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Künftiger Fed-Chef: US-Notenbanker stellt sich hinter Trumps Favoriten

Künftiger Fed-Chefposten  

US-Notenbanker stellt sich hinter Trumps Favoriten

15.08.2017, 10:41 Uhr | dpa-AFX

Künftiger Fed-Chef: US-Notenbanker stellt sich hinter Trumps Favoriten. Ein führender US-Notenbanker sich hinter einen Vorschlag von US-Präsident Donald Trump für einen Nachfolger von Fed-Chefin Janet Yellen gestellt. (Quelle: imago images/Chris Kleponis)

Ein führender US-Notenbanker sich hinter einen Vorschlag von US-Präsident Donald Trump für einen Nachfolger von Fed-Chefin Janet Yellen gestellt. (Quelle: Chris Kleponis/imago images)

In einem ungewöhnlichen Schritt hat ein führender US-Notenbanker sich hinter einen Vorschlag von US-Präsident Donald Trump für einen Nachfolger von Fed-Chefin Janet Yellen gestellt. Trumps Wirtschaftsberater Gary Cohn sei ein "angemessener Kandidat" für den Posten des Fed-Vorsitzenden, sagte William Dudley, Präsident der regionalen Notenbank von New York.

Trump hatte Cohn Ende Juli als Top-Anwärter für den Fed-Vorsitz bezeichnet. Zugleich betonte er allerdings, dass auch Yellen für eine weitere Amtszeit infrage komme. Zudem gebe es noch andere Mitbewerber. Yellens Amtszeit endet im Februar 2018.

Unterschiedliche Perspektiven wichtig

Cohn wäre eine ungewöhnliche Wahl für den Posten des obersten Währungshüters, da er kein Ökonom ist und lediglich über langjährige Erfahrung als hochrangiger Manager einer Privatbank verfügt. Der ehemalige Vizechef der US-Investmentbank Goldman Sachs wisse aber viel über Finanzmärkte und das Finanzsystem, sagte Dudley. Dass Cohn keinen ökonomischen Doktortitel habe, sehe er nicht als Hindernis. Es sei wichtig, dass unterschiedliche Perspektiven und Hintergründe in die Notenbank einfließen.

Dass sich ein Währungshüter derart offen zu auf politischer Ebene geführten Personalfragen äußert, gilt als sehr ungewöhnlich. Dudley ist als Chef der Notenbank von New York im geldpolitischen Rat der Fed (FOMC) immer stimmberechtigt und gilt daher als sehr einflussreich. Zuletzt hat er sich tendenziell für eine langsame Vorgehensweise bei der allmählichen Straffung der Geldpolitik durch Zinserhöhungen ausgesprochen.

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