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Gaskrise? Das müssen Sparer beachten

Von Jessica Schwarzer

03.07.2022Lesedauer: 4 Min.
Gaspipeline: Die Preise für Erdgas steigen seit Wochen. Und könnten noch weiter anziehen.
Gaspipeline: Die Preise für Erdgas steigen seit Wochen. Und könnten noch weiter anziehen. (Quelle: Xinhua/imago-images-bilder)
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Gas, Öl, Metalle – die Preise sind in den vergangenen Monaten extrem gestiegen. Und mit ihnen die Kurse der Rohstoffaktien. Lohnt sich der Einstieg jetzt noch?

Stark steigende Energiepreise treiben nicht nur Unternehmer und Mieter um, sondern auch Investoren. Denn sie haben das Zeug, das Wirtschaftswachstum auszubremsen, zumal sie die Inflation kräftig treiben. An der Börse wächst die Angst vor einer Rezession. Das erste Halbjahr ist für Aktionäre völlig ins Wasser gefallen.

Gewinner waren sehr, sehr rar gesät. Eigentlich gab es nur eine Anlageklasse, die zugelegt hat: Rohstoffaktien. Sie sind die einzigen, die vom starken Anstieg der Notierungen an den Rohstoffmärkten profitierten. Lohnt sich jetzt noch der Einstieg oder haben sie ihren Höhepunkt bereits erreicht?

Dazu müssen wir einen Blick auf die Gründe für die Rohstoffrally werfen. Die Preise für Öl, Gas und viele Industriemetalle steigen schon länger. Als die Corona-Lockdowns endeten und die Weltwirtschaft wieder Fahrt aufnahm, ging es los. Doch wenn die Konjunktur sich erholt oder gar brummt, dann sind steigende Preise für Öl oder Gas ein positives Signal. Denn sie sind quasi der Beweis dafür, dass es wieder besser läuft, dass die Unternehmen wieder mehr verdienen. Das kam auch an der Börse gut an.

Angst vor einer Öl- und Gaskrise

Doch dann überfiel Russland die Ukraine. Die Folgen waren neben all dem menschlichen Leid eben auch weiter steigende Rohstoffpreise. Und die waren dieses Mal alles andere als ein positives Signal. Nun wird sogar eine Öl- und Gaskrise befürchtet. Die Folgen für die Wirtschaft wären fatal. Eine Lösung des Konflikts mit Russland ist aber leider nicht in Sicht. Das könnte für weiter steigende Notierungen sprechen. Und davon würden Rohstoffaktien, also die Anteilsscheine von Unternehmen aus der Branche, profitieren.

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Andererseits sorgen die Angst vor einer Rezession und der entschlossene Kampf vieler Zentralbanken gegen die hohe Inflation auch dafür, dass viele Rohstoffpreise zuletzt wieder zurückgingen – auch wenn sie immer noch deutlich über dem Niveau vom Jahresanfang liegen. Selbst Erdgas und Erdöl haben sich etwas verbilligt. Die OPEC+ hält außerdem an ihren Plänen fest, die Fördermenge zu erhöhen. Die wirtschaftliche Aktivität lässt hingegen langsam nach, was schnell zu einem Überangebot führen könnte.

Wenn wir wirklich in eine Rezession rutschen, dürfte der Ölpreis sehr schnell und stark fallen. So war es zumindest 2020 und 2008. Berücksichtigen müssen wir auch, dass die Märkte ein Öl- und Gasembargo bereits eingepreist haben. Russisches Erdöl sei in Europa relativ schnell ersetzbar, heißt es, und im Fall von Erdgas müsse sich die Region nun anpassen. Weltweit gesehen besteht jedoch kein Erdgasmangel.

Viele Argumente für und gegen weiter steigende Preise

Es gibt also viele Argumente für weiter steigende, aber eben auch für fallende Rohstoffpreise. Das trifft dann auch die Aktien und die Bewegungen könnten heftig ausfallen. Denn Öl- und Rohstoffaktien reagieren oft deutlich stärker als der zugrunde liegende Rohstoff. Als Anleger müssen Sie sich wie so oft entscheiden, ob Sie der Branche weitere Kursgewinne zutrauen oder eben nicht.

Die Gewinne der Unternehmen werden sicher weiter sprudeln, wenn auch vielleicht weniger stark als zuletzt. Aber auf Vorkrisenniveau werden die Rohstoffpreise so schnell nicht fallen. Reicht das für weiter steigende Kurse an der Börse?

Sie müssen sich entscheiden. Glauben Sie weiter an eine Outperformance der Öl- und Gasaktien, könnten Sie auf Branchen-ETFs setzen, die eine breite Risikostreuung bieten. Oder sie haben eine genauere Vorstellung, welcher Rohstoff besonders gut performen wird, dann bieten sich Themen-ETFs an. ETFs auf den MSCI World Energy gibt es beispielsweise von Xtrackers , iShares , Lyxor und Amundi .

Zu den Topwerten im Index gehören Exxon Mobil, Chefvron, Shell, Total, Conocophillips und BP. Der überwiegende Teil der Unternehmen kommt aus den USA. Eine Alternative ist der iShares Oil & Gas Exploration & Production , der etwas anders zusammengesetzt ist. Die größten Positionen im zugrunde liegenden Index sind CDN Natural Resource, EOG Resources und Conocophillips. Wenn Sie lieber in Europa investieren möchten, wäre der SPDR MSCI Europe Energy eine Idee. Zudem gibt es ETFs, die auf Energie-Infrastruktur setzen oder auf erneuerbare Energie, denn es muss ja nicht unbedingt Öl und Gas sein. Die Auswahl an ETFs ist groß.

Warren Buffett setzt auf Rohstoffaktