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Evangelische Kirche will weniger Kirchensteuer – nicht nur für Berufseinsteiger

Für Berufseinsteiger  

Evangelische Kirche will weniger Kirchensteuer

03.08.2020, 11:08 Uhr | AFP, dpa

Evangelische Kirche will weniger Kirchensteuer – nicht nur für Berufseinsteiger. Heinrich Bedford-Strohm, Vorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland: Er plädiert für eine Absenkung der Kirchensteuer. (Quelle: imago images/Lindenthaler)

Heinrich Bedford-Strohm, Vorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland: Er plädiert für eine Absenkung der Kirchensteuer. (Quelle: Lindenthaler/imago images)

Die Evangelische Kirche erwägt, die Kirchensteuer von derzeit acht oder neun Prozent abzusenken – für Berufseinsteiger. Doch auch für andere Gruppen könnte künftig ein geringerer Steuersatz anfallen.

Der Vorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, denkt über eine Absenkung der Kirchensteuer für bestimmte Gruppen nach. "Wir diskutieren darüber, ob es vernünftig ist, für die Gruppe der Berufseinsteiger mit der Kirchensteuer eventuell noch zu warten oder sie zu reduzieren", sagte er der Zeitung "Welt".

Auch werde darüber diskutiert, "generell flexibler zu sein, bei der Kirchensteuer Rücksicht auf bestimmte Lebenssituationen zu nehmen, die das Kirchenrecht bisher nicht vorsieht, die menschlich aber nachvollziehbar sind".

Kirchen erwarten Rückgang der Steuereinnahmen

Kritik an der Kirche in der Corona-Krise wies Bedford-Strohm zurück: "Die Pfarrer sollen abgetaucht sein? So ein Unsinn." Er fügte hinzu: "Die haben sich abgerackert, ebenso wie die vielen tausenden Bediensteten in der Diakonie."

In Deutschland sind im vergangenen Jahr mehr als eine halbe Million Menschen aus der Kirche ausgetreten. Bei den Katholiken waren es 272.771, bei den Protestanten 270.000 Menschen.

Wegen der Corona-Pandemie erwarten die Kirchen in diesem Jahr einen deutlichen Rückgang der Steuereinnahmen. Deren Anteil beläuft sich je nach Bundesland auf acht oder neun Prozent der gezahlten Lohn- oder Einkommensteuer.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen AFP und dpa

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