Sie sind hier: Home > Wirtschaft & Finanzen > Unternehmen & Verbraucher > Unternehmen >

Rohstoffmangel: Deutschlands Industrie gerät mächtig ins Stottern


Materialengpässe  

Rohstoffmangel wird für Industrie immer dramatischer

08.09.2021, 12:51 Uhr | AFP

Rohstoffmangel: Deutschlands Industrie gerät mächtig ins Stottern. Ein Gabelstapler in einem Sägewerk: Auch die Industrie leidet unter steigenden Holzpreisen. (Quelle: imago images/Rupert Oberhäuser)

Ein Gabelstapler in einem Sägewerk: Auch die Industrie leidet unter steigenden Holzpreisen. (Quelle: Rupert Oberhäuser/imago images)

Die Industrieproduktion in Deutschland droht noch stärker ins Stottern zu geraten: Einer Umfrage zufolge beklagen immer mehr Unternehmen Lieferengpässe bei Rohstoffen und steigende Materialkosten.

Materialmangel und steigende Preise für Rohstoffe machen der deutschen Industrie weiter zu schaffen. 69,2 Prozent der Industriefirmen beklagten in einer Umfrage des Ifo-Instituts im August Engpässe und Probleme bei Vorprodukten und Rohstoffen, teilte das Institut am Mittwoch mit. Dabei handelte es sich um einen neuen Höchststand, im Juli waren es noch 63,8 Prozent gewesen. Immer mehr Unternehmen planen deshalb Preiserhöhungen.

"Für die Produktion in der Industrie bleibt das nicht ohne Folgen", erklärte der Leiter der Ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe. Die Beschaffungskrise stelle "eine reale Gefahr für den Aufschwung dar".

Autoindustrie leidet besonders stark unter fehlenden Chips

Insbesondere bei Autoherstellern und ihren Zulieferern mache sich die Knappheit bei Halbleitern und Mikrochips bemerkbar. 91,5 Prozent der Unternehmen in der Branche klagten im August über Lieferprobleme, im Vormonat waren es noch 83,4 Prozent. Trotz einem Rückgang der Holzpreise waren auch weiterhin rund 86 Prozent der Möbelhersteller von Lieferschwierigkeiten betroffen, im Vormonat waren es 73,2 Prozent gewesen.

Die Ifo-Preiserwartungen der Unternehmen stiegen aufgrund dieser Lieferschwierigkeiten auf einen neuen Rekordwert. "Die Unternehmen geben die gestiegenen Einkaufspreise an ihre Kunden weiter", erklärte Wohlrabe. Insbesondere in der Elektroindustrie und der Metallbranche seien Preiserhöhungen zu erwarten, aber auch die Chemieindustrie und die Maschinenbaubranche planten höhere Preise. Die Autoindustrie sah hingegen laut Umfrage weniger Spielraum für Preiserhöhungen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Rohstoffe und Währungen

Media Markttchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deMadeleine
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Wirtschaft & Finanzen > Unternehmen & Verbraucher > Unternehmen

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: