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Positive und negative Schufa-Einträge: Das sind die Folgen

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Kredit, Ratenzahlung und Co.  

Positive und negative Schufa-Einträge: Das sind die Unterschiede

13.04.2018, 17:54 Uhr | ron, mb, t-online.de

Positive und negative Schufa-Einträge: Das sind die Folgen. Schufa-Bonitätsauskunft: Negative Schufa-Einträge haben weitreichende Folgen. (Quelle: imago/Sven Simon)

Schufa-Bonitätsauskunft: Negative Schufa-Einträge haben weitreichende Folgen. (Quelle: Sven Simon/imago)

Es gibt positive und negative Schufa-Einträge. Doch was heißt das für Verbraucher und wie wirken sich Negativmerkmale im Alltag aus?

Schufa-Einträge enthalten wirtschaftsrelevante Daten über Verbraucher. Sie werden in der Schufa Holding AG, einer privatwirtschaftlichen deutschen Auskunftei, gesammelt. Mithilfe der gespeicherten Daten – sowohl positive als auch negative – können Rückschlüsse auf die Kreditwürdigkeit (Bonität) der Verbraucher gezogen werden. Die Bonität beeinflusst deshalb in hohem Maße deren Konsummöglichkeiten, insbesondere bei kostenintensiven Anschaffungen.

Lesen Sie hier die wichtigsten Fragen und Antworten rund um positive und negative Schufa-Einträge, wie diese Vermerke entstehen und welche Konsequenzen diese für Kredite haben.

Wann erhalten Sie einen Schufa-Eintrag?

Schließen Sie zum Beispiel einen Handyvertrag ab, wird diese Information vom Anbieter – der Vertragspartner der Schufa ist – an die Schufa Holding AG weitergeleitet. Auch wenn Sie ein Girokonto bei einer Bank oder Sparkasse eröffnen, wird das in Ihrem Schufa-Eintrag vermerkt. Das heißt: Sobald Sie Teil des bargeldlosen Zahlungsverkehrs sind, werden Daten über Sie gespeichert.

Das bedeutet aber auch: Fast jeder hat Einträge bei der Schufa – und diese müssen nicht immer negativ sein. Der größte Teil der bei der Schufa gespeicherten Daten (rund 90 Prozent) ist positiv. Der wahre Anteil der negativen Vermerke ist demzufolge sehr gering.

Info
Die Schufa stuft Ihre Kreditwürdigkeit anhand eines Scoring-Werts ein. Seine Höhe gibt dem Auskunftsnehmer eine Information über Ihre Zahlungsbereitschaft und somit auch über das Risiko, was bei einem Geschäft mit Ihnen entstehen kann.

Wie fordern Sie eine Schufa-Auskunft an?

Seit dem 1. April 2010 ist die Schufa per Gesetz dazu verpflichtet, jedem Antragsteller einmal jährlich auf Nachfrage eine Schufa-Selbstauskunft zu erteilen – und zwar kostenlos. Jede weitere Bonitätsauskunft kostet 29,95 Euro. Wie Sie einfach und schnell eine Schufa-Auskunft erhalten, erfahren Sie hier.

Was sind positive Schufa-Einträge?

Zu den positiven Vermerken, die bei der Schufa über Sie gesammelt werden, zählen einerseits personenbezogene Daten: Name, Geburtsdatum und -ort, aktuelle und frühere Postanschriften sowie Ihr Schufa-Basisscore. Andererseits gehören alle Daten rund um Ihre Finanzen dazu: Sparkassen- und Bankkonten, Kreditkarten, Ratenzahlungen und Kredite, Leasingverträge, Handyverträge, Versandhandelskonten (Amazon, Otto etc.), Zahlungsausfälle und Mahnungen.

Wann bekommen Sie einen negativen Schufa-Eintrag?

Sie erhalten erst dann einen negativen Vermerk, wenn bei Ihnen tatsächlich ein unzuverlässiges Zahlungsverhalten auftritt – zum Beispiel wenn Sie Beträge bei Ratenzahlungen zu spät überweisen (Zahlungsverzug) oder gar nicht (Zahlungsausfall).

Anders sieht es bei Verbrauchern aus, gegen die ein gerichtliches Mahnverfahren eingeleitet wurde: Folgt diesem ein Vollstreckungsbescheid oder gar die Aufforderung zur Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung, sind negative Einträge bei der Schufa programmiert. Auch ein seitens Ihrer Hausbank gekündigter Kredit sowie Privatinsolvenzen zählen zu negativen Schufa-Einträgen.

Welche Folgen haben Schufa-Negativmerkmale? 

Wenn Sie tatsächlich einen negativen Schufa-Eintrag erhalten, verringert sich automatisch Ihr Score-Wert. Ein niedriger Wert steht für ein höheres Zahlungsausfallrisiko, weil der Score die Rückzahlungswahrscheinlichkeit angibt. Die Konsequenzen können im Extremfall einschneidend sein: So werden der Abschluss neuer Mobilfunkverträge, eine Ratenzahlung – zum Beispiel beim Kauf in einem Elektronikfachmarkt – oder der Rechnungskauf im Versandhandel fortan erschwert.

Der Grund: Fast alle großen Anbieter holen vor Vertragsschluss Auskünfte bei der Schufa ein. 

Ist ein Kredit trotz negativem Schufa-Eintrag möglich?

Die deutschen Kreditinstitute sind dazu verpflichtet, die Kreditwürdigkeit ihrer Kunden zu überprüfen. Stellt Ihre Bank oder Sparkasse fest, dass Sie negative Schufa-Einträge haben, erhalten Sie nur schwer einen Raten- oder Überziehungskredit (Dispo) sowie eine EC- oder Kreditkarte. Oftmals sind die Konditionen bei Krediten ohne Schufa deutlich schlechter als bei einer positiven Schufa-Auskunft.

Gibt es Kredite ohne Schufa-Abfrage?

Zwar finden Sie im Internet viele Anzeigen wie "Sofortkredit ohne Schufa", dennoch warnt die Verbraucherzentrale Brandenburg (VZB) dringend vor solchen Lockangeboten. "Angebote, die schnelles Geld ohne Sicherheiten versprechen, sind normalerweise unseriös", sagt Finanzexperte Erk Schaarschmidt von der VZB.

Kreditvermittler vergeben selbst keine Darlehen, sondern geben ihre Anfragen an Geldinstitute weiter. "Daher können Kreditvermittler niemals seriös einen Sofortkredit versprechen", so Schaarschmidt.

Sind auch Mietverhältnisse von Schufa-Einträgen betroffen?

Was viele Verbraucher nicht wissen: Nicht nur Großunternehmen wie Mobilfunkanbieter oder Banken können Schufa-Auskünfte einholen. Auch der potenzielle Vermieter kann vor dem Abschluss eines Mietvertrags eine Schufa-Auskunft vom Mieter verlangen. Wenn Sie also einen negativen Schufa-Eintrag haben, müssen Sie eventuell damit rechnen, dass Sie die neue Wohnung nicht bekommen.

Immerhin: Negative Einträge lassen sich unter bestimmten Voraussetzungen und vor allem nach gewissen Zeiträumen löschen. 

Tipp
Eine Kontrolle der vorhandenen Schufa-Einträge kann sich in jedem Fall lohnen. Denn auch bei der Auskunftei können sich falsche oder ungenaue Angaben einschleichen, die Ihren Score negativ beeinflussen.

Verwendete Quellen:

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