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Smarte Lautsprecher im Test 2021: Kein Modell bei Stiftung Warentest ist "gut"

Stiftung Warentest  

Smarte Lautsprecher im Test: Kein Modell ist gut

01.06.2021, 08:52 Uhr | JPH, t-online, CMF

Smarte Lautsprecher im Test 2021: Kein Modell bei Stiftung Warentest ist "gut". Die Stiftung Warentest prüft smarte Lautsprecher: Der Sonos One hat den besten Klang im Test. (Quelle: dpa/tmn/Sonos)

Die Stiftung Warentest prüft smarte Lautsprecher: Der Sonos One hat den besten Klang im Test. (Quelle: Sonos/dpa/tmn)

Smarte Lautsprecher sollen den Alltag erleichtern und mehr können als einfache Musikboxen: Sie sagen den Wetterbericht an oder steuern das Licht. Im Test der Stiftung Warentest erreichen die beliebten Modelle von Sonos, Amazon und Bose jedoch keine guten Noten. 

"Alexa, wie wird das Wetter", "Hey Google, spiel Musik und schalte das Licht ein": Auf solche Sprachbefehle reagieren smarte Lautsprecher und helfen im Alltag. Mittlerweile zeigen die intelligenten Sprachassistenten von Apple, Google und Amazon auf Wunsch auch die Bilder der Überwachungskamera oder das Lieblingsrezept auf einem Display an. Die Stiftung Warentest hat sich im November 2020 beliebte Modelle genauer angeguckt. In der "test"-Ausgabe 05/2021 wurden zwei weitere smarte Lautsprecher von Apple und Amazon getestet. Lob gibt es für den teils satten Klang, Nachholbedarf allerdings weiterhin beim Datenschutz. 

Smarte Lautsprecher im Test: So testet die Stiftung Warentest

Zwölf WLAN-Lautsprecher mit integrierten Sprachassistenten hat die Stiftung Warentest untersucht. Marktführer Amazon ist neben Sonos, der Telekom und Bose dabei. Der regelmäßig aktualisierte Test wurde im Mai um den Apple HomePod und den neuen Amazon Echo Dot ergänzt. Vier der geprüften Modelle haben ein zusätzliches Display.

Bei den Sprachassistenten kommen die beiden großen Anbieter Amazon Alexa und Google Assistant zum Einsatz. Der Apple HomePod Mini setzt auf Alexa und der Telekom-Speaker auf den eigenen Magenta-Assistant. Die Tester bewerten den Klang, die Sprachassistenten, die Handhabung, Vielseitigkeit und den Schutz der persönlichen Daten. Vor allem der letzte Punkt verhindert sonst gute Ergebnisse.

Die Testsieger: Sonos klingt am besten, Amazon punktet mit Display

Kein einziger Lautsprecher erreicht ein gutes Urteil. Auch wenn die Teilnoten für den Klang und die Sprachassistenz oft gut sind, verhagelt der Schutz der Daten das Endergebnis.

Testsieger mit dem Gesamturteil "befriedigend (2,8)" ist der Sonos One in der zweiten Generation. Mit seinem satten und klaren Klang erreicht der Sieger zudem auch die besten Noten bei der Tonbewertung. Der Amazon Echo der vierten Generation liegt auf dem fünften Platz mit der Note "befriedigend (3,2)". Schlusslicht des Testes ist Apples HomePod Mini mit der Gesamtnote "ausreichend (3,9)".

Bei den Geräten mit Display liegt der Amazon Echo Show 8 vorn. Er erreicht die Endnote "befriedigend (2,9)".

Die besten smarten Lautsprecher im Detail

Der Testsieger mit bestem Klang: Sonos One

Das Testergebnis: Der einzige Lautsprecher mit sehr gutem Sound: Der Sonos One ist Testsieger mit dem "test"-Qualitätsurteil "befriedigend (2,8)". Er überzeugt mit einem "frischen und lebendigen Klang" und der Wahlmöglichkeit zwischen Alexa und dem Google Assistant als Sprachassistent. 

