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Krise bei Nissan wirkt sich auf Renault-Gewinn aus

Rote Zahlen  

Krise bei Nissan wirkt sich auf Renault-Gewinn aus

14.02.2020, 10:23 Uhr | dpa

Krise bei Nissan wirkt sich auf Renault-Gewinn aus. Renault: Der Autobauer hält 43,4 Prozent der Anteile an Nissan. (Quelle: Getty Images/jax10289)

Renault: Der Autobauer hält 43,4 Prozent der Anteile an Nissan. (Quelle: jax10289/Getty Images)

Die Krise bei Nissan überträgt sich nun auch auf Renault. Seit über zehn Jahren verzeichnet der französische Autobauer erstmals rote Zahlen. Nach dem Skandal um den früheren Chef Ghosn ist ein Neuanfang notwendig.

Die Krise bei Nissan schlägt nun auch beim französischen Partner Renault durch: Erstmals seit 2009 ist der Autobauer in die roten Zahlen gerutscht. Der auf die Muttergesellschaft entfallende Fehlbetrag betrug im vergangenen Jahr 141 Millionen Euro nach einem Jahresüberschuss von 3,3 Milliarden Euro im Jahr 2018, wie der Autobauer mitteilt.

Schwache Verkäufe von Nissan wirken sich auf Renault-Gewinn aus

Der japanische Hersteller Nissan hatte bereits angekündigt, dass er wegen schwacher Verkäufe erstmals seit elf Jahren einen Quartalsverlust eingefahren hatte. Nissan trug bisher Milliardenbeträge zum Renault-Gewinn bei – im vergangenen Jahr waren es aber nur noch 242 Millionen Euro. Probleme bei Gemeinschaftsunternehmen in China belasteten zudem den Gewinn von Renault, auch Steuereffekte in Frankreich schlugen zu Buche.

Renault, an dem der französische Staat beteiligt ist, hält 43,4 Prozent der Anteile an Nissan. Die Japaner sind zu 15 Prozent an Renault beteiligt, haben aber dabei keine Stimmrechte.

Sinkender Umsatz und neuer Konzernchef bei Renault

Der Umsatz des französischen Traditionskonzerns sank um 3,3 Prozent auf rund 55,5 Milliarden Euro. Das Betriebsergebnis verminderte sich um rund 30 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro. Die Dividende soll auf 1,10 Euro sinken nach zuvor 3,55 Euro.

Nach dem Skandal um den früheren Konzernchef Carlos Ghosn sucht der Hersteller nach einem Neuanfang. Der frühere Seat-Vorstandschef Luca de Meo wird seinen Posten als neuer Generaldirektor aber erst am 1. Juli 2020 antreten.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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