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Steuererkl√§rung f√ľr Rentner: So mindern Sie die Steuerlast

dpa, Elena Burbach

Aktualisiert am 22.04.2020Lesedauer: 3 Min.
Steuererklärung: Rentenerhöhungen können dazu beitragen, dass Ruheständler, die bislang nicht steuerpflichtig waren, im Laufe ihrer Rente in die Steuerpflicht geraten.
Steuererklärung: Rentenerhöhungen können dazu beitragen, dass Ruheständler, die bislang nicht steuerpflichtig waren, im Laufe ihrer Rente in die Steuerpflicht geraten. (Quelle: Silvia Marks/dpa-tmn)
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Nicht nur viele Neurentner sind steuerpflichtig. Auch bei Altrentnern kann sich das ändern. Doch wer eine Steuererklärung abgeben muss, muss nicht zwangsläufig auch Steuern zahlen.

W√§hrend sich die meisten Ruhest√§ndler √ľber eine Rentenerh√∂hung freuen, rutschen andere dadurch unter Umst√§nden in die Steuerpflicht. Das hei√üt aber nicht zwingend, dass auch Abgaben f√§llig werden. Isabel Klocke vom Bund der Steuerzahler r√§t steuerpflichtigen Ruhest√§ndlern, unbedingt haushaltnahe Dienstleistungen geltend zu machen. Das kann die Steuerlast deutlich mindern.

Wann ist man als Rentner √ľberhaupt in der Steuerpflicht?

Wer im Jahr 2019 steuerpflichtige Eink√ľnfte √ľber dem festgelegten Grundfreibetrag bezogen hat, muss bis zum 31. Juli dieses Jahres eine Einkommensteuererkl√§rung abgeben. Der allgemeine Grundfreibetrag f√ľr Rentner √§ndert sich jedoch jedes Jahr. F√ľr das Veranlagungsjahr 2019 liegt er laut Bundesfinanzministerium bei 9.168 Euro beziehungsweise 18.336 Euro f√ľr Ehepaare.

Teil der Rente ist steuerfrei

Die Rente ist aber nicht voll steuerpflichtig. Der steuerfreie Teil richtet sich dabei nach dem Zeitpunkt des Renteneintritts und sinkt von Jahrgang zu Jahrgang. Neurentner, die seit 2019 Rente beziehen, verf√ľgen nach Angaben des Bundesfinanzministeriums noch √ľber einen Rentenfreibetrag von 22 Prozent ihres ersten Rentenbezugs. Wer 2020 in Rente geht, dem steht ein Freibetrag von 20 Prozent der ersten Jahresrente zu.

Dieser fixe Rentenfreibetrag gilt grunds√§tzlich f√ľr die gesamte Laufzeit des Rentenbezugs und wird j√§hrlich vom steuerpflichtigen Teil der Rente abgezogen, erkl√§rt Klocke. Liegt der steuerpflichtige Anteil √ľber dem Grundfreibetrag, hei√üt das aber nicht, dass auch Steuern f√§llig sind. Denn Rentner k√∂nnen gewisse Ausgaben steuermindernd geltend machen.

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Sonderausgaben können Steuerlast senken

Darunter zum Beispiel Sonderausgaben wie Basisbeitr√§ge f√ľr die Pflege- und Krankenversicherungen oder private Ausgaben wie Spenden, erkl√§rt Steuerexpertin Aenne Riesenberg von der Stiftung Warentest. Zus√§tzlich wird Rentnern automatisch eine Werbungskostenpauschale von 102 Euro im Jahr abgezogen. "Hat jemand eine Rentenberatung in Anspruch genommen, k√∂nnen auch diese zus√§tzlichen Kosten als Werbungskosten abgesetzt werden", sagt Riesenberg.

