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Als Aubameyang beim BVB eine Schlammschlacht anfing

Von t-online, dsl

31.05.2022Lesedauer: 5 Min.
Antoine Griezmann und Pierre-Emerick Aubameyang: Beide Spieler haben sich durch ihre Verhandlungsmethoden bei ehemaligen Vereinen unbeliebt gemacht.
Antoine Griezmann und Pierre-Emerick Aubameyang: Beide Spieler haben sich durch ihre Verhandlungsmethoden bei ehemaligen Vereinen unbeliebt gemacht. (Quelle: David Ramos/DeFodi/getty-images-bilder)
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Robert Lewandowski will nicht mehr für den FC Bayern auflaufen – trotz gültigen Vertrags. Es droht ein Transferstreik. Der Pole würde damit das nächste Kapitel einer unrühmlichen Geschichte schreiben.

"Meine Geschichte bei den Bayern ist vorbei. Ich sehe keine Möglichkeit, weiter für diesen Verein zu spielen." Mit diesen zwei Sätzen sorgte Robert Lewandowski auf einer Pressekonferenz der polnischen Nationalmannschaft für Klarheit. Nach acht gemeinsamen Jahren will der 33-Jährige den deutschen Fußball-Rekordmeister verlassen.

Das Problem hierbei ist jedoch: Lewandowski ist noch bis Sommer 2023 vertraglich an den FC Bayern gebunden. Und die Münchner haben in den vergangenen Wochen deutlich gemacht, dass sie keinen Gedanken daran verlieren, ihren Top-Torjäger gehen zu lassen. "Er hat einen Vertrag, diesen wird er erfüllen. Basta!", kommentierte Bayerns Vorstandsvorsitzender Oliver Kahn vor zwei Wochen Lewandowskis Zukunftspoker.

Robert Lewandowski: Der Weltfußballer will das Trikot des FC Bayern in Zukunft nicht mehr tragen.
Robert Lewandowski: Der Weltfußballer will das Trikot des FC Bayern in Zukunft nicht mehr tragen. (Quelle: Kirchner-Media/imago-images-bilder)

Lewandowski zeigte sich von Kahns Worten wiederum recht unbeeindruckt, sagte: "Bayern ist ein seriöser Verein und ich glaube, sie werden mich nicht bloß behalten, weil sie es können. Ein Transfer ist die beste Lösung." Diese Worte waren klug gewählt, stellte er damit die Bayern gleich zweifach unter Druck: Erstens erinnerte er den Klub daran, dass sie immer noch die Möglichkeit haben, mit ihm eine satte Ablöse zu generieren (Lewandowskis Marktwert beträgt laut "Transfermarkt" 50 Millionen Euro), zweitens deutete der Pole an, dass ein möglicher Transferstreit auch am ohnehin ramponierten Renommee des Klubs von der Säbener Straße kratzen würde.

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Auszuschließen ist eine Eskalation der angespannten Situation zwischen dem Rekordmeister und dem zweifachen Weltfußballer nicht. Sollte Lewandowski von Kahn und Co. keine Freigabe für einen Wechsel – der FC Barcelona gilt als wahrscheinlichste Destination – erhalten, könnte er zu härteren Mitteln greifen, etwa einem Trainingsstreik. Damit würde er ein weiteres Kapitel in dieser unrühmlichen Geschichte des Profifußballs schreiben.

Diese fünf Fußballer gingen in den Transferstreik

Ousmane Dembélé

Ein Jahr beim BVB reichte dem Franzosen, um sich in den Fokus der schillerndsten Adressen des Weltfußballs zu spielen. Und bei diesem einen Jahr in Dortmund sollte es für ihn auch bleiben, entschied Dembélé.

Trotz eines langfristigen Vertrags beim Ruhrpottklub blieb der damals 20-Jährige im Sommer 2017 dem Training fern und blockierte alle Kontaktaufnahmen des Klubs. Seine Nachricht dahinter war deutlich: Er will weg aus Dortmund.

Der BVB suspendierte Dembélé zunächst, lenkte dann jedoch ein und ermöglichte Verhandlungen mit dem FC Barcelona. Am Ende unterschrieb der Flügelstürmer einen Fünfjahresvertrag bei den Katalanen und die Dortmunder kassierten die Rekordablösesumme von 140 Millionen Euro.

Pierre-Emerick Aubameyang

Viereinhalb Jahre und unzählige Suspendierungen überstand die Ehe zwischen dem BVB und dem Stürmerstar aus Gabun. Dann war Schluss – jedoch nicht ohne die große Kunst der Schlammschlacht.

Pierre-Emerick Aubameyang: Er war von 2013 bis 2018 beim BVB unter Vertrag.
Pierre-Emerick Aubameyang: Er war von 2013 bis 2018 beim BVB unter Vertrag. (Quelle: Laci Perenyi/imago-images-bilder)

Dabei hatte es bereits ein halbes Jahr zuvor begonnen, zwischen Aubameyang und der Borussia zu kriseln. Im Sommer 2017 riss sich die halbe Fußballwelt um den Goalgetter, der seinerseits nach dem DFB-Pokalerfolg und der Bundesliga-Torjägerkanone nichts dagegen einzuwenden hatte, das Kapitel BVB zu schließen. Ein Transfer zu einem echten Spitzenklub kam jedoch nicht zustande, weshalb sich "Auba" entschied, beim BVB zu verlängern.

