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Aktien New York Schluss: Dow reduziert Minus - Tech-Ausverkauf hÀlt an

Von dpa-afx
25.01.2022Lesedauer: 3 Min.
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NEW YORK (dpa-AFX) - Auch am Dienstag ist der Handel an den US-Börsen von nervösen Schwankungen geprĂ€gt gewesen. Wie schon am Vortag startete der Handel mit einer Flucht der Anleger aus dem Risiko. Einen frĂŒhen Abschlag von mehr als zwei Prozent holte der Dow Jones Industrial gestĂŒtzt auf gut aufgenommene Quartalszahlen einiger Indexmitglieder zeitweise wieder auf. Zum Schluss allerdings stand mit 34 297,73 Punkten wieder ein dĂŒnnes Minus von 0,19 Prozent auf der Kurstafel.

Am breiten Markt und unter den Technologiewerten machte sich die seit Tagen schon spĂŒrbare NervositĂ€t der Anleger vor dem am Mittwoch erwarteten Zinsentscheid der US-Notenbank Fed weiter stark bemerkbar. Der marktbreite S&P 500 verlor 1,22 Prozent auf 4356,45 ZĂ€hler. Angeschlagen bleibt aber vor allem der technologielastige Nasdaq 100 , der um 2,48 Prozent auf 14 149,12 ZĂ€hler absackte.

Börsianern zufolge ist es die große Frage, wie die Notenbank Fed kĂŒnftig den Spagat schafft, die hohe Inflation zu bekĂ€mpfen und gleichzeitig die FinanzmĂ€rkte vor einer Schieflage zu bewahren. Die Strategen von Goldman Sachs warnen inzwischen vor der Gefahr eines zinsbedingten Wachstumsschocks. Besonders fĂŒr stĂ€rker verschuldete Unternehmen aus der Technologiebranche wird die Perspektive anziehender Zinsen schon lĂ€nger als Problem angesehen.

Im Dow ging es an der Indexspitze fĂŒr die Titel von American Express um fast neun Prozent nach oben. Der Kreditkartenkonzern ĂŒberzeugte im vierten Quartal mit einem krĂ€ftigem Umsatz- und Gewinnsprung, der laut den Experten von Evercore ISI die Erwartungen ĂŒbertraf.

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Aber auch die Papiere von IBM schlossen nach guten Zahlen komfortabel mit 5,7 Prozent in der Gewinnzone. Dem IT-Konzern hatte eine starke Nachfrage nach Cloud-Software und IT-Services das grĂ¶ĂŸte Umsatzplus seit Jahren beschert. Analyst Mirko Maier von der LBBW sah die Zahlen auch hier ĂŒber den Erwartungen.

Überzeugendes hatte auch der KonsumgĂŒter- und Pharmakonzern Johnson & Johnson mit einem Umsatz- und Gewinnsprung im vergangenen Jahr zu berichten. Analyst Matt Miksic von Credit Suisse lobte hier aber vor allem den Ausblick auf das Jahr 2022, der ĂŒber den Erwartungen liege. Die Titel gewannen 2,9 Prozent.

Gefragt waren auch Ölwerte im Schlepptau wieder anziehender Ölpreise. Chevron mischten sich im Dow mit einem Anstieg um 4,3 Prozent unter die grĂ¶ĂŸten Gewinner. Rohstoffanalyst Carsten Fritsch von der Commerzbank wertete eine Korrektur, die am Vortag stattfand, nicht als Zeichen einer Trendwende.

An der erneut abrutschenden Nasdaq-Börse bleiben die Netflix -Aktien ein Sinnbild fĂŒr die jĂŒngste SchwĂ€che der dort konzentrierten Technologiewerte. Am Dienstag sackten sie um 5,4 Prozent auf gut 366 Dollar ab, blieben damit aber innerhalb der ausgeprĂ€gten Schwankungsspanne vom Vortag. Da waren sie erstmals seit der FrĂŒhphase der Corona-Pandemie wieder nahe der Marke von 350 Dollar gehandelt worden.

Die Aktien von Nvidia prĂ€gten derweil mit einem Abschlag von 4,5 Prozent das Bild im weiterhin schwachen Chipsektor. Der Grafikkarten-Spezialist rechnet Insidern zufolge wegen zu hoher regulatorischer HĂŒrden nicht mehr mit der Übernahme des Chip-Designers Arm. Analyst Stacy Rasgon von Bernstein Research betonte, das GeschĂ€ft wĂ€re ein tolle Sache gewesen.

Am breiten Markt gerieten die Papiere des Mischkonzerns General Electric deutlich mit sechs Prozent unter Druck. Die Zahlen vergraulten einmal mehr die Anleger, der Kurs nĂ€herte sich dem Zwischentief vor Weihnachten. Eine enttĂ€uschende Umsatzentwicklung wurde am Markt als RĂŒckschlag gewertet, was die Neuausrichtung unter Konzernchef Larry Culp betrifft.

Der Euro erholte sich von einem zwischenzeitlichen Tief seit der Vorweihnachtszeit. Zuletzt wurde er mit 1,1304 Dollar wieder knapp ĂŒber der Marke von 1,13 Dollar gehandelt. Die EuropĂ€ische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1268 (Montag: 1,1304) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8875 (0,8846) Euro.

Im Umfeld der schwankenden FinanzmĂ€rkte konnten US-Staatsanleihen keine weiteren Gewinne mehr einfahren. Der Terminkontrakt fĂŒr zehnjĂ€hrige Treasuries (T-Note-Future) fiel zuletzt um 0,30 Prozent auf 128,14 Punkte. Die Rendite fĂŒr zehnjĂ€hrige Staatspapiere stieg im Gegenzug auf 1,78 Prozent./tih/he
--- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---

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