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Filialbanken: Wann sich Beratung vor Ort lohnt


Beratung vor Ort
Für diese Kunden lohnt sich eine Filialbank


Aktualisiert am 11.05.2024Lesedauer: 3 Min.
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Ein Paar wird von einem Bankmitarbeiter in finanziellen Angelegenheiten beratenVergrößern des Bildes
Beratung in der Bankfiliale: Bankmitarbeiter können maßgeschneiderte Finanzprodukte empfehlen und erklären, was bei Onlinebanken oft nicht möglich ist. (Quelle: Ridofranz)

Eine Bank mit Filialen und Mitarbeitern vor Ort hat nicht nur viele Vorteile für die Kunden – sondern auch gegenüber Direktbanken. Allerdings gibt es diesen Service nicht zum Nulltarif.

Direktbanken seien günstiger, flexibler und böten ihren Kunden oft eine größere Auswahl an Finanzprodukten, heißt es. Doch nicht jeder Kunde findet sich im Finanzdschungel zurecht oder ist mit der digitalen Servicewelt vertraut. Gute Gründe für Filialbanken, diesen Nachteil durch guten Service und persönliche Nähe auszugleichen. Für wen sich Filialbanken lohnen, erfahren Sie im folgenden Artikel.

Vor- und Nachteile von Filialbanken

Eine Filialbank ist ein traditionelles Kreditinstitut, das über ein dichtes Netz von Geschäftsstellen (Filialen) in verschiedenen Städten und Gemeinden verfügt. Im Gegensatz zu Direktbanken, die ihre Dienstleistungen ausschließlich online anbieten, bieten Filialbanken ihren Kundinnen und Kunden persönlichen Service und Beratung vor Ort.

Die Vorteile einer Filialbank sind unter anderem:

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  • Individuelle Beratung und Betreuung durch kompetente Ansprechpartner
  • Beratung sowohl für Geschäftskunden als auch für Privatkunden vor Ort
  • Ausdrucken von Kontoauszügen und Überweisungen tätigen
  • Möglichkeiten, Finanzprodukte wie Sparpläne, Depots, Kredite oder Vollmachten individuell an die Bedürfnisse und finanziellen Voraussetzungen der Kunden anzupassen
  • Persönliche Betreuung und Beratung auch für komplexere Finanzthemen wie Gründerfinanzierung, Immobilienkredite oder Versicherungen
  • Bargeldeinzahlungen am Kassenschalter oder Bargeldumtausch in eine andere Währung
  • Möglichst flächendeckende Versorgung der Menschen mit Bargeld durch Geldautomaten und Filialen

Ein großes Filialnetz bringt aber auch Nachteile mit sich:

  • Filialbanken sind an Öffnungszeiten gebunden. Alle Bankdienstleistungen und der Beratungsservice sind nicht rund um die Uhr möglich.
  • Ein großes Filialnetz verursacht Kosten, die an die Kunden weitergegeben werden.
  • Geldhäuser mit vielen Filialen zahlen oft geringere oder keine Guthabenzinsen aufs Tagesgeld und Festgeld und verlangen höhere Kontoführungsgebühren, zeigt eine Auswertung des Vergleichsportals Verivox.
  • Bei Problemen oder im Notfall steht Ihnen außerhalb der Filial-Öffnungszeiten kein Mitarbeiter der Bank zur Verfügung. Allerdings haben auch Filialbanken einen überregionalen Notfallservice, der telefonisch zu erreichen ist.
  • Insgesamt bieten Filialbanken durch ihre persönliche Betreuung und ihr Filialnetz einen hohen Servicegrad, müssen dafür aber auch höhere Kosten in Kauf nehmen.

Ob Ihnen die persönliche Betreuung vor Ort wichtiger ist als günstige Produkte einer Direktbank, hängt von Ihren individuellen Präferenzen ab.

Bankenlandschaft in Deutschland im Wandel

Alle traditionellen Banken und Sparkassen in Deutschland haben Filialen vor Ort, auch wenn deren Zahl in den letzten Jahren rückläufig ist. Immer mehr Bankfilialen werden aus Kostengründen geschlossen oder mit anderen Filialen zusammengelegt. Insbesondere die Sparkassen verfügen in Deutschland über ein sehr dichtes Filialnetz. Allerdings haben die Sparkassen bundesweit zwischen den Jahren 2000 und 2021 rund 9.100 Zweigstellen geschlossen, heute gibt es laut den Zahlen der Bundesbank noch 7.732.

Auch andere Großbanken wie die Commerzbank haben ein flächendeckendes Filialnetz, auch wenn dieses in den letzten Jahren ebenfalls ausgedünnt wurde. Während die Bank vor der Corona-Pandemie mit bundesweit rund 1.000 Standorten noch über ein vergleichsweise dichtes Netz verfügte, hat sie ihr Filialnetz in den letzten Jahren radikal auf 400 reduziert.

Insgesamt ist der Trend eindeutig: Banken und Sparkassen schrumpfen die Anzahl ihrer Filialen immer weiter zusammen, da der persönliche Besuch für viele Menschen nicht mehr erforderlich ist. Stattdessen setzen die Kreditinstitute verstärkt auf Onlinebanking und Selbstbedienungszonen in den Filialen.

Diese Filialbanken gibt es in Deutschland

  • Commerzbank (ca. 400 Filialen)
  • Degussa Bank (ca. 191 Filialen)
  • Deutsche Bank (ca. 1.432 Filialen)
  • Hypovereinsbank (ca. 324 Filialen)
  • Oldenburgische Landesbank (ca. 59 Filialen)
  • Postbank (ca. 560 Filialen)
  • Santander (ca. 190 Filialen)
  • Sparkasse (ca. 7.700 Filialen)
  • Targobank (ca. 300 Filialen)
  • Volks- und Raiffeisenbanken (ca. 7.500 Filialen)

Für diese Kunden lohnt sich eine Filialbank

Größter Pluspunkt von Filialbanken ist die persönliche Beratung vor Ort. Während eine Auskunft bei Direktbanken nur per Chat oder Hotline möglich ist, können sich Filialbankkunden Produkte und Anlagemöglichkeiten von ihrem persönlichen Kundenbetreuer vor Ort erklären lassen. Diesen Service schätzen vor allem ältere Menschen, aber auch Kunden, die Wert auf eine vertrauensvolle Geschäftsbeziehung mit ihrer Hausbank legen.

Verwendete Quellen
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