Sie sind hier: Home > Wirtschaft & Finanzen > Unternehmen & Verbraucher > Verbraucher >

Ökonom Fratzscher: Ampel hat keinen Plan für "explodierende" Rentenkosten

DIW-Präsident Fratzscher  

Koalitionsvertrag hat keinen Plan für "explodierende" Rentenkosten

26.11.2021, 08:29 Uhr | AFP

Ökonom Fratzscher: Ampel hat keinen Plan für "explodierende" Rentenkosten. DIW-Präsident Marcel Fratzscher: Die neue Ampelkoalition überzeugt den Top-Ökonom mit ihrem Koalitionsvertrag nicht – bei vielen Investitionen fehle die passende Finanzierung. (Quelle: imago images/Felix Zahn)

DIW-Präsident Marcel Fratzscher: Die neue Ampelkoalition überzeugt den Top-Ökonom mit ihrem Koalitionsvertrag nicht – bei vielen Investitionen fehle die passende Finanzierung. (Quelle: Felix Zahn/imago images)

Die neue Ampelkoalition plant riesige Investitionen – hat aber kein Konzept, die zu bezahlen, sagt DIW-Präsident Fratzscher. Besonders die Rentenfinanzierung sei fragwürdig.

Die Pläne der Ampelkoalition zum Bundeshaushalt und zur Rente sind nach Einschätzung von DIW-Präsident Marcel Fratzscher nicht solide finanziert. "Der Koalitionsvertrag löst den Widerspruch von Steuersenkungen, Einhaltung der Schuldenbremse ab 2023 und höheren Staatsausgaben nicht nur nicht auf, sondern verschärft ihn", sagte Fratzscher der "Rheinischen Post".

Der Vertrag enthalte keine Vorschläge, die zur Finanzierung der enormen Zukunftsvorhaben ausreichen würden, sagte der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Dies gelte auch für die Finanzierung der Sozialsysteme.

"Ungelöst bleibt auch die Finanzierung der Sozialsysteme, vor allem der gesetzlichen Rente, deren Kosten in Zukunft explodieren werden und ein frühzeitiges Gegensteuern erfordern", sagte Fratzscher. "Hier sollte die Koalition in den kommenden Monaten nachbessern."

Einzug einer Art Aktienrente

Die künftige Ampelregierung aus SPD, Grünen und FDP hatte am Donnerstag ihren Koalitionsvertrag vorgestellt und dabei ein "Jahrzehnt der Zukunftsinvestitionen" ausgerufen. Zugleich will sie die Schuldenbremse ab 2023 wieder einhalten; überflüssige oder umweltschädliche Subventionen sollen abgebaut werden.

Bei der Altersversorgung verzichtet die Koalition auf Rentenkürzungen und ein höheres Renteneintrittsalter. Um diese Zusage abzusichern, soll der Einstieg in eine teilweise Kapitaldeckung der gesetzlichen Rentenversicherung vollzogen werden. Lesen Sie hier die gesamten Ampelpläne zur Rente.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Rohstoffe und Währungen

Madeleinetchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deKlingel
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Wirtschaft & Finanzen > Unternehmen & Verbraucher > Verbraucher

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: