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Johnson & Johnson steht in USA wegen Opioid-Krise vor Gericht

Von afp
Aktualisiert am 21.04.2021Lesedauer: 2 Min.
Firmenzentrale von Johnson & Johnson (Symbolbild): Der Pharmakonzern soll sich der Opiod-Krise in den USA mitgeschuldig gemacht haben.
Firmenzentrale von Johnson & Johnson (Symbolbild): Der Pharmakonzern soll sich der Opiod-Krise in den USA mitgeschuldig gemacht haben. (Quelle: Imagebroker/imago-images-bilder)
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Sie sollen Risiken verharmlost haben, um mehr Umsatz zu machen: Nun droht vier Pharmaunternehmen in den USA Schadenersatz in Milliardenh├Âhe. Unter den Angeklagten ist auch der Impfstoff-Hersteller Johnson & Johnson.

Der US-Konzern Johnson & Johnson und drei weitere Pharmaunternehmen stehen wegen Mitverantwortung an der Opioid-Krise in den USA vor Gericht. Drei kalifornische Bezirke und die Stadt Oakland forderten in ihrer am Montag (Ortszeit) verlesenen Klage einen Schadensersatz in Milliardenh├Âhe von Johnson & Johnson, Teva, Endo und Allergan. Den Unternehmen wird vorgeworfen, die Risiken starker Opioid-Schmerzmittel aus Profitgier verharmlost zu haben.


Corona-Impfstoffe im Vergleich: Wie wirksam sind sie?

In der EU zugelassen sind bislang vier Pr├Ąparate: die Corona-Impfstoffe von Biontech /Pfizer, Moderna, Astrazeneca und Johnson & Johnson. Doch wie wirksam sind die Mittel im Vergleich?
Astrazeneca: Nach Herstellerangaben sch├╝tzt der Impfstoff zu 76 Prozent vor einer Corona-Infektion mit Symptomen. Gegen schwere Covid-Erkrankungen sei der Impfstoff zu 100 Prozent wirksam, erkl├Ąrte das Unternehmen.
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"Die Angeklagten haben den Profit ├╝ber das Leben gestellt und die ├ľffentlichkeit ├╝ber die wirklichen Gefahren von Opioiden get├Ąuscht", sagte der Rechtsvertreter des Bezirks Santa Clara County, James Williams. Die Pharmafirmen h├Ątten die Gefahren einer Langzeiteinnahme von Opioiden bewusst heruntergespielt.

Schmerzmittel Fentanyl 50 Mal st├Ąrker als Heroin

Die Kl├Ąger ÔÇô die kalifornischen Bezirke Santa Clara, Los Angeles und Orange sowie die Stadt Oakland ÔÇô fordern von den Unternehmen, ihr Marketing f├╝r die Schmerzmittel in Zukunft einzustellen. Der Staat Kalifornien habe enormen Schaden erlitten, w├Ąhrend die angeklagten Unternehmen beispielsweise 2014 "Blockbuster-Gewinne" von elf Milliarden Dollar (9,11 Milliarden Euro) durch die Opioide erzielt h├Ątten. Die angeklagten Unternehmen ├Ąu├čerten sich zun├Ąchst nicht zu den Vorw├╝rfen.

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Zu den Opioiden z├Ąhlt das Schmerzmittel Fentanyl, das 50 Mal st├Ąrker ist als die illegale Opioid-Droge Heroin. Tausende Klagen im Zusammenhang mit der Opioid-Krise wurden bereits bei US-Gerichten eingereicht. Allein im Jahr 2019 starben 50.000 Menschen in den USA an der ├╝berm├Ą├čigen Einnahme von Opioiden. Binnen zwei Jahrzehnten waren es nach Angaben der US-Gesundheitsbeh├Ârde CDC fast eine halbe Million Todesopfer.

Klage kommt f├╝r Johnson & Johnson zur Unzeit

Johnson & Johnson war 2019 im Zusammenhang mit der Opioid-Krise bereits zu einer Strafzahlung in H├Âhe von 465 Millionen Dollar verurteilt worden, weil das Unternehmen nach Auffassung des Gerichts in Oklahoma die Risiken heruntergespielt hatte. J&J ging in Berufung, eine Entscheidung steht noch aus.

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Das nun eingeleitete Gerichtsverfahren kommt f├╝r J&J zur Unzeit, da das US-Unternehmen bereits in einen Skandal um Babypuder verwickelt ist. Auch mit seinem Corona-Impfstoff gibt es Probleme. Sein Einsatz in den USA wurde nach Berichten ├╝ber gef├Ąhrliche Blutgerinnsel bei sechs damit geimpften Frauen ausgesetzt. Au├čerdem wurde die Herstellung des Vakzins in einem Werk in Baltimore gestoppt, nachdem dort eine Produktionspanne zahlreiche Impfdosen unbrauchbar gemacht hatte.

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