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Zahl der Insolvenzen steigt: Immer mehr Unternehmen gehen pleite


Immer mehr Unternehmen in Deutschland gehen pleite

Von reuters, dpa, ts

Aktualisiert am 11.08.2023Lesedauer: 2 Min.
imago images 0301343425VergrĂ¶ĂŸern des BildesLokomotiven und ContainerzĂŒge im Duisburger Hafen (Symbolbild): Vor allem Unternehmen im Verkehrs- und Logistikbereich gehen vermehrt insolvent. (Quelle: Jochen Tack/imago images)
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Im Juli gab es knapp ein Viertel mehr Insolvenzen als im Vormonat. Seit einem Jahr steigen die Zahlen immer weiter an.

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland ist im Juli deutlich gestiegen. In dem Monat beantragten fast ein Viertel (23,8 Prozent) mehr Unternehmen Regelinsolvenzverfahren als im Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Bereits im Juni hatte es einen Anstieg um knapp 14 Prozent gegeben. Seit August 2022 nimmt die Zahl der Firmeninsolvenzen kontinuierlich zu.

Die Verfahren fließen erst nach der ersten Entscheidung des Insolvenzgerichts in die Statistik ein. Daher liege der tatsĂ€chliche Zeitpunkt des Insolvenzantrags in vielen FĂ€llen rund drei Monate davor, erlĂ€uterte die Behörde.

Forderungen der GlÀubiger steigen auf vier Milliarden Euro

FĂŒr den Mai liegen inzwischen endgĂŒltige Zahlen vor: In dem Monat meldeten die deutschen Amtsgerichte 1.478 beantragte Unternehmensinsolvenzen, 19 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die Forderungen der GlĂ€ubiger bezifferten die Amtsgerichte auf knapp vier Milliarden Euro. Im Mai 2022 waren es fast 2,2 Milliarden Euro.

Die meisten Insolvenzen je 10.000 Unternehmen entfielen auf die Branche Verkehr und Lagerei mit 8,7 FĂ€llen, gefolgt von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen, etwa Zeitarbeitsfirmen, mit 7,4 FĂ€llen. Die wenigsten Insolvenzen gab es in der Energieversorgung.

In den vergangenen Jahren hatten staatliche Hilfen sowie teilweise ausgesetzte Insolvenzantragspflichten die Zahl der Firmenpleiten auf niedrigem Niveau gehalten – trotz Corona- und Energiekrise. Daher hatten Experten einen Anstieg im laufenden Jahr erwartet.

Zahl der GrĂŒndungen steigt an

Indes gaben in der ersten HĂ€lfte des laufenden Jahres mehr grĂ¶ĂŸere Betriebe in Deutschland ihr Gewerbe auf als ein Jahr zuvor. 50.600 Aufgaben bedeuteten eine Steigerung von 12,4 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2022, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Gleichzeitig wurden 62.700 neue Betriebe gegrĂŒndet, deren Rechtsform oder BeschĂ€ftigtenzahl auf eine grĂ¶ĂŸere wirtschaftliche Bedeutung schließen lassen.

Einschließlich der Kleinbetriebe und Nebenerwerbe lag die Zahl der Gewerbe-NeugrĂŒndungen mit 317.600 um gut 10 Prozent ĂŒber dem Vergleichswert aus dem Vorjahr. VollstĂ€ndig aufgegeben wurden in den ersten sechs Monaten des Jahres 246.500 Gewerbe. Das waren sogar 14 Prozent mehr als in der ersten JahreshĂ€lfte 2022.

Deutschlands Wirtschaft war Ende 2022 und Anfang 2023 geschrumpft und hatte im FrĂŒhjahr nur stagniert. Viele Experten erwarten auch fĂŒr das laufende Gesamtjahr einen RĂŒckgang beim Bruttoinlandsprodukt.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Nachrichtenagentur Reuters
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