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Neue Lieferverträge wegen Corona-Krise: Milch, Quark und Sahne werden teurer

Neue Lieferverträge  

Milch, Quark und Sahne werden teurer

04.05.2020, 18:20 Uhr | dpa

Neue Lieferverträge wegen Corona-Krise: Milch, Quark und Sahne werden teurer. Milchpackungen in einem Supermarkt: Die Preise für Milch und andere Produkte steigen. (Quelle: imago images/Martin Wagner)

Milchpackungen in einem Supermarkt: Die Preise für Milch und andere Produkte steigen. (Quelle: Martin Wagner/imago images)

Lange hatten Bauern für bessere Preise demonstriert. Jetzt kosten Milchprodukte einige Cents mehr. Doch den Landwirten bringt das wenig. Schuld daran ist auch die Corona-Krise.

Aldi hat den Preis für Milch um sechs Cent je Liter angehoben. Demnach kostet Milch mit 1,5 Prozent Fett jetzt 71 Cent je Liter und mit 3,5 Prozent Fett 79 Cent je Liter, wie Aldi Nord und Aldi Süd am Montag auf Anfrage mitteilten. 

Das entspricht einem Plus von 9,2 und 8,2 Prozent. Auch bei Speisequark stiegen die Preise demnach um sechs beziehungsweise fünf Cent je Packung und nach Fettkategorie.

Nach Angaben von Aldi Nord wurden darüber hinaus auch die Preise einiger weiterer Milchprodukte zum 2. Mai angepasst, darunter Kaffeesahne und Kondensmilch, Crème fraîche und Saure Sahne. Aldi Süd wollte sich zu weiteren möglichen Preisanhebungen neben Milch und Quark nicht äußern. Erfahrungsgemäß gehen die beiden selbstständigen Schwesterunternehmen bei solchen Preisveränderung gemeinsam vor.

Erfolg der Bauernproteste

Zum 1. Mai treten üblicherweise neue halbjährliche Lieferverträge der Molkereien mit den einzelnen Lebensmittelhändlern für Milch und auch weitere Milchprodukte in Kraft. An den Preisen von Aldi orientieren sich erfahrungsgemäß Supermarktketten in ihrer untersten Preislage. Für Butter gelten häufig nur monatliche Lieferverträge. Auch bei Käse ist die Dauer der Lieferverträge deutlich kürzer als bei Milch.

Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter sieht die Preiserhöhung bei Milch durch Aldi als einen Erfolg der Bauernproteste in den vergangenen Monaten. Dagegen gebe es aber einen sinkenden Preistrend bei Butter, sagte Verbandssprecher Hans Foldenauer der dpa. Das wiege schwerer als der gestiegene Milchpreis.

Die Trinkmilch stehe nur für elf Prozent der Verarbeitungsmenge. Für die Milchbauern spitze sich die Situation zu – auch weil der Gastronomieabsatz durch die Corona-Krise weggefallen sei.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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