Dieser Burgfrieden hielt jedoch kaum ein halbes Jahr. Im Winter gelang es Aubameyang, wegen Undiszipliniertheiten vom bereits dritten BVB-Coach (damals Peter Stöger, Anm. d. Red.) suspendiert zu werden. Statt sein Team während des Auswärtsspiels bei Hertha BSC vorm TV-Gerät zu unterstützen, machte sich der Angreifer mit seiner Familie öffentlichkeitswirksam eine gute Zeit in einer Indoor-Soccerhalle. Das Trikot, das er dabei trug? Ousmane Dembélés Nummer 7.

Der BVB sondierte enerviert den Markt und fädelte kurze Zeit später den 63,75 Millionen Euro schweren Transfer Aubameyangs zum FC Arsenal ein.

Philippe Coutinho

Jemandem, der in seiner letzten Halbsaison für den Verein 21 Torbeteiligungen in 20 Partien gesammelt hat, kann man schwer Arbeitsverweigerung vorwerfen. Und dennoch lief der Transfer Coutinhos vom FC Liverpool zum FC Barcelona im Januar 2018 moralisch nicht lupenrein ab.

Im Sommer zuvor waren die Katalanen bei den "Reds" gleich dreimal mit Angeboten für den Brasilianer gescheitert. Coutinho blieb also an der Merseyside, stieg sogar zum Vizekapitän des Teams von Coach Jürgen Klopp auf. Sein Wunsch, für den großen Lokalrivalen seines Ex-Klubs Espanyol Barcelona aufzulaufen, blieb jedoch bestehen.

Ende des Jahres ging dann alles recht schnell: Coutinhos persönlicher Sponsor Nike druckte dessen Konterfei auf Trikots des FC Barcelona (dessen Trikots der US-Sportartikelriese zufälligerweise produzierte), zeitgleich meldete sich der Brasilianer beim FC Liverpool als verletzt. Die Führungsriege an der Anfield Road sah, dass ein weiteres Festhalten am Offensivzauberer sinnlos erschien und bat Barça an den Verhandlungstisch. Ergebnis: Liverpool kassierte 135 Millionen Euro Ablöse, Coutinho unterschrieb einen Vertrag bis Sommer 2023.

Antoine Griezmann

Barça, immer wieder Barça. Auch im Fall Griezmann war der katalanische Riese der Antagonist einer skurrilen Transferposse.

Antoine Griezmann: Der Profi ist vom FC Barcelona an Atlético Madrid ausgeliehen.
Antoine Griezmann: Der Profi ist vom FC Barcelona an Atlético Madrid ausgeliehen. (Quelle: Zuma Wire/imago-images-bilder)

Im Sommer 2018 deutete alles darauf hin, dass der französische Weltmeister nach fünf gemeinsamen Jahren Atletico Madrid verlässt und sich dem FC Barcelona anschließt. Griezmann selbst ließ sich nicht in die Karten schauen und verwies auf eine "The Decision" betitelte Sondersendung im spanischen TV-Programm.

Doch statt der Verkündung seines Wechsels nach Barcelona gab der Offensivallrounder in dem Filmchen bekannt, er habe sein Arbeitspapier bei den "Colchoneros" von Chefcoach Diego Simeone um fünf Jahre verlängert. Im darauffolgenden Sommer wurde erkenntlich, dass Griezmann wohl nie die Absicht gehabt hatte, sich ernsthaft so langfristig an Atletico zu binden. Barça aktivierte die im neuen Vertrag festgeschriebene Ausstiegsklausel in Höhe von 120 Millionen Euro und sicherte sich die Dienste des damals 28-Jährigen.

Atletico klagte, Griezmann habe den Verein auf Geheiß Barças bewusst hinters Licht geführt, war seine festgeschriebene Ausstiegsklausel im vor seiner Verlängerung gültigen Kontrakt doch auf 200 Millionen Euro festgeschrieben. Nachweisen konnte man ihm das jedoch nicht.

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Nachhaltig geschadet hat diese Affäre der Beziehung Griezmann/Atletico nicht. Nach zwei glücklosen Jahren in Barcelona kehrte der Franzose 2021 leihweise zurück nach Madrid. Spanischen Medienberichten zufolge hat Atletico zudem bereits eine vereinbarte Kaufoption gezogen. Kostenpunkt: 40 Millionen Euro.

Filip Kostic

Dass Vereine nicht immer dem Willen des Spielers nachgeben müssen und dies dann sogar einen positiven Effekt für den Profi selbst haben kann, zeigt das Beispiel Kostic.

Kurz vor Ende der Sommertransferperiode 2021 bleibt der serbische Flügelflitzer Eintracht Frankfurts Bundesliga-Partie gegen Arminia Bielefeld fern. Im Hintergrund sollen seine Agenten mit Hochdruck an einer Einigung mit dem italienischen Erstligisten Lazio Rom gearbeitet haben. Einzig: Die Eintracht will von alldem nichts wissen, deklariert Kostic als unverkäuflich. Das Transferfenster schließt, Kostic wird von den Frankfurtern bestraft und rudert schlussendlich zurück, sein Fernbleiben gegen Bielefeld habe nichts mit einem möglichen Wechsel, sondern einer mentalen Stresssituation zu tun gehabt.

Sowohl Verein als auch Fans verstehen Kostics Erklärungsversuch als Entschuldigung. Der Spieler selbst derweil erkennt, dass er nun in einer gewissen Bringschuld ist – und liefert die wohl beste Saison seiner Karriere ab. Am Ende gibt es den Titel und die Auszeichnung zum besten Spieler der Europa League. Statt Mittelklasseklubs wie Lazio klopfen nun Topadressen wie Juventus Turin und Tottenham beim 29-Jährigen an.

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Von Julian Buhl
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