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Strompreise steigen weiter – trotz Wegfalls der EEG-Umlage

  • Mauritius Kloft
Von Mauritius Kloft

Aktualisiert am 01.07.2022Lesedauer: 3 Min.
Windkraftanlage bei Dornstadt auf der Schwäbischen Alb: Die EEG-Umlage fällt ab Juli weg.
Windkraftanlage bei Dornstadt auf der Schwäbischen Alb: Die EEG-Umlage fällt ab Juli weg. (Quelle: Arnulf Hettrich/imago-images-bilder)
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Stromkunden müssen ab Juli weniger zahlen, weil die Ökostromumlage entfällt. Allein: Viele Versorger haben erst kurz davor die Preise erhöht.

Angesichts von deutlich gestiegenen Energiepreisen haben Dutzende Stromanbieter ihre Preise jüngst erhöht oder werden dies zum August tun – teils sogar um mehr als 70 Prozent. Das geht aus einer Auswertung des Vergleichsportals Verivox für t-online hervor.

Allein zum Juni hatten bereits 125 Anbieter ihre Preise erhöht, um durchschnittlich 19,5 Prozent oder 263,6 Euro. Zum Juli hat Verivox hingegen bislang unter anderem 80 Senkungen von Strompreisen erfasst.

EEG-Umlage senkt Preise – ein wenig

Doch ganz freiwillig geschieht das nicht. Denn die Regierung hatte die EEG-Umlage zum Juli für Privathaushalte abgeschafft, sie fällt ab dem 1. Juli weg. "Die Stromversorger sind gesetzlich verpflichtet, diese Senkung direkt an die Haushalte weiterzugeben", sagt Thorsten Storck, Energieexperte bei Verivox, t-online.

Für eine Musterfamilie mit einem jährlichen Stromverbrauch von 4.000 Kilowattstunden bedeutet der Wegfall der Ökostromumlage eine Entlastung von immerhin 177 Euro im Jahr – eigentlich.

Viele Grundversorger dĂĽrften jedoch die Preissenkung ihren Kunden gar nicht extra mitteilen, sondern die Preise schlicht anpassen. Das ist auch der Grund, warum Verivox bislang erst 80 Versorger erfasst hat, die ihren Tarif angepasst haben. Bei den restlichen geschieht das wohl im Laufe des Tages.

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Umgekehrt heißt das aber auch: Eine saftige Erhöhung würde die eigentliche Entlastung zunichtemachen, was vielfach auch der Fall ist. So wurden auch für August bereits 25 Erhöhungen im Schnitt um 14,4 Prozent angekündigt.

Diese Versorger heben Preise besonders kräftig an

Die Preise zum Juni am stärksten angehoben hat der Grundversorger ÜZ Mainfranken (um 965 Euro für die Musterfamilie). Zum Juli führen die Stadtwerke Ludwigslust-Grabow die Liste der Preiserhöhungen an (mit einem Plus von 952 Euro für die Musterfamilie), zum August die Stadtwerke Neustadt am Rübenberge aus Niedersachsen (eine Anhebung von 389 Euro für die Musterfamilie).

Doch mit den jetzigen Erhöhungen dürfte das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht sein, wie Verivox-Experte Storck sagt. "Angesichts der explodierenden Großhandelspreise gehen wir von flächendeckenden Strompreissteigerungen im zweiten Halbjahr 2022 aus", sagt er. "Die Abschaffung der EEG-Umlage wird diese Entwicklung höchstens abmildern."

"Trendwende nicht in Sicht"

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) rechnet trotz des Wegfalls der EEG-Umlage ebenfalls mit weiter steigenden Energiepreisen. "Eine Trendwende ist nicht in Sicht", sagte BDEW-Hauptgeschäftsführerin Kerstin Andreae den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND).

Die Abschaffung der Umlage für die Förderung von Ökostrom und die damit verbundene Senkung der Strompreise um 3,7 Cent pro Kilowattstunde an diesem Freitag allein "kann das nicht abfedern", sagte die BDEW-Chefin.

Was Verbraucher jetzt tun sollten

Auch Verbraucherschützer schlagen bereits Alarm – nicht zuletzt wegen der Ausrufung der Gas-Alarmstufe, die auch Strom teurer machen könnte (mehr dazu lesen Sie hier). "Der Strompreis wird sicher nicht in den Ausmaßen steigen, wie uns das bei Gas droht", sagte Udo Sieverding, Bereichsleiter Energie bei der Verbraucherzentrale NRW, jüngst im Gespräch mit t-online. "Doch der Druck auf den Energiemarkt ist und bleibt hoch."

Er rät Verbrauchern, nun Geld auf die Seite zu legen, das nicht benötigt wird, um die Preiserhöhungen in den kommenden Monaten aufzufangen. "Für Haushalte, die das nicht können, braucht es ein weiteres Entlastungspaket vom Bund. Ich hoffe, das ist bereits in Planung."

Sieverding appellierte auch an Vermieter und Hausherren, jetzt noch zu dämmen und Maßnahmen zur Energieeinsparung zu ergreifen, wo es möglich sei. Lesen Sie hier, wie Sie selbst dämmen können.

Wer jetzt jedoch seinen Stromanbieter wechseln will, wird womöglich keinen Erfolg haben. Denn viele Anbieter nehmen keine Neukunden mehr auf, da sie für diese nun extra Strom am Markt einkaufen müssten. "Das aber ist sehr teuer", so Sieverding, "und lohnt sich oftmals nicht für die Anbieter".

Hinweis: Wir haben diesen Artikel bereits Mitte Juni schon einmal gespielt, jetzt aber die Daten nochmals aktualisiert.

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