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So viel verdienen Pflegekräfte in Deutschland wirklich

  • Christine Holthoff
Von Christine Holthoff

Aktualisiert am 06.04.2022Lesedauer: 3 Min.
Ein Pfleger hilft einem Senioren beim Händewaschen (Symbolbild): Das Gehalt von Pflegekräften unterscheidet sich je nach Aufgaben und Kenntnissen – aber auch nach Bundesland.
Ein Pfleger hilft einem Senioren beim Händewaschen (Symbolbild): Das Gehalt von Pflegekräften unterscheidet sich je nach Aufgaben und Kenntnissen – aber auch nach Bundesland. (Quelle: photothek/imago-images-bilder)
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Pflegerinnen und Pfleger sind das Rückgrat des Gesundheitssystems. Doch ihr Lohn spiegelt das oft nicht wider. Eine neue Auswertung zeigt, wie Deutschlands Pflegekräfte finanziell dastehen.

Erst wurde für sie Beifall geklatscht, dann vielfach beteuert, dass ihre Arbeit besser bezahlt werden müsse: Vor allem zu Beginn der Corona-Pandemie standen Kranken- und Altenpflegekräfte im Fokus. Mittlerweile hat sich die Aufmerksamkeit wieder gelegt, ein einheitlicher Tariflohn ist gescheitert.

Dabei gilt gerade eine bessere Bezahlung als Mittel, um den Personalnotstand in der Pflege zu mildern. Was sich in Sachen Lohn tatsächlich getan hat, zeigt jetzt eine Studie von ETL Advision, Deutschlands größter Steuerberatungsgruppe im Gesundheitswesen, die sich auf fast 500.000 Lohndaten stützt und t-online exklusiv vorliegt.

Ohne Zulage bekamen Altenpfleger 2021 demnach im Schnitt 16,60 Euro brutto pro Stunde, Krankenpfleger 17,05 Euro. Betreuungskräfte erhielten 12,36 Euro, Angestellte in der Verwaltung von Pflegeeinrichtungen 15,73 Euro und das hauswirtschaftliche Personal 12,58 Euro.

Qualifikation entscheidet über Lohnzuwachs

Besonders spannend sind dabei die Zuwächse im Lohn, die sich in der Studie zeigen. Demnach sind die durchschnittlichen Bruttostundenlöhne ohne Zulagen 2021 bundesweit gegenüber dem Vorjahr um 6 Prozent gestiegen. Gegenüber 2018 waren es 17 Prozent. Allerdings erhöhte sich der Lohn des Personals in ambulanten und teilstationären Pflegeeinrichtungen zwischen 2018 und 2021 umso mehr, je besser qualifiziert die Mitarbeiter waren.

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So verdienten Pflegekräfte mit Qualifikation zur Pflegedienstleitung im vergangenen Jahr 8,7 Prozent mehr brutto pro Stunde als 2020. Im Vergleich zum Bruttostundenlohn von 2018 gab es sogar ein Plus von 21,1 Prozent. Bei Betreuungskräften lag der Lohnanstieg zum Vorjahr 2021 hingegen nur bei 4 Prozent. Seit 2018 erhöhte sich ihr Bruttostundenlohn insgesamt um 12,3 Prozent.

"In der Auswertung sehen wir deutliche Unterschiede in den Lohnveränderungen zwischen den einzelnen Qualifikationen", sagt Studienautorin Janine Peine. "Mit zunehmender Qualifikation erhöht sich auch die Lohnsteigerung."

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Ganz ähnlich ist das Bild, wenn neben dem reinen Lohn auch Zulagen berücksichtigt werden. Während eine Pflegefachkraft mit Leitungsqualifikation 2021 8 Prozent mehr Gehalt pro Stunde erhielt als im Vorjahr, kam eine Betreuungskraft nur auf ein Plus von 4,4 Prozent.

Zur Methode: ETL Advision hat für den "Lohnvergleich Pflege" originäre Lohndaten in der privaten Pflegewirtschaft ausgewertet. Als spezialisierte Steuerberater für Unternehmen in der Pflegewirtschaft erstellen die ETL-Kanzleien unter anderem die Lohn- und Gehaltsabrechnung der Pflegeunternehmen. Die Auswertung stützt sich somit auf mehr als 498.000 Lohndatensätze aller Berufsgruppen und Qualifikationen der ambulanten und teilstationären Pflege von 2018 bis 2021. Sie berücksichtigen das jeweils geltende Pflegemindestentgelt und den gesetzlichen Mindestlohn. Die Berechnung des Monatsbruttolohns basiert auf folgender Formel: 365 Tage - 104 Wochenendtage = 261 Tage/12 Monate = 21,75 Tage pro Monat × 8 Stunden = 174 Stunden monatlich.

Doch nicht nur in den verschiedenen Berufsgruppen und Qualifikationen, auch in den einzelnen Bundesländern, haben sich die Löhne unterschiedlich entwickelt.

Niedrigste Löhne in Mecklenburg-Vorpommern

Die höchsten durchschnittlichen Bruttostundenlöhne zahlten der Studie zufolge Hamburg (15,62 Euro), Berlin (15,57 Euro) und Rheinland-Pfalz (15,37 Euro). Schlusslichter waren Mecklenburg-Vorpommern (13,95 Euro) und Sachsen-Anhalt (14,06 Euro).

Insgesamt verdienten Beschäftigte im Westen (mit Berlin) bei gleicher Qualifikation 6,4 Prozent mehr als Beschäftigte im Osten. "Trotzdem lässt sich eine Annäherung der Gehälter von Ost und West erkennen", sagt Peine. "2020 lag die Differenz bei 1,32 Euro pro Stunde. Jetzt sind es noch 0,91 Euro, denn die Bruttoentgelte sind im letzten Jahr in der Region Ost stärker angestiegen."

Ein Grund dafür sei das bundesweit einheitliche Mindestentgelt, das Mitte 2021 eingeführt wurde, auch wenn es nur für jene Mitarbeiter gelte, die überwiegend pflegerische Leistungen erbringen.

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Auch bei den gezahlten Zulagen gibt es Unterschiede zwischen den neuen und den alten Bundesländern. Während sie 2021 im Osten bei durchschnittlich 1,67 Euro pro Stunde lagen, gab es im Westen im Schnitt 2,09 Euro obendrauf. Insgesamt zeigt sich dabei jedoch, dass die Höhe der Zulagen seit Jahren stagniert.

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"Dabei steckt in steuerfreien Sachbezügen großes Potenzial zur Personal-Gewinnung und Aufwertung des Berufsstandes, vor allem in Zeiten des Fachkräftemangels", so Peine. Zulagen gibt es beispielsweise in Form von vermögenswirksamen Leistungen, Zuschlägen, Sachbezügen oder pauschal versteuerten Lohnbestandteilen. Lesen Sie hier, mit welchen Extras vom Chef man alles Steuern sparen kann.

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