrollen sichergestellt.

Das vollmundige Olivenöl eignet sich ideal zum Braten, Dünsten, für Dressings, Dips und Marinaden. Ein Liter des Olivenöls kosten rund 25,80 Euro. 

Traditionelle Handernte: Jordan Olivenöl von der Insel Lesbos 

Das Testergebnis: Das Natives Olivenöl extra von Jordan wurde von der Stiftung Warentest mit der Gesamtnote "gut (2,5)" bewertet. Die von den Testern festgestellten mittelfruchtigen, und leicht scharfen Eigenschaften werden unter anderem durch die Noten von Tomatenstrauch, grüner Mandel und Nuss ergänzt.

Produktdetails: Die Oliven stammen ausschließlich aus der Bergregion der Insel Lesbos. Bei der Ernte im Oktober/ November werden die Oliven per Hand mit Stöcken und Rechen geerntet. Zur Herstellung des Öls durch das kalte Extraktionsverfahren werden die Olivensorten Kolovi und Adramitiani verwendet. Die Olivensorten gehören zu den am häufigsten verbreiteten Sorten auf Lesbos. 

Besonders schön: Das Olivenöl kommt in einem Kanister im Retro-Design daher. Der Kanister ist zu 100 Prozent lichtgeschützt, was ihn zu einer empfehlenswerten Verpackung für Olivenöl macht. Ein Liter Olivenöl kosten rund 18 Euro. 

Olivenöltests: Resultate immer besser

Bereits seit Jahren testet die Stiftung Warentest Olivenöle. Erfreulich ist, dass die Testergebnisse immer besser wurden. Im Jahr 2016 bekam nur ein einziges Öl eine gute Note, 2017 war kein Öl gut getestet worden. Im Jahr 2018 hingegen konnten schon vier gut getestete Öle vermeldet werden, im Test von 2020 waren es neun. Im aktuellen Test sind es sogar 15 Olivenöle, die die Tester überzeugen.

Den Aufwärtstrend in der Qualität von Olivenöl sieht die Stiftung Warentest in ihren regelmäßigen Tests. Hersteller würden vermehrt auf eine gute Geschmacksqualität und eine Vermeidung von Schadstoffen achten und ihre Produkte richtig kennzeichnen.

Fazit des Olivenöltests

Eine Flasche gutes Olivenöl muss nicht teuer sein. Unter den Testsiegern sind preisgünstige Blend-Öle vom Discounter sowie – ebenfalls günstige – Markenprodukte. Wer allerdings besonderen Wert auf die sensorische Qualität legt, der greift besser zu höherpreisigen Olivenölen wie dem Testsieger-Olivenöl von Artgerecht

Wissenswertes über Olivenöle

Wo liegen Hauptanbaugebiete der in Deutschland vertriebenen Öle?

Olivenöl für den deutschen Markt wird vor allem in Ländern rund um das Mittelmeer angebaut. Vor allem italienisches Öl wird in Deutschland angeboten und ist beliebt. Aber auch in Spanien, Griechenland, Portugal, Frankreich, Zypern, Marokko und Tunesien werden Oliven für die Speiseölherstellung angebaut und geerntet.

Olivensorten wie Picual, die ursprünglich aus Andalusien stammt, Arbequina (Katalonien), Koronneiki (Griechenland) und Leccino (Toscana) finden sich in den getesteten Ölen.

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