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Das verdienen die Deutschen

Von Frederike Holewik

Aktualisiert am 08.02.2022Lesedauer: 4 Min.
Eine Frau arbeitet am Laptop (Symbolbild): Je grĂ¶ĂŸer das Unternehmen, desto höher die GehĂ€lter, zeigt der Gehaltsreport.
Je grĂ¶ĂŸer das Unternehmen, desto höher die GehĂ€lter, zeigt der Gehaltsreport (Symbolbild). (Quelle: Yuri Arcurs/imago-images-bilder)
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Ärzte, Informatiker oder doch die Ingenieure – wer bekommt in Deutschland das höchste Gehalt? Eine aktuelle Studie zeigt, in welchen Berufen und Branchen Sie besonders gut verdienen können.

Die meisten wĂŒssten wohl gerne, was Nachbarn und Freunde verdienen. Einfach nachfragen? Das trauen sich viele Deutsche nicht, denn Geld gilt hierzulande noch immer als Tabuthema. Der Gehaltsreport von Stepstone und Gehalt.de, der t-online vorab vorlag, sorgt jetzt fĂŒr Transparenz. Wichtigste Erkenntnis: Im Mittel beziehen die Deutschen ein Jahresgehalt von 44.100 Euro.

Dass ein Oberarzt gut verdient, ist dabei wohl keine große Überraschung. Aber neben dem speziellen Beruf spielen noch viele weitere Faktoren eine Rolle fĂŒr das Gehalt, wie die UnternehmensgrĂ¶ĂŸe und der Standort – und wer FĂŒhrungsverantwortung ĂŒbernimmt, verdient hĂ€ufig sogar fast doppelt so viel.

FĂŒr den Report haben Stepstone und Gehalt.de rund 600.000 Gehaltsdaten analysiert. Bei allen GehĂ€ltern handelt es sich um Bruttolöhne. Zum Vergleich wurde der Median gebildet.

Median
Der Median ist nicht zu verwechseln mit dem Durchschnitt. WĂ€hrend beim Durchschnitt alle Werte summiert und dann durch die Anzahl der Werte geteilt werden, geht man beim Median anders vor: Man reiht die Werte auf und teilt sie dann an der Stelle, an der es genau gleich viele Werte grĂ¶ĂŸer und kleiner gibt. Der Median ist also der mittlere Wert.
Ein zentraler Vorteil des Median: Er ist robust gegen Ausreißer, also gegen Werte, die sich stark von den anderen unterscheiden.
Ein Rechenbeispiel: Wir haben die Zahlen 1, 5, 8, 20, 30 vorliegen. Der Durchschnitt dieser Zahlen ist 12,8, der Median hingegen 8.

Ärzte verdienen am meisten

Ärzte sind mit Abstand die Spitzenverdiener in Deutschland. Sie bekommen mit 78.300 Euro etwa 78 Prozent mehr als der Durchschnitt. Dabei stechen vor allem die OberĂ€rzte heraus. Mit 124.800 Euro Medianeinkommen sind sie mit Abstand die bestverdienende Gruppe in der Erhebung. Im weiteren Ranking der Berufsgruppen folgen Ingenieure mit einem Mediangehalt von 59.300 Euro, Informatiker (57.000 Euro) und Unternehmensberater (56.400 Euro).

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Im Mittelfeld liegen dann Angestellte in Personalabteilungen (47.840 Euro) und Menschen mit Jobs im Marketing oder bei Medien (45.760 Euro). Dahinter folgen Mitarbeiter im Finanzwesen und bei Versicherungen (45.552 Euro) und Handwerker (44.800 Euro).

Am unteren Ende der erhobenen MediangehÀlter landen Vertriebler (42.847 Euro), Angestellte in Gesundheits- und Pflegeberufen (37.778 Euro) sowie Menschen, die im Einkauf und der Logistik arbeiten (37.670 Euro).

Callcenter bezahlen schlecht

Die Halbleiterkrise macht der deutschen Autobranche zu schaffen. Erst kĂŒrzlich warnte die PrĂ€sidentin des Verbands der Automobilindustrie, Hildegard MĂŒller, bei t-online vor weiteren ProduktionsausfĂ€llen (lesen Sie hier das gesamte Interview). Ein Problem: In Deutschland und Europa gibt es wenig eigene Fertigung. FĂŒr die Mitarbeiter in dieser Branche bedeutet das vor allem: hohe GehĂ€lter. Mit einem Medianeinkommen von 63.000 Euro stellen sie die bestverdienende Branche dar.

Dahinter folgen Biotechnologie (61.500 Euro) und die Pharmabranche (56.200 Euro). In die Top 5 haben es zudem Banken (58.300 Euro) und die Automobilindustrie (55.900 Euro) geschafft. Hier liegen die MediangehĂ€lter rund 30 Prozent ĂŒber dem Durchschnitt.

