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Copy Trading: So lernen Sie spielerisch, mit Geld umzugehen


Musterdepot bis Copy Trading
So lernen Sie spielerisch, mit Geld umzugehen

MeinungEine Kolumne von Daniel Saurenz

14.09.2023Lesedauer: 4 Min.
Meinung
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Die subjektive Sicht des Autors auf das Thema. Niemand muss diese Meinung übernehmen, aber sie kann zum Nachdenken anregen.

Was Meinungen von Nachrichten unterscheidet.
Gemeinsam voneinander lernenVergrößern des Bildes
Am liebsten unter Freunden (Symbolbild): Es ist leichter, von Freunden und Bekannten zu lernen und mit ihnen Börsenwissen zu teilen. (Quelle: Jacob Ammentorp Lund)

Über Geld spricht man in den USA, aber nicht in Deutschland. Das muss nicht sein, denn Geldanlage kann gemeinsam viel mehr Spaß machen als alleine und im Verborgenen.

Stellen Sie sich vor, Sie möchten einmal einen Porsche oder Ferrari fahren – und zwar in der Realität und nicht nur virtuell auf einer Playstation 5. Der Weg zum Händler ist umständlich, aber vor allem wird Ihnen nicht einfach so und ohne Kosten ein Sportwagen vor die Tür gestellt.

An der Börse gibt es dagegen vielfältige Möglichkeiten, sich unter realen Bedingungen, aber ohne realen Verlust oder Gewinn auszuprobieren, wochenlang zu handeln, und zwar offensiv oder defensiv, ganz wie man es bevorzugt. Das kann Spaß und vor allem auch Erfahrung bringen und mit Finanzprodukten vertraut machen. Denn wer sich wochenlang zwischen Dax, Euro-Dollar, Apple und Allianz bewegt und dies sogar mit Hebel versucht hat, lernt Risiken und Chancen einzuschätzen.

Börsenspiel Trader 2023 als Institution

Ähnlich wie früher beim Börsenspiel der Sparkassen kommt man auf jeden Fall mit Aktien, Zertifikaten, Hebelprodukten oder Indexpapieren in Kontakt. Dies ist schon deshalb positiv zu werten, weil deutsche Anleger sicherlich kein Problem mit zu viel Fachwissen zu Finanzprodukten haben – im Gegenteil.

Die Société Générale bietet seit Jahren das Börsenspiel "Trader", das Jahr für Jahr Tausende Mitspieler anlockt. Den Gesamtsieg fuhren in der Vergangenheit schon völlige Neulinge ein oder auch Finanzmathematiker, die sich eine Strategie genau ausrechnen konnten. Ziel des Spiels ist es wie immer, nach vielen Wochen des Börsenhandels der Beste zu sein.

Gehandelt werden Produkte, die jeder auch bei seinem Broker traden kann und die den Anlegern in der realen Welt zur Verfügung stehen. Dies können Hebelpapiere sein – jedoch nur bis zur maximalen Gewichtung von 20 Prozent – und selbstredend ganz normale Anlagezertifikate auf Apple, Nvidia, Allianz, Nasdaq, Dax und alles, was das Sortiment der Société Générale so hergibt. Unseren Gast-Account finden Sie unter dem Namen TOnlineDS23 und ein Fazit zu dem, was und warum wir handeln, regelmäßig in unserem Börsendienst, den Sie hier übrigens kostenfrei testen können.

Klar ist natürlich, dass man für den Gesamtsieg bei einer derart großen Teilnehmerzahl stattliche Chancen und damit auch Risiken eingehen muss. Aber dies ist an der Börse generell eine Binse – je höher die Chance, desto höher auch das Risiko.

Daniel Saurenz von Feingold Research begleitet Sie als Experte durch das Börsengeschehen.
Daniel Saurenz von Feingold Research begleitet Sie als Experte durch das Börsengeschehen. (Quelle: Goldlicht Fotografie)

Der Aktienprofi

Daniel Saurenz ist Finanzjournalist, Börsianer aus Leidenschaft und Gründer von Feingold Research. Mit seinem Team hat er insgesamt mehr als 150 Jahre Börsenerfahrung und bündelt Börsenpsychologie, technische Analyse, Produkt- und Marktexpertise. Bei t-online schreibt er über Investments und die Lage an den Märkten, immer unter dem Fokus des Chance-Risiko-Verhältnisses für Anleger. Sie erreichen Daniel auf seinem Portal www.feingoldresearch.de.

