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Warnhinweise für Alkohol: Umfrage zeigt, wie die Deutschen darüber denken


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Bericht: Lokführer wollen erneut streiken

Warnetiketten für Bier, Wein und Schnaps?

Von t-online, sic

22.09.2023Lesedauer: 2 Min.
imago images 0305017210Vergrößern des BildesAlkoholische Getränke auf einer Ladentheke: Eine Mehrheit der Deutschen befürwortet Warnhinweise auf den Etiketten. (Quelle: IMAGO/Omer Kuscu/imago)
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Irland macht es vor: Das Land führt ab 2026 Warnhinweise auf alkoholischen Getränken ein. Laut einer exklusiven Umfrage hat die Maßnahme auch in Deutschland viele Befürworter.

Die Mehrheit der Deutschen befürwortet die Einführung von Warnhinweisen auf alkoholischen Getränken nach irischem Vorbild. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage hervor, die das Meinungsforschungsinstitut Civey im Auftrag von t-online erhoben hat.

Gefragt wurde: "Sollte es Ihrer Meinung nach in Deutschland, wie in Irland bereits geplant, verpflichtende Warnhinweise auf alkoholischen Getränken geben?" 55 Prozent beantworteten die Frage mit "Ja, auf jeden Fall" (41 Prozent) oder "Eher ja" (14 Prozent). Insgesamt 29 Prozent der Befragten lehnten entsprechende Warnhinweise ab. 16 Prozent äußerten sich unentschlossen.

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Frauen befürworten Warnhinweise eher als Männer

Dabei ist die Zustimmung von Frauen zu Warnhinweisen größer als die von Männern. Während 59 Prozent der Frauen die Maßnahme befürworten, sind es unter den Männern nur knapp die Hälfte (49 Prozent). Lediglich ein Viertel der Frauen lehnten Warnhinweise für alkoholische Getränke ab, 16 Prozent zeigten sich unentschlossen. Unter den Männern beantwortete hingegen etwas mehr als ein Drittel die Frage mit "Nein". Ebenfalls 16 Prozent der männlichen Befragten waren unentschieden.

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Der Drogen- und Suchtbeauftragte der Bundesregierung, Burkhard Blienert, hatte sich zuletzt im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa für umfangreichere Einschränkungen bei der Alkoholwerbung und mehr Jugendschutz ausgesprochen. Besonders mit engeren Regeln für die Werbung wolle er dem "bestehenden Wildwuchs bei Alkohol und Tabakangeboten endlich den Riegel vorschieben".

Irland hat die Maßnahme bereits beschlossen

In diesem Zuge befürwortete Blienert auch Warnhinweise auf den Etiketten alkoholischer Getränke. "Information über Risiken und mögliche Gesundheitsgefahren sind sicherlich in Irland wie auch bei uns ein guter Baustein, um Menschen aufzuklären, wie ungesund selbst kleine Alkoholmengen sind", sagte Blienert.

Das EU-Mitglied Irland will die Maßnahme ab 2026 einführen. Der irischen Regierung zufolge haben die Warnhinweise auf Tabakwaren bereits Wirkung gezeigt. Davon ausgehend wurden entsprechende Hinweise auf den Etiketten alkoholischer Getränke beschlossen. "Dieses Gesetz soll uns allen ein besseres Verständnis des Alkoholgehalts und der mit dem Alkoholkonsum verbundenen Gesundheitsrisiken vermitteln", begründete Gesundheitsminister Stephen Donnelly den Entschluss.

Laut Angaben des Bundesgesundheitsministeriums konsumieren 7,9 Millionen Menschen in Deutschland zwischen 18 und 64 Jahren Alkohol in riskanter Form. Demnach sei missbräuchlicher Konsum von Alkohol "einer der wesentlichen Risikofaktoren" für chronische Erkrankungen wie Krebserkrankungen oder Erkrankungen der Leber und des Herz-Kreislauf-Systems. Insgesamt gebe es hierzulande jährlich rund 74.000 Todesfälle durch Alkoholkonsum oder bedingt durch den Konsum von Tabak und Alkohol.

Verwendete Quellen
  • Das Meinungsforschungsinstitut Civey hat im Auftrag von t-online die Deutschen gefragt "Sollte es Ihrer Meinung nach in Deutschland, wie in Irland bereits geplant, verpflichtende Warnhinweise auf alkoholischen Getränken geben?" Teilgenommen haben insgesamt rund 10.000 Personen, aus denen 5.019 repräsentative Stimmen für die Umfrageergebnisse berücksichtigt wurden. Die statistische Fehlerquote lag bei 2,5 Prozent, für Teilgruppen kann sie höher liegen.
  • bundesgesundheitsministerium.de: "Alkohol"
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