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Hebesatz bei Grundsteuer: Berechnung, Höhe, Bedeutung


Dieser Faktor entscheidet über die Höhe Ihrer Grundsteuer

  • Christine Holthoff
Von Christine Holthoff

Aktualisiert am 09.08.2022Lesedauer: 3 Min.
Qualitativ geprüfter Inhalt
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Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Einfamilienhäuser (Symbolbild): Besitzer eines Eigenheims müssen dem Finanzamt 2022 Angaben für die Grundsteuerreform liefern.
Einfamilienhäuser (Symbolbild): Besitzer eines Eigenheims müssen dem Finanzamt 2022 Angaben für die Grundsteuerreform liefern. (Quelle: Silas Stein/dpa-tmn)
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Jedes Jahr zahlen Eigentümer Grundsteuer. Wie teuer es wird, liegt vor allem an den Kommunen. Sie haben das letzte Wort beim Hebesatz.

Das Wichtigste im Überblick


  • Was ist der Hebesatz bei der Grundsteuer?
  • Wie wird die Grundsteuer mit dem Hebesatz berechnet?
  • Wie hoch ist der Grundsteuer-Hebesatz?

Wer ein Haus, eine Wohnung oder ein unbebautes Grundstück besitzt, muss in diesem Jahr liefern. Wegen der Grundsteuerreform verlangen die Finanzämter diverse Daten von Eigentümern. Anschließend kann die Steuer neu berechnet werden.

Ein entscheidender Faktor in der Gleichung ist der sogenannte Hebesatz. Er bestimmt maßgeblich, wie hoch die Grundsteuer am Ende ausfällt. Wir erklären, was der Hebesatz genau ist und wie Sie mit seiner Hilfe die Grundsteuer berechnen.

Was ist der Hebesatz bei der Grundsteuer?

Der Hebesatz ist ein Faktor, mit dem die Kommunen die jährlich anfallende Grundsteuer berechnen. Dabei haben Sie einen Spielraum, was die Höhe des Hebesatzes angeht – und entscheiden so letztlich, wie hoch die Grundsteuer ausfällt.

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Vor allem verschuldete Städte verlangen hohe Hebesätze, um Geld in die Kassen zu bekommen. Andere Kommunen lassen ihn hingegen niedrig, um attraktiv für neue Einwohner zu sein. Die Unterschiede sind deshalb immens: Der Grundsteuer-Hebesatz kann zwischen 0 und 1.050 Prozent liegen.

Es gibt drei Arten von Hebesätzen, je nachdem, wie die Fläche genutzt wird:

  • Grundsteuer-Hebesatz A für land- und forstwirtschaftliche Flächen
  • Grundsteuer-Hebesatz B für sonstige Grundstücke, etwa von Hausbesitzern
  • Grundsteuer-Hebesatz für die Gewerbesteuer

Die Gemeinden legen den Hebesatz jeweils für ein Kalenderjahr fest (§ 25 Grundsteuergesetz).

Wie wird die Grundsteuer mit dem Hebesatz berechnet?

Die Grundsteuer B berechnen Sie derzeit noch, indem Sie den Hebesatz mit dem Einheitswert und der Grundsteuermesszahl multiplizieren. Die Formel dafür lautet also:

Grundsteuer = Hebesatz x Einheitswert x Grundsteuermesszahl

Der Einheitswert wird von den Finanzämtern für jedes Grundstück festgelegt und ist unter anderem abhängig von der Grundstücksart und bei bebauten Grundstücken dem Baujahr eines Hauses. Er liegt erheblich unter dem Verkehrswert und lässt sich nicht aus ihm berechnen. Mehr zum Einheitswert lesen Sie hier.

Achtung: Ab 2025 wird der Einheitswert durch den Grundsteuerwert ersetzt. Dafür reichen Millionen Bundesbürger im Jahr 2022 eine zusätzliche Grundsteuererklärung ein. Bis dahin berechnet sich die Grundsteuer aber noch nach dem alten Modell.

Die Steuermesszahl ist gesetzlich festgeschrieben. Sie unterscheidet sich je nach Grundstücksart und Bundesland. Im Westen beträgt sie zwischen 0,26 Prozent und 0,6 Prozent des Einheitswerts und im Osten zwischen 0,5 und 1 Prozent des Einheitswerts. Mit der Grundsteuerreform sollen die Steuermesszahlen auf ein Zehntel ihres bisherigen Wertes abgesenkt werden.

Wie hoch ist der Grundsteuer-Hebesatz?

Über die Höhe des Hebesatzes entscheidet jede Kommune selbst. Er kann von 0 bis 1.050 Prozent reichen. Laut einer Studie des Wirtschaftsprüfungsunternehmens Ernst & Young lag er 2020 bei durchschnittlich 384 Prozent.

Die folgende Tabelle zeigt die durchschnittlichen Hebesätze für alle Bundesländer:

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Der Hebesatz hat einen erheblichen Einfluss auf die Höhe der Grundsteuer. Eine Beispielrechnung macht es deutlich:

Nehmen wir an, Sie besitzen ein Einfamilienhaus mit dem Einheitswert 20.000 Euro in Berlin. Die Grundsteuermesszahl beträgt in diesem Fall 0,26 Prozent (mehr dazu lesen Sie hier), der Hebesatz 810 Prozent. Daraus ergibt sich eine jährliche Grundsteuer von 421,20 Euro.

Gehört Ihnen hingegen ein Haus mit dem gleichen Einheitswert in Hamburg, müssen Sie deutlich weniger Grundsteuer zahlen. Denn dank des niedrigeren Hebesatzes von 540 Prozent beträgt sie dort 280,80 Euro im Jahr.

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Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
  • drklein.de: "Grundsteuer-Hebesatz: Berechnung, Höhe, Bedeutung"
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