Deutlich unter dem Durchschnitt liegen hingegen die GehÀlter von Mitarbeitern im Einzelhandel. Je nach Bereich verdienen sie zwischen 32.444 und 35.306 Euro. Angestellte in Hotels oder der Gastronomie verdienen mit 31.200 Euro Mediangehalt noch etwas weniger. Auf dem letzten Platz im Gehaltsranking landen Callcenter-Mitarbeiter. Ihr Mediangehalt liegt bei 28.916 Euro.

Gehalt ist immer noch Tabuthema

Dass es den Deutschen unangenehm ist, ĂŒber Geld zu sprechen, ist dabei nicht nur ein GefĂŒhl. Stepstone hat bei einer Studie mit mehr als 5.000 Teilnehmern herausgefunden, dass es sich weiterhin um ein Tabuthema handelt.

Rund 80 Prozent der Befragten wussten nicht, was ihre Kollegen verdienen. Jeder Dritte wusste nicht mal ĂŒber das Gehalt des eigenen Ehepartners Bescheid. Dabei kann das Wissen ĂŒber andere GehĂ€lter direkte Auswirkungen auf den eigenen Verdienst haben. "Denn eine Gehaltsverhandlung auf Augenhöhe ist nur dann möglich, wenn Jobsuchende wissen, wie viel sie verdienen können", sagt Korbinian Nagel, Gehaltsexperte bei StepStone.

Auch Unternehmen wĂŒrden von Transparenz profitieren, so Nagel. Denn wenn erst am Ende eines Bewerbungsprozesses klar wird, dass sich die Parteien nicht einigen können, sei das fĂŒr alle Beteiligten ein Verlust. Dass das Gehalt nicht nur am speziellen Beruf liegt, zeigen die Daten aus dem Gehaltsreport deutlich.

Standort ist wichtiger Faktor

Die Höhe des Gehalts hĂ€ngt zu einem nicht unerheblichen Teil vom Standort des Unternehmens ab. In Hessen liegt das Durchschnitts-Mediangehalt mit 47.840 Euro deutschlandweit am höchsten. Auf Platz 2 folgt Baden-WĂŒrttemberg mit 47.806 Euro. Bayern landet mit 46.800 Euro auf Platz drei.

Am anderen Ende bilden Mecklenburg-Vorpommern (33.600 Euro), Brandenburg (34.300 Euro) und Sachsen-Anhalt (35.400 Euro) die Schlusslichter.

Besonders hohe GehĂ€lter werden in den GroßstĂ€dten Frankfurt am Main (54.100 Euro), MĂŒnchen (53.900 Euro) und Stuttgart (53.600 Euro) gezahlt. Dabei ist aber zu bedenken, dass dort oft auch die Lebenshaltungskosten deutlich höher liegen als in kleineren StĂ€dten.

AbschlĂŒsse und Verantwortung schrauben am Gehalt

Neben der Lage des Unternehmens spielen noch weitere Faktoren eine Rolle, die das Gehalt branchenunabhÀngig beeinflussen.

  • Akademischer Abschluss: Akademiker verdienen mit 59.700 Euro im Schnitt 48 Prozent mehr als ihre Kollegen ohne Studienabschluss (40.600).
  • Verantwortung: FĂŒhrungsverantwortung wird mit einem Mediangehalt von 86.300 Euro honoriert, fast doppelt so viel wie BeschĂ€ftigte ohne.
  • Erfahrung: Bei Berufseinsteigern liegt das Medianeinkommen bei 33.800 Euro. Nach 11 Jahren Berufserfahrung liegt es bereits bei 52.000 Euro.
  • UnternehmensgrĂ¶ĂŸe: Unternehmen mit mehr als 5.000 Mitarbeitern zahlen ein Mediangehalt von 59.280 Euro, wĂ€hrend kleine Betriebe mit weniger als 50 Mitarbeitern 37.440 Euro zahlen.

Prognose: Gehaltssteigerungen von 4,7 Prozent

Die Plattformen wagen auch eine Prognose fĂŒr das laufende Jahr. Sie rechnen mit einer deutlichen Steigerung der GehĂ€lter im Jahr 2022. In den zehn Jahren vor Corona, also zwischen 2010 und 2019, hat es eine durchschnittliche Steigerung von 2,4 Prozent gegeben. "Wir gehen davon aus, dass die GehĂ€lter in diesem Jahr um 3 bis 4,7 Prozent steigen werden", so Nagel.

DafĂŒr sehen sie verschiedene GrĂŒnde. Zum einen gebe es aktuell einen Job-Boom. Hinzu komme die geplante Anhebung des Mindestlohns, die sich auch auf andere Löhne auswirken werde. Auch der Mangel an FachkrĂ€ften in verschiedenen Branchen veranlasse Unternehmen dazu, höhere GehĂ€lter zu zahlen.

Das klingt zunÀchst gut, ein Blick auf die hohe Inflationsrate zeigt aber auch: Ein solcher Anstieg ist nötig. Die Bundesregierung rechnet mit einem Anstieg der Verbraucherpreise um 3,3 Prozent im laufenden Jahr.

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