Produktdetails: Der Sonos One Smart Speaker kommt mit einer übersichtlichen App, mit der Sie den Lautsprecher einrichten und hat einen sehr klaren Sound. Er ist breit aufgestellt und nicht nur für Alexa und den Google Assistant verfügbar, sondern unterstützt außerdem die meisten Streamingdienste. Sie können mit ihm Amazon Music, Spotify, Apple Music, Google Play Music und YouTube abspielen.

Der Sonos One ist per Sprachbefehl steuerbar und überzeugt mit einem schickem Design. Wer möchte, kann das Mikrofon auch manuell ausschalten, wenn es nicht benötigt wird. Mit mehreren Modellen können Sie über WLAN ein Soundsystem für die ganze Wohnung einrichten. Als Spartipp können Sie auch zum Sonos One SL greifen, der keine Sprachsteuerung besitzt, aber denselben hochwertigen Klang.

Der Preis-Leistungs-Sieger: Amazon Echo Dot (4. Generation)

Das Testergebnis: Das Urgestein unter den smarten Lautsprechern in der aktuellen Generation: Mit dem Echo hat Amazon 2016 den Hype um die schlauen Lautsprecher gestartet. Die vierte Generation überzeugt mit einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Im Test erreicht der Echo den fünften Platz mit der Note "befriedigend (3,2)". Der größere Amazon Echo der dritten Generation belegt weiterhin den zweiten Platz und übertrumpft das neue Modell besonders beim Sound.

Produktdetails: Der neue Amazon Echo Dot überrascht mit neuem Design in Kugelform und ist in Anthrazit, Blaugrau und Weiß erhältlich. Er integriert nur die eigene Alexa-Sprachsteuerung. Da der Echo Dot direkt von Amazon kommt, sind neue Funktionen von Alexa sofort verfügbar. Bei Drittherstellern kann das mitunter länger dauern oder auch gar nicht möglich sein.

Wer bei smarten Lautsprechern vor allem Wert auf die Sprachsteuerungsfunktionen legt, sollte Speaker von Amazon wählen. Sie steuern zudem das Licht mit optionalen smarten Lampen oder rufen die Echo-Geräte untereinander an.

Das Schlusslicht: Apple HomePod Mini

Das Testergebnis: Mit der Note "ausreichend (3,9)" belegt der Apple HomePod Mini den letzten Platz im Test. Beim Sound erreicht er eine bessere Wertung als der neue Amazon Echo Dot, kann jedoch weder mit dem Testsieger noch mit den Modellen von Marshall, Bose und JBL mithalten. Abwertungen gab es vor allem für die mangelnde Vielseitigkeit.

Produktdetails: Der Apple HomePod Mini ist hauptsächlich mit den Apple-Produkten wie dem iPad, AppleTV und dem Mac kompatibel. Besitzen Sie diese schon, hat das durchaus Vorteile. Wenn Sie unterwegs mit dem iPhone Musik hören, können Sie zu Hause einfach nahtlos weiterhören. Der smarte Lautsprecher funktioniert nur mit Siri, der Sprachassistentin von Apple. 

Apples HomePod ist wie der neue Amazon Echo Dot kugelförmig, hat aber eine abgeflachte Oberfläche für die Steuerung. Auch Farbauswahl und Maße sind fast identisch, es gibt ihn in Dunkelgrau und Weiß. Er ist minimal kleiner als der Konkurrent, kostet aber rund doppelt so viel.

Der beste Lautsprecher mit Display: Amazon Echo Show 8

Das Testergebnis: Rezepte nicht nur vorlesen, sondern gleich ein Video anzeigen, die Überwachungskamera prüfen oder mit Oma einen Videoanruf führen: Smarte Lautsprecher mit Display bieten noch mehr Funktionen. Das beste Modell im Test ist der Echo Show 8 von Amazon mit der Endnote "befriedigend (2,9)". Das Display ist scharf und bietet eine sehr gute Qualität. Beim Ton schneidet der Alexa-Lautsprecher jedoch nicht so gut ab wie die Konkurrenz ohne Display. 

Produktdetails: Mit dem Echo Show haben Sie neben der Sprachsteuerung ein praktisches Display dazu. Das bringt noch mehr Funktionen und überzeugt mit hoher Qualität. So können sie nicht nur Podcasts hören, sondern auch direkt Serien und Filme gucken. Der Klang ist im Vergleich zur Konkurrenz dafür etwas schwächer. 

