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Energiekrise: Nächster Stromanbieter aus Deutschland meldet Insolvenz an


Fulminant Energie  

Nächster Stromanbieter ist pleite

26.11.2021, 16:44 Uhr | mak, t-online

Energiekrise: Nächster Stromanbieter aus Deutschland meldet Insolvenz an. Hochspannungsmasten (Symbolbild): Der nächste Stromanbieter ist pleite. (Quelle: imago images/imagebroker)

Hochspannungsmasten (Symbolbild): Der nächste Stromanbieter ist pleite. (Quelle: imagebroker/imago images)

Die Preise für Strom und Gas steigen seit Wochen, das trifft besonders Billiganbieter. Jetzt hat ein weiterer Energieversorger Insolvenz angemeldet. 10.000 Kunden sind betroffen.

Die Gas- und Stromkrise in Deutschland zieht immer weitere Kreise. Nun hat der nächste Anbieter Insolvenz angemeldet: Fulminant Energie mit Sitz in Garching bei München.

Das Amtsgericht München hat bereits die vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet, wie aus einer offiziellen Mitteilung hervorgeht. Das eigentliche Insolvenzverfahren wird erst im nächsten Jahr eröffnet, voraussichtlich nicht vor Ende Januar 2022, wie es heißt.

Von der Insolvenz betroffen sind rund 10.000 Kunden in Deutschland und Österreich. Die Belieferung der Abnehmer mit Strom und Gas soll voraussichtlich Ende November enden, heißt es. Kunden sollten ihre Daueraufträge einstellen; ein weiterer Lastschrifteinzug finde indes nicht mehr statt.

Gestiegene Strompreise setzen Branche unter Druck

Die hiesige Energiebranche ächzt unter hohen Strom- und Gaspreisen. Diese Kostensteigerungen treffen besonders kleine Anbieter, die kurzfristig Gas einkaufen, um ihre Kunden zu beliefern.

Auf die Kunden abwälzen können sie die höheren Beschaffungskosten nur selten, da sie mit diesen in der Regel langfristige Lieferverträge mit einer Preisbindung vereinbart haben. Mitte Oktober hatte mit der Otima AG der erste Stromanbieter wegen der hohen Preise Insolvenz angemeldet. Auch in Großbritannien gingen bereits einige Anbieter pleite, hier sind Millionen Kunden davon betroffen.

Wenn Anbieter Verträge kündigen, rutschen Kunden hierzulande automatisch in die sogenannte Ersatzversorgung – sie werden also weiter mit Strom und Gas versorgt. Lesen Sie hier mehr dazu.

Ob noch weitere Unternehmen pleitegehen oder die Verträge kündigen, hängt davon ab, wie lange die Preise noch steigen werden – und wie hart der Winter wird. Experten rechnen damit, dass sie sich erst im Frühjahr 2022 wieder erholen.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche
  • insolvenzbekanntmachungen.de
  • fulminant-energie-inso.de
  • ZfK: "Nächster Energieversorger ist insolvent"
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

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