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DAK-Gesundheitsreport 2014: So oft sind die Deutschen krankgemeldet


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Wo die Deutschen häufig krank sind

Von t-online, dpa-afx
Aktualisiert am 14.02.2014Lesedauer: 3 Min.
Der DAK-Gesundheitsreport 2014 zeigt die Krankenstände in Deutschland 2013, gemessen am Anteil der Krankmeldungen an den Beschäftigen
Der DAK-Gesundheitsreport 2014 zeigt die Krankenstände in Deutschland 2013, gemessen am Anteil der Krankmeldungen an den Beschäftigen (Quelle: DAK-Gesundheitsreport 2014)
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Die Deutschen melden sich wieder öfter krank: Der Krankenstand ist im Jahr 2013 bundesweit um 0,2 Prozentpunkte auf 4,0 Prozent geklettert. Das ist das Ergebnis des aktuellen Gesundheitsreports der DAK. An jedem Tag des Jahres 2013 haben sich demnach vier von 100 Beschäftigten in der Bundesrepublik krankgemeldet. Im Osten ist der Krankenstand laut dem Bericht deutlich höher als im Westen.

Brandenburg führt Statistik an

Der Krankenstand misst den Anteil der arbeitsunfähig erkrankten Beschäftigten an allen Erwerbstätigen. Der Wert für 2013 ergibt sich aus den je 100 Versicherte angefallenen rund 1456 Arbeitsunfähigkeitstagen auf die 365 Kalendertage des Jahres.

Brandenburg liegt mit einem Krankenstand von fünf Prozent im vergangenen Jahr an der bundesweiten Spitze, den niedrigsten Krankenstand in den fünf östlichen Bundesländern weist mit 4,4 Prozent Sachsen auf.

Im Süden der Republik ist es offenbar um die Gesundheit der Beschäftigten am besten bestellt: Baden-Württemberg verzeichnete 2013 das niedrigste Krankenstands-Niveau (3,3 Prozent), gefolgt von Bayern (3,4 Prozent). Den Spitzenreiter der alten Bundesländer bildet das Saarland mit einem Krankenstand von 4,5 Prozent.

Höhere Werte im Osten oft branchenbedingt

Die höheren Werte im Osten werden durch eine ungünstigere Versicherten- sowie Wirtschaftsstruktur beeinflusst, schreiben die Studienautoren. Viele Versicherte dort seien in Branchen mit einem allgemein höheren Krankenstand beschäftigt.

Dem Report zufolge fehlte mehr als die Hälfte der in Arbeit stehenden Versicherten (50,6 Prozent) im Jahr 2013 mindestens ein Mal wegen einer Erkrankung im Job. Die Arbeitsunfähigkeit dauerte im Schnitt zwölf Tage.

Junge Mitarbeiter häufiger krank

Ein weiteres Ergebnis der Analyse: Jüngere Mitarbeiter erkrankten in der Regel häufiger, fielen allerdings meist nur wenige Tage aus. Eine durchschnittliche Erkrankung eines 15- bis 19-Jährigen dauerte etwa 5,2 Tage, die eines 55- bis 59-Jährigen hingegen 17,1 Tage.

Grund dafür sei das größere Unfall- und Verletzungsrisiko jüngerer Beschäftigter in der Freizeit - beispielsweise beim Sport, heißt es in dem Bericht. Jüngere Angestellte blieben zudem häufiger aufgrund einer eher geringfügigen Krankheit zu Hause, zum Beispiel wegen eines Atemwegsinfekts.

Frauen liegen beim Krankenstand vor Männern

Frauen haben sich 2013 laut DAK öfter krankgemeldet als Männer: Ihr Krankenstand liegt mit im Schnitt 4,3 Prozent höher als der der Männer (3,7 Prozent). Hintergrund dieser Zahlen sei, dass Frauen überdurchschnittlich viel in Berufsgruppen mit hohen Krankenständen arbeiteten, betonten die Experten.

Bei der Gesamtdauer der Ausfälle liegen jedoch die Männer vorn - mit durchschnittlich 12,1 Fehltagen. Frauen kamen lediglich auf zwölf Tage.

Die wichtigsten Krankheiten

Vor allem Muskel-Skelett-Erkrankungen - häufig Rückenerkrankungen - hielten versicherte Berufstätige 2013 von der Arbeit fern (21,5 Prozent), auf den Plätzen zwei und drei der häufigsten Gründe für die Arbeitsunfähigkeit folgen Erkrankungen des Atmungssystems (17,3 Prozent) und psychische Probleme (14,6 Prozent).

Dem Report gemäß stand ausgerechnet das Gesundheitswesen mit einem Krankenstand von 4,6 Prozent an der Spitze aller Branchen. Knapp dahinter (4,5 Prozent) lagen die öffentliche Verwaltung und der Sektor "Verkehr, Lagerei und Kurierdienste".

Krankenstände in Deutschland 2013

Bundesland Krankenstand in Prozent
Baden-Württemberg 3,3
Bayern 3,4
Berlin 4,3
Brandenburg 5,0
Bremen 4,1
Hamburg 3,7
Hessen 4,2
Mecklenburg-Vorpommern 4,9
Niedersachsen 3,9
Nordrhein-Westfalen 3,9
Rheinland-Pfalz 4,3
Saarland 4,5
Sachsen 4,4
Sachsen-Anhalt 4,9
Schleswig-Holstein 3,9
Thüringen 4,8

Quelle: DAK-Gesundheitsreport 2014

Bankenangestellte fehlen seltener

Beschäftigte bei Banken und Versicherungen reichten nach den Angaben deutlich seltener eine Krankmeldung ein (3,3 Prozent), unterdurchschnittliche Krankenstände ermittelte die DAK auch für die Branchen "Rechtsberatung und andere Unternehmensdienstleistungen" sowie "Bildung, Kultur, Medien" (3,2 beziehungsweise 3,1 Prozent).

Das hohe Krankenstandsniveau im Gesundheitswese sei großteils auf die stark belastenden Arbeitsbedingungen in der Branche zurückzuführen, erklärten die Experten. Der ebenfalls starke Krankenstand in den öffentlichen Verwaltungen sei zum Teil mit einem höheren Anteil an Schwerbehinderten im öffentlichen Sektor zu erklären.

Der DAK-"Gesundheitsreport 2014" berücksichtigt alle Personen, die 2013 erwerbstätig und mindestens einen Tag lang Mitglied der DAK-Gesundheit waren sowie im Rahmen ihrer Mitgliedschaft einen Anspruch auf Krankengeldleistungen der DAK-Gesundheit hatten.

Daten von 2,7 Millionen Versicherten ausgewertet

Für die Analyse wurden auf Basis der ärztlichen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen die Daten von 2,7 Millionen erwerbstätigen DAK-Versicherten analysiert, die sich zu 58 Prozent aus Frauen und zu 42 Prozent aus Männern zusammensetzen.

Fehlzeiten im Zusammenhang mit Schwangerschaften und Kuren wurden nicht einbezogen. Zudem befragte die Krankenkasse mehr als 3000 Männer und Frauen von 25 bis 40 Jahren repräsentativ.

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