Auch au√üergew√∂hnliche Belastungen wie durch Krankheit k√∂nnen die Steuern senken. "Vielen steht vielleicht auch ein Behindertenpauschbetrag zu, weil sie etwa in ihrer k√∂rperlichen Beweglichkeit eingeschr√§nkt sind", sagt die Expertin. Den Grad der Behinderung k√∂nnen sie bei der Kommune feststellen lassen. Ab einem Grad von 25 ber√ľcksichtigt das Finanzamt zwischen 310 Euro bis 3.700 Euro Behindertenpauschbetrag.

Haushaltsnahe Aufwendungen geltend machen

Klocke empfiehlt vor allem auf haushaltsnahe Aufwendungen zu achten. Darunter fallen Handwerkerleistungen, Schornsteinfegerleistungen, aber auch Hausmeister- oder Winterdienste an. Dabei sei es egal, ob man Mieter, Pflegeheimbewohner oder Eigent√ľmer ist. Mieter sollten sich am besten die Nebenkostenrechnung genau anschauen. "Der Vermieter schl√ľsselt dort genau auf, worauf die Nebenkosten anfallen", sagt Klocke. F√ľr Senioren, die in Mietwohnungen leben, sei das meist ein guter Posten, um Steuern zu sparen.

Liegen die steuerpflichtigen Eink√ľnfte nach Abzug unter dem Grundfreibetrag, f√§llt in der Regel keine Einkommenssteuer an. Folglich sind alle weiteren Rentenerh√∂hungen, die diesen Betrag √ľberschreiten, immer steuerpflichtig, erkl√§rt Klocke.

Rentenerh√∂hungen k√∂nnen also dazu beitragen, dass Ruhest√§ndler, die bislang nicht steuerpflichtig waren, im Laufe ihrer Rente in die Steuerpflicht geraten. "Gerade wenn man schon l√§nger Rentner ist und einige Rentenerh√∂hungen erhalten hat, sollte man √ľberpr√ľfen, ob man in die Steuerpflicht hineingewachsen ist", sagt Klocke.

Vorsicht bei Rentenanpassungen

Das gilt vor allem f√ľr au√üerordentliche Rentenanpassungen. "Wer zum Beispiel die sogenannte M√ľtterrente bekommt, hat oft einen ordentlichen Einnahmesprung gemacht", so Klocke. Damit steigere sich das Einkommen, das in den steuerpflichtigen Anteil mit eingerechnet wird.

Auch Personen, die eine Witwen- oder Witwerrente erhalten, rutschen gegebenenfalls in die Erkl√§rungspflicht. Denn im zweiten Todesfolgejahr wird dem Hinterbliebenen das Ehegattensplitting entzogen. Der Freibetrag orientiert sich dann an dem von Singles. Das bedeutet f√ľr viele die Steuerpflicht.

Auch zus√§tzliche Eink√ľnfte aus Mieteinnahmen, Verpachtung oder Arbeitslohn sind steuerpflichtig. Wer jedoch am 1. Januar 2019 mindestens 64 Jahre alt war, erh√§lt daf√ľr √ľber die Steuererkl√§rung f√ľr 2019 einen sogenannten Altersentlastungsbetrag. Die H√∂he des Betrags h√§ngt ebenfalls vom Geburtsjahr ab und wird vom Finanzamt automatisch abgezogen.

Mit der Riester-Rente profitieren

Auch wer eine Riester-Rente bezieht, profitiert davon. Denn: "Der Altersentlastungsbetrag wirkt sich bis zum jeweiligen Höchstbetrag genauso auf voll steuerpflichtige Renten aus. Das können auch Betriebsrenten sein, deren Beiträge bei Einzahlung steuerfrei waren", sagt Riesenberg.

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"Wurden Sie zum Beispiel 1954 geboren, beträgt der Altersentlastungsbetrag 17,6 Prozent, maximal 836 Euro. Wurden sie bis 1. Januar 1941 geboren, sind es sogar 40 Prozent, maximal 1.900 Euro", erklärt die Steuerexpertin.

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