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Deutsche Post: Verdi ruft zu Warnstreiks auf

Vor nächster Verhandlung  

Verdi ruft zu Warnstreiks bei Beschäftigten der Post auf

09.09.2020, 08:48 Uhr | dpa

Deutsche Post: Verdi ruft zu Warnstreiks auf. Deutsche Post: Mitarbeiter verlangen ein höheres Gehalt für ihre Arbeit. (Quelle: imago images/Arnulf Hettrich)

Deutsche Post: Mitarbeiter verlangen ein höheres Gehalt für ihre Arbeit. (Quelle: Arnulf Hettrich/imago images)

Beschäftigte der Deutschen Post verlangen ein höheres Einkommen. Durch die Corona-Pandemie stiegen zuletzt die Zahlen des Konzerns. An mehreren Standorten legten Mitarbeiter nun ihre Arbeit nieder.

Mit Blick auf die nächste Verhandlungsrunde mit der Deutschen Post hat die Gewerkschaft Verdi am Mittwochmorgen zu Warnstreiks aufgerufen. Zum Auftakt legten Postbeschäftigte nach Gewerkschaftsangaben am Morgen an mehreren Standorten in NRW sowie am Münchner Briefzentrum ihre Arbeit nieder.

Man interpretiere das zuletzt unterbreitete Angebot als "Provokation und das werden sich unsere Mitglieder, die Tag für Tag zum Unternehmenserfolg beitragen, nicht einfach so bieten lassen", sagte die stellvertretende Verdi-Vorsitzende und Verhandlungsführerin Andrea Kocsis am Mittwoch. Der Post-Konzern habe sein Ergebnis in der Corona-Pandemie deutlich steigern können.

Hohe Differenz zwischen den Verhandlungspartnern

Nach Angaben der Gewerkschaft wollte die Deutsche Post ihren rund 140.000 Beschäftigten zuletzt 1,5 Prozent mehr Geld für zwölf Monate anbieten. Dagegen hält Verdi an einer Einkommenserhöhung von 5,5 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten fest. Zudem sollen Azubis und Dual-Studierende eine monatliche Erhöhung von 90 Euro erhalten. Die nächste Verhandlungsrunde findet am 21./22. September statt.

Die Deutsche Post DHL hatte Anfang August gute Geschäftszahlen für das vergangene Quartal gemeldet. Insgesamt legte der Umsatz des Logistikriesen zwischen April und Juni um rund drei Prozent auf knapp 16 Milliarden Euro zu. Der auf die Aktionäre entfallende Gewinn erhöhte sich sogar um 14,6 Prozent auf 525 Millionen Euro. Wachstumstreiber war insbesondere der E-Commerce-Boom in der Corona-Krise, der das Paketgeschäft anheizte.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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