Sie sind hier: Home > Finanzen > Steuern >

Panama Papers: Deutsche Bank & Co. drohen hohe Geldbußen

"Panama Papers"  

Banken drohen hohe Geldbußen

04.04.2016, 16:43 Uhr | oca mit Material von dpa, t-online.de

Panama Papers: Deutsche Bank & Co. drohen hohe Geldbußen. Reiche aus allen Teilen der Welt haben in Panama sogenannte Briefkastenfirmen gegründet. Hilfe bekamen sie meist von Banken. (Quelle: dpa)

Reiche aus allen Teilen der Welt haben in Panama sogenannte Briefkastenfirmen gegründet. Hilfe bekamen sie meist von Banken. (Quelle: dpa)

15 deutsche Banken oder Töchter sollen Kunden geholfen haben, Millionen vor dem Finanzamt in Panama zu verstecken. Vielmehr sagen die Enthüller bisher nicht. Doch Staatsanwälte werden untersuchen, ob Beihilfe zur Steuerhinterziehung vorliegt. Den Geldhäusern droht also Ärger – unter Umständen in Form hoher Geldbußen.

Zu Geld- oder Haftstrafen können nach unserem Rechtssystem nur natürliche Personen verurteilt werden. Dabei reicht der Verdacht nicht aus. Dem Bankmitarbeiter muss dazu nachgewiesen werden, mit dem Vorsatz gehandelt zu haben, zu einer Steuerhinterziehung Beihilfe zu leisten. Dieser  Nachweis ist oft schwierig.

Daneben kennt die Gesetzgebung die juristische Person. Auch Banken sind juristische Personen. Der Staatsanwalt hat hier die Möglichkeit das Institut in Anspruch zu nehmen. Wird der Bank ein Organisationsverschulden nachgewiesen, ist es nach dem Ordnungswidrigkeiten-Gesetz möglich, eine Geldbuße in Höhe von bis zu 10 Millionen Euro zu verhängen.

Das Image für die Geldhäuser ist durch solche Affären in der Öffentlichkeit angekratzt. Daher verpflichten sich die Konzerne oft, Millionen freiwillig zu zahlen.

Geldbußen für Commerzbank und HSH

Mit Briefkastenfirmen in Panama half die Commerzbank beispielsweise über ihre Tochter in Luxemburg, ihren Kunden dabei, Steuern zu hinterziehen. Das Verfahren wurde im Oktober 2015 gegen die Zahlung von rund 16 Millionen Euro eingestellt. Zuerst darüber berichtet hatten die "Süddeutsche Zeitung", NDR und WDR.

Die hamburgisch-schleswig-holsteinische Nordbank (HSH) hatte ebenfalls eine Millionenbuße ausgehandelt, weil sie Kunden systematisch bei der Steuerhinterziehung geholfen haben soll. Die Vermittlungen liefen ebenfalls über eine Tochtergesellschaft in Luxemburg.

Die Deutsche Bank hat bestätigt, Kunden bei der Vermittlung von Briefkastenfirmen im Ausland geholfen zu haben. Das Institut betonte auf Anfrage allerdings, dass diese Geschäfte per se nicht gesetzwidrig seien. "Wir sind uns der Bedeutung dieser Angelegenheit vollkommen bewusst", erklärte ein Sprecher. "Was die Deutsche Bank angeht, so haben wir unsere Kundenannahmeverfahren verbessert; wir überprüfen, mit wem wir Geschäfte machen und stellen sicher, dass unsere Richtlinien, Verfahren und Systeme so gestaltet sind, dass sie alle relevanten Gesetze und Regularien befolgen."

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Entdecken Sie Ihren Denim-Look!
bei TOM TAILOR
Anzeige
Der Sommer zieht ein: shoppe Outdoor-Möbel u.v.m.
jetzt auf otto.de
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Finanzen > Steuern

shopping-portal