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Ifo-Umfrage: Zwei Drittel der Industriefirmen klagen über Lieferengpässe


Neue Umfrage  

Zwei Drittel der Industriefirmen klagen über Lieferengpässe

02.08.2021, 08:43 Uhr | AFP

Ifo-Umfrage: Zwei Drittel der Industriefirmen klagen über Lieferengpässe. Volkswagen-Produktion in Zwickau (Symbolbild): Auch Autohersteller klagen über den Chipmangel. (Quelle: imago images/STAR-MEDIA)

Volkswagen-Produktion in Zwickau (Symbolbild): Auch Autohersteller klagen über den Chipmangel. (Quelle: STAR-MEDIA/imago images)

Schon seit Monaten sind Rohstoffe und Vorprodukte wie Holz, Stahl oder Mikrochips Mangelware. Auch in Deutschland spüren zahlreiche Unternehmen die Engpässe. Das kann den Aufschwung bedrohen.

Fast zwei Drittel der Industrieunternehmen in Deutschland klagen laut Ifo-Umfrage über Engpässe und Problemen bei Vorlieferungen als Hindernis für ihre Produktion. Von April bis Juli stieg der Anteil der Firmen von 45 auf 63,8 Prozent, wie das Ifo-Institut in München am Montag mitteilte. "Bereits im Vorquartal meldeten die Unternehmen einen Rekordwert, dieser wurde nochmals deutlich übertroffen. Das könnte zu einer Gefahr für den Aufschwung werden", erklärte der Leiter der Ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe.

Problematisch seien auch die teilweise stark gestiegenen Einkaufspreise, fügte er hinzu. "Derzeit bedienen die Hersteller die Nachfrage noch aus ihren Lagern an Fertigwaren. Aber die leeren sich nun auch zusehends, wie sie uns mitgeteilt haben."

Diese Branchen sind besonders betroffen

Die Knappheit bei Halbleitern und Chips macht sich demnach insbesondere bei den Herstellern elektrischer Ausrüstungen bemerkbar – das gaben 84,4 Prozent von ihnen an. Auch bei den Autoherstellern und ihren Zulieferern sagten 83,4 Prozent, die Knappheit mache ihnen zu schaffen.

Auch die Preise für Kunststoff-Granulate sind stark gestiegen; betroffen sind laut Umfrage 79 Prozent der Hersteller von Gummi- und Kunststoffwaren. Bei den Herstellern elektronischer Geräte beklagen 72,2 Prozent Materialmangel, außerdem 70,3 Prozent der Maschinenbauer.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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