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Royal Bank of Scotland: Neue, schwere Vorwürfe wegen Mittelständler


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Neue, schwere Vorwürfe gegen die Royal Bank of Scotland

Von dpa
24.11.2013Lesedauer: 2 Min.
Neue Vorwürfe gegen die Royal Bank of Scotland
Royal Bank of Scotland (Quelle: dpa-bilder)
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Gegen die krisengeschüttelte Royal Bank of Scotland (RBS) sind neue schwere Vorwürfe erhoben worden. Die Bank soll Mittelständler, die bei ihr Kredite genommen hatten, bewusst in die Überschuldung getrieben und sich dann zum eigenen Nutzen deren Immobilienwerte zum Schleuderpreis unter den Nagel gerissen haben. Entsprechende Vorwürfe erhob die "Sunday Times" nach einer zweimonatigen Untersuchung. Auch am Scheitern der Rettung der Max-Bahr-Baumärkte trage die RBS eine Mitschuld, hieß es.

RBS weist Vorwürfe zurück

Wirtschaftsminister Vince Cable übergab den Fall am Sonntag den zuständigen Behörden der Bankenaufsicht. Die Bank selbst wies die Vorwürfe zurück. Ihre Global Restructuring Group (GRG), zuständig für Risikokredite, habe lediglich versucht, finanziell gefährdete Firmen vor allem aus der Baubranche wieder auf die Beine zu stellen, sagte ein Sprecher. "Nicht in allen Fällen ist dies gelungen."

Schwierigster Sanierungsfall der Briten


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Denkmalschutz: Sie stehen auf dem Autobahnrastplatz Vellern Süd (Nordrhein-Westfalen) an der A2 - die Reste einer Spannbetonbrücke. Aus Gründen der Verkehrssicherheit wurde sie durch einen Neubau ersetzt, musste aus Gründen des Denkmalschutzes aber erhalten werden, da sie aus der "Frühzeit des deutschen Autobahnbaus" stamme. Der Torso sei für rund 310.000 Euro abgestellt. Ein Abriss hätte 108.000 Euro gekostet.
Bayern LB: Im Jahr 2008 muss der Freistaat Bayern seine Landesbank mit Hilfe von 10 Milliarden Euro retten. Beim Verkauf des Tochterunternehmens Hypo Group Alpe Adria aus Österreich macht das Land weitere 3,7 Milliarden Euro Verlust. Auf noch offen Schulden der HGAA gegenüber der BayernLB in Höhe von 2,3 Milliarden Euro könnte Bayern jetzt auch noch sitzen bleiben. Die Höhe des möglichen Schadens beläuft sich inklusive der jährlichen Zinsen von 340 Millionen Euro auf insgesamt etwa 17 Milliarden Euro.
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Die in der Finanzkrise zu rund 80 Prozent verstaatlichte Royal Bank of Scotland gilt als schwierigster Sanierungsfall in Großbritannien. Sie war in jüngster Zeit in alle Skandale um Fehlverhalten bei Banken verstrickt. Sowohl in der Affäre um manipulierte Libor-Zinssätze, als auch bei der Falschberatung von Kreditkunden bei Kreditausfall-Versicherung wie auch bei der Manipulierung von Devisen-Kursen sollen RBS-Banker ihre Finger im Spiel gehabt haben. Die RBS musste bereits Milliarden-Rückstellungen bilden.

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Im neuen Fall hatte sich die Zeitung den Wirtschaftsfachmann Lawrence Tomlinson als unabhängigen Berater genommen. Er sagte der "Sunday Times": "Es gibt eine riesige Menge an Hinweisen, die darauf hindeuten dass die RBS gesunde, gut gehende Betriebe in finanzielle Schwierigkeiten gestürzt hat und sich dann ihre Werte zum Nutzen ihres eigenen Immobilien-Imperiums angeeignet hat."

RBS verweigerte Bürgschaft der Hellweg-Gruppe

Auch in Deutschland hat sich die RBS nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Mitte November war eine Übernahme von Max Bahr durch ein Konsortium rund um die Dortmunder Hellweg-Gruppe auf der Zielgeraden geplatzt - wegen der Royal Bank of Scotland. Sie ist die Hauptgläubigerin der Moor Park MB und hatte ihre Zustimmung von einer Konzernbürgschaft der Hellweg-Gruppe abhängig gemacht. Das wollte Hellweg als mittelständisches Familienunternehmen nicht riskieren.

Der Konzernbetriebsrats-Vorsitzende Thomas Müller sprach von einer Blockadehaltung der Royal Bank of Scotland, die durchbrochen werden müsse. Die Gewerkschaft Ver.di appelliert an die RBS ihre Forderungen bei den Verhandlungen um die Rettung der insolventen Max-Bahr-Baumarktkette zurückzuschrauben und eine Rettung in letzter Minute zu ermöglichen.

Ver.di-Appell: Für Max-Bahr-Beschäftigte Verantwortung übernehmen

Die Bank solle Verantwortung für tausende Arbeitsplätze der Arbeitnehmer der insolventen Baumarktkette übernehmen. "3600 Arbeitsplätze, tausende Familien und ihre Existenzen sind mit der Entscheidung der Royal Bank of Scotland verbunden, endlich realistische Bedingungen zu stellen und somit den Weg zur Übernahme des Unternehmens durch interessierte Investoren freizumachen", sagte die im Ver.di-Bundesvorstand für den Handel zuständige Stefanie Nutzenberger.

Die Entscheidung über die Zukunft der Max-Bahr-Beschäftigten falle vermutlich in den nächsten Tagen.

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Von Frederike Holewik
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