Gemeinsam lernen und mit anderen Börsenwissen teilen

Dies gilt auch für Social Trading oder Copy Trading. Denn ein Börsenspiel ist nicht die einzige Variante, wie man in Sachen Geldanlage interagieren kann. Auch Social Trading ist eine Möglichkeit, um in den Börsenhandel einzusteigen und sich dabei an Freunde, Bekannte oder Menschen dranzuhängen, denen man vertraut und auf deren Fähigkeiten man zählt.

Das Prinzip ist einfach und basiert auf dem Erfolg großer Social-Media-Plattformen wie Facebook. Erfahrene Privatanleger, Vermögensverwalter und Börsenmedien stellen als Signalgeber auf Social-Trading-Plattformen ihre Depots zur Verfügung. Strategie, Risikokennzahlen, Performance und Transaktionen sind für Anleger einsehbar.

Unterstützt durch entsprechende Tools können Follower die Strategie der Signalgeber verfolgen und automatisch kopieren. Das Risiko, schmerzhafte Verluste zu erleiden, wird so reduziert. Unerfahrene Anleger treffen bessere Anlageentscheidungen und erwerben im Laufe der Zeit ein breiteres Know-how.

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Chancen und Risiken abwägen

Auch wenn das Konzept erfolgversprechend ist, lauern in der Praxis einige Fallstricke. Gerade die eigene Gier gilt es im Griff zu behalten. Signalgeber mit hohen Gewinnen erfreuen sich auf Social-Trading-Plattformen meist großer Beliebtheit. Mitunter wird dies aber mit hohen Risiken erkauft. Entwickeln sich die Märkte anders als vom "Experten" erwartet, drohen nicht selten kräftige Verluste. Follower oder "Kopierer" sollten daher immer die Strategie und besonders die ausgewiesenen Risikokennzahlen im Blick behalten.

Eine lange Historie, die auch Auf- und Abwärtsphasen am Gesamtmarkt umfasst, liefert wertvolle Orientierung. Privatanleger dürfen sich somit auch beim Social Trading nicht zurücklehnen und blind auf den "Profi" vertrauen. Vielmehr muss regelmäßig überprüft werden, ob die Strategie auch in der aktuellen Marktphase noch funktioniert.

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Aktien- und Devisenhandel auf Social-Trading-Plattformen

Eine möglichst große Auswahl passender Handelssysteme ist daher entscheidend für den Erfolg. Handelsplattformen wie Etoro zählen aufgrund ihrer Größe zu den Favoriten im deutschsprachigen Raum. Das Netzwerk hat viele Millionen Nutzer in mehr als 140 Ländern. Um den Überblick nicht zu verlieren, lassen sich die verschiedenen Strategien über Tools miteinander vergleichen.

Vor allem im Bereich von Euro, Dollar, Pfund oder Yen ist der Broker Robomarkets sehr stark. Auch dort folgen Investoren, die sich nicht selbst mehrere Stunden am Tag mit Kursentwicklungen auseinandersetzen wollen, professionellen Signalgebern, deren Strategien bisher erfolgreich waren.

Es gilt aber auch hier der alte Spruch aus dem BWL-Studium, wonach der Kaufmann für das Gewesene nichts gibt. Ein Risiko, ob die Engagements der Signalgeber auch in Zukunft zünden, besteht daher immer. Im Idealfall folgt man jedoch einem Akteur, der sein Handwerk versteht und dann macht Geldanlage im Teamwork durchaus Spaß. Das Feld ist von Börsenspiel über Musterdepots bis hin zum Copy Trading breit bespielbar.

Transparenzhinweis
  • Der Artikel stellt keine Kauf- oder Anlageberatung dar. Auf Finanzanalysen von Dritten hat die t-online-Redaktion keinen Einfluss.
Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
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