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Vermögenswirksame Leistungen richtig anlegen

Vermögenswirksame Leistungen: Finanzspritze vom Chef richtig anlegen

10.06.2013, 20:14 Uhr | dpa, dapd, t-online.de

Vermögenswirksame Leistungen richtig anlegen. Mit VL-Leistungen vom Chef können Mitarbeiter ein kleines Vermögen aufbauen (Quelle: imago/McPhoto)

Mit VL-Leistungen vom Chef können Mitarbeiter ein kleines Vermögen aufbauen (Quelle: imago/McPhoto)

Wer sich nicht darum kümmert, verschenkt Geld: Viele Unternehmen in Deutschland bieten ihren Mitarbeitern ein Extra zum Gehalt an - allerdings meist ohne darauf hinzuweisen. Wir erläutern, wer Anspruch auf diese "vermögenswirksame Leistungen" (VL) hat und wie Sie die Finanzspritze vom Chef möglichst profitabel anlegen.

Vermögen bilden mit dem Chef

Die VL-Leistung soll den Begünstigten einen Anreiz bieten, sich ein kleines Vermögen aufzubauen und damit auch fürs Alter vorzusorgen. Anspruch darauf besteht jedoch nur, wenn der Arbeitgeber das monatliche Extra freiwillig zahlt. Wie viel einem Mitarbeiter dann zusteht, regelt der Tarif- oder Arbeitsvertrag. Banken etwa zahlen ihren Mitarbeitern monatlich 40 Euro. Beschäftigte im Kfz-Gewerbe West erhalten 26,59 Euro.

Allerdings wird das Geld nicht bar ausgezahlt, es fließt in einen Sparvertrag, der gewöhnlich über sechs Jahre abgeschlossen wird und dann noch ein Jahr ruht, bevor der Sparer auf das Geld zugreifen kann. Der Mitarbeiter selbst entscheidet darüber, welche Art von Sparvertrag er wählt und schließt diesen auch ab.

Der Chef erhält eine Vertragskopie und überweist seinen VL-Zuschuss dann gemäß Vermögensbildungsgesetz direkt in den Sparvertrag. Doch Vorsicht: Die Anlageformen unterscheiden sich sowohl in ihrer Rendite wie auch in ihrem Risikoprofil.

Tipps für konservative Sparer

Der Banksparplan ist eine konservative Form der Kapitalanlage, denn die Anlage weist weder Kursschwankungen noch Kursverluste auf. Ihre Rendite setzt sich in der Regel aus einer Grundverzinsung und einer Bonusverzinsung am Ende der Laufzeit zusammen. Allerdings sollten Sparer beachten, dass die Grundverzinsung variabel ist, zudem muss der Bonusbetrag am Ende der Laufzeit im Fälligkeitsjahr voll versteuert werden. Ein weiterer Nachteil: Für diese Sparform gibt der Staat kein Geld dazu.

Auf Nummer sicher gehen Sparer auch mit einem Bausparvertrag. Die Guthabenzinsen sind dabei für die gesamte Laufzeit garantiert. Weiterhin bietet diese Anlageform die Möglichkeit, ein zinsgünstiges Bauspardarlehen zu nutzen, das etwa bei Renovierungen oder Modernisierungen eingesetzt werden kann.

Hausbesitzer können mit VL-Leistungen sogar einen Immobilienkredit zurückzahlen. Die Beiträge gehen dann als zusätzliche Tilgung an die Bank. Das kann sich lohnen. "Die Darlehenszinsen sind höher als die Sparzinsen", erklärt Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Verbraucher sollten vorher mit ihrer Bank sprechen. "Nicht jedes Geldinstitut bietet das von sich aus an", sagt Nauhauser. "Man muss schon nachfragen."

Höhere Rendite - höheres Risiko

Mit einem Fondssparplan können Sparer eine höhere Rendite erwirtschaften - durch eine Anlage in Investmentfonds. Allerdings steigt damit auch das Risiko: Garantierte Leistungen gibt es bei Fondssparplänen nicht, zudem ist die Anlage Kursschwankungen unterworfen. Keine gute Lösung also für alle, die schon wissen, dass sie das angelegte Geld nach Ablauf des Sparvertrags direkt brauchen.

Eine weitere Möglichkeit, mit dem Chef zu sparen, bieten Betriebsrenten. Grundsätzlich kann jeder Mitarbeiter vom Arbeitgeber verlangen, einen entsprechenden Sparvertrag abzuschließen. Dabei wird vom Bruttoverdienst Geld abgezwackt - und zwar noch bevor der Mitarbeiter darauf Steuern und Sozialabgaben zahlen muss.

Weil viele Chefs sich mit der Betriebsrente aber nicht auskennen, ist der Abschluss einer Direktversicherung für sie laut Theo Pischke von "Finanztest" in Berlin meist der bequemste Weg. Vom Staat gefördert werden Einzahlungen bis zu 4488 Euro im Jahr.

Wann sich Betriebsrente lohnt

Die Direktversicherung lohne sich allerdings nur, wenn der Chef ordentlich etwas zu den monatlichen Beiträgen beisteuere, sagt Pamela Bässler, Finanzexpertin der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Ihr Rat: Ein Extra vom Boss von mindestens 20 Prozent sei notwendig, damit sich die Investition für den Mitarbeiter wirklich rechne. "Wenn nur der Beschäftigte allein zahlt, wird es häufig ein Verlustgeschäft", warnt Bässler.

VL-Sparer mit einem geringen Einkommen haben Anspruch auf staatliche Förderung in Form der Arbeitnehmersparzulage. Voraussetzung ist, dass das zu versteuernde Einkommen 20.000 Euro bei Singles und 40.000 Euro bei Ehepartnern nicht übersteigt. Der Zuschuss vom Staat fällt laut "Welt" mit bis zu 400 Euro am höchsten bei Fondssparplänen aus.

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