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GfK-Studie: Bundestagswahl trübt die Konsumlaune

Politische Hängepartie  

Bundestagswahl trübt das Konsumverhalten

28.09.2017, 14:17 Uhr | reuters

GfK-Studie: Bundestagswahl trübt die Konsumlaune. Die Ergebnisse der Wahl sind nicht nur im Bundestag, sondern auch auf der Straße zu spüren. (Quelle: Nikolai Huland)

Die Ergebnisse der Wahl sind nicht nur im Bundestag, sondern auch auf der Straße zu spüren. (Quelle: Nikolai Huland)

Laut Markforschern trübt sich die Konsumlaune der Deutschen ein. Für Verunsicherung hat wohl auch die Bundestagswahl gesorgt.

Die Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) sagt auf Basis ihrer am Donnerstag vorgelegten Studie für Oktober einen Rückgang ihres Barometers um 0,1 auf 10,8 Punkte voraus. GfK-Experte Rolf Bürkl sagte Reuters, der Hauptgrund für die leichte Eintrübung der Stimmung sei der Rückgang bei den Einkommenserwartungen. "Hier dürfte die leicht anziehende Inflation eine Rolle spielen." Sie ist zuletzt auf 1,8 Prozent gestiegen und liegt damit höher als im Durchschnitt der Euro-Zone.

Mit Blick auf die schwierigen Koalitionsverhandlungen dürfte die daraus resultierende Verunsicherung zusätzlich die Laune trüben, so Bürkl. "Es ist zu befürchten, dass eine politische Hängepartie in den kommenden Monaten auf die Stimmung der Verbraucher drücken könnte," sagte der Marktforscher. Die GfK hatte rund 2000 Bürger in der heißen Phase des Wahlkampfs zwischen dem 1. und 15. September befragt.

Pessismistischere Einkommensaussichten

Die Verbraucher schätzten ihre Einkommensaussichten im September erstmals seit mehreren Monaten pessimistischer ein. Nach fünf Anstiegen in Folge gab das entsprechende Barometer um 8,7 Zähler auf 52,7 Punkte nach. Die Konjunkturerwartung legten hingegen zu - und zwar um 3 Zähler auf 33,4 Punkte. Zugleich blieb die Konsumneigung laut GfK auf "sehr hohem Niveau". Der Indikator gab nur leicht um 1,1 Zähler auf 57,0 Punkte nach.

Die deutschen Verbraucher bleiben somit "in bester Kauflaune", so Bürkl. Angesichts der guten Arbeitsmarktlage müssten nur sehr wenige Beschäftigte derzeit um ihren Job bangen: "Dies führt zu erhöhter Planungssicherheit, gerade wenn es um größere Ausgaben geht, die womöglich die Aufnahme eines Kredites erfordern".

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