Wenn Sie Mikrofon und die Kamera gerade nicht brauchen, können Sie sie per Knopfdruck deaktivieren und zur Sicherheit noch eine Kameraabdeckung vor die Linse schieben. So ist zumindest für etwas Datensicherheit gesorgt.

Fazit zum Test der Stiftung Warentest

Testsieger ist der Sonos One mit sehr gutem Klang. Ein Modell mit Display, wie der Echo Show 8 ist vor allem in der Küche sinnvoll und hilft beim Kochen mit Videos und Tipps. Die Stiftung Warentest kürt Alexa in diesem Test insgesamt zur besseren Assistentin. Sie klingt natürlicher und kommt mit Folgefragen besser zurecht.

Unsere Empfehlungen sind der Sonos One für klaren Klang und der Echo Show 8, wenn Sie ein zusätzlichen Display haben möchten. Die Abwertungen beim Datenschutz sind bei fast allen Modellen identisch.

Wissenswerte zu smarten Lautsprechern

Google Assistant, Amazon Alexa oder Apples Siri: Welche Sprachassistentin ist besser?

Die Sprachassistenten entwickeln sich stetig weiter. Eine klare Empfehlung gibt es nicht, sondern es kommt viel mehr darauf an, welche Dienste Sie bereits nutzen. Haben Sie ein Android-Smartphone und nutzen den Google-Kalender, streamen Musik über Google Play Music und haben auch noch weitere Google-Funktionen? Dann ist der Google Assistant die bessere Wahl für Sie. 

Alexa ist dagegen noch vielseitiger und bietet mit Erweiterungen, sogenannten Skills, noch mehr Funktionen. Wenn Sie bereits Smarthome-Geräte wie Lampen oder Heizungssteuerung besitzen, achten Sie darauf, welcher Dienst kompatibel ist.

Nutzen Sie Apple-Produkte, ist Siri die erste (und einzige) Wahl. Sie schwächelt laut Stiftung Warentest jedoch sowohl bei der Sprachsteuerung als auch bei der Sprachausgabe. 

Werden Sie abgehört? Datenschutz als Kritikpunkt der smarten Lautsprecher

Seit die ersten smarten Lautsprecher auf den Markt kamen, gibt es immer wieder Bedenken zum Datenschutz. Oft fällt auch der Begriff "Wanze" mit einem Lautsprecher, der permanent zuhört. Diese Gefahr konnten Fachmagazine und Forscher ausräumen, indem die Datenübertragung der Geräte unter die Lupe nahmen. Das Ergebnis: Ohne Aktivierung findet keine Übertragung statt. Mehr dazu lesen Sie auch hier. Jedoch kann es zum ungewollten Starten kommen, wenn Alexa oder Google das Signalwort falsch verstehen. Dann meldet sich die Sprachassistentin. 

Nicht nur die Stiftung Warentest wünscht sich mehr Transparenz im Umgang mit den Daten von Amazon und Google. Zu Bedenken gibt es allerdings auch, dass jedes Gerät mit einem Mikrofon und einem Internetzugang sensible Daten übertragen kann – auch das Smartphone, der Computer oder das Tablet. Die Nutzung von smarten Lautsprechern ist daher nicht unbedingt unsicherer als ein Smartphone in der Tasche zu haben. Zudem können Sie die Mikrofone bei vielen Geräten über eine Taste ausschalten.

Was ist ein Multiroom-System?

Smarte Geräte können miteinander verbunden werden. Gesteuert werden Sie meist direkt oder über eine App. Als Multiroom bezeichnet man ein vernetztes System von smarten Lautsprechern, die für Sound in mehreren Zimmern sorgen. Sie stellen also in allen gewünschten Räumen kompatible Speaker und können im Wohnzimmer die gleiche Musik oder den Podcast hören, wie in der Küche. Wichtig ist bei Multiroom-Systemen, dass sie auf den gleichen Hersteller achten. Die System sind untereinander nicht kompatibel.

Verwendete Quellen:
  •  Alle Testergebnisse der Stiftung Warentest

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