Sie sind hier: Home > Wirtschaft & Finanzen > Unternehmen & Verbraucher > Unternehmen >

Corona-Krise: Drei Milliarden Euro – Verkauft Adidas seine US-Tochter Reebok?

Medienbericht  

Verkauft Adidas seine US-Tochter Reebok?

23.10.2020, 08:27 Uhr | rtr

Corona-Krise: Drei Milliarden Euro – Verkauft Adidas seine US-Tochter Reebok?. Ein Outlet-Geschäft von Adidas und Reebok (Symbolbild): Einem Bericht zufolge will Adidas Reebok verkaufen. (Quelle: imago images/foto2press)

Ein Outlet-Geschäft von Adidas und Reebok (Symbolbild): Einem Bericht zufolge will Adidas Reebok verkaufen. (Quelle: foto2press/imago images)

Einem Bericht zufolge will sich Adidas von seiner Tochter Reebok trennen. Der Verkauf soll im Frühjahr abgeschlossen sein. Die Aktienkurs des Sportartikelherstellers erklomm ein Vier-Wochen-Hoch.

Adidas will sich einem Magazinbericht zufolge von der US-Marke Reebok nach 14 Jahren wieder trennen. Die Entscheidung, das langjährige Sorgenkind zu verkaufen, sei gefallen, berichtete das "Manager Magazin" am Donnerstag in seiner neuen Ausgabe.

Vorstandschef Kasper Rorsted wolle die Transaktion bis März 2021 abschließen. Der fränkische Sportartikelkonzern hatte die Verkündung seiner Strategie für die kommenden fünf Jahre unter dem Eindruck der Corona-Krise auf das Frühjahr verschoben. "Marktgerüchte kommentieren wir nicht", sagte eine Adidas-Sprecherin zu dem Bericht, eine t-online-Anfrage blieb bis zuletzt unbeantwortet.

An der Börse kam die Aussicht auf einen Verkauf gut an: Adidas-Papiere erklommen die Dax-Spitze und legten bis zu 3,2 Prozent auf ein Vier-Wochen-Hoch von 283,40 Euro zu.

Kein "profitables Wachstum" bei Reebok

Mit der Konzentration auf das Fitness-Segment hatte Reebok zwar die Gewinnschwelle erreicht. Doch das von Rorsted verlangte "profitable Wachstum" blieb weitgehend aus. 2019 war die Marke um zwei Prozent gewachsen, deutlich schwächer als Adidas selbst. Der Adidas-Chef war deshalb schon im März verbal auf Distanz zu Reebok gegangen. "In der neuen Strategie wird Reebok seinen Platz finden - oder auch nicht", sagte er damals.

Rorsteds Vorgänger Herbert Hainer hatte das Unternehmen 2006 für 3,1 Milliarden Euro gekauft, um dem größeren US-Rivalen Nike auf dessen Heimatmarkt Amerika Paroli zu bieten. Zuletzt stand Reebok für weniger als ein Zehntel des Adidas-Umsatzes. Nach mehreren Wertberichtigungen wurde die Marke Ende 2019 noch mit 842 Millionen Euro in den Büchern von Adidas aufgeführt.

Erste Interessenten für Reebok soll es schon geben

Laut "Manager Magazin" könnten sich der US-Bekleidungskonzern VF Corp ("Timberland", "The North Face") und die chinesische Anta Sports Products für eine Übernahme von Reebok interessieren, zu der die italienische Marke Fila und die finnische Amer-Gruppe ("Wilson", "Salomon") gehören.

Vor der Corona-Krise habe Adidas auf einen Erlös von gut zwei Milliarden Euro gehofft. "Aber Rorsted könnte sich auch mit weniger zufriedengeben", hieß es in dem Magazinbericht. 

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur Reuters

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Diese Banken finanzieren Ihr Eigenheim
Jetzt hier den Zins-Check machen:

AnzeigeZINS-CHECK

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Wirtschaft & Finanzen > Unternehmen & Verbraucher > Unternehmen

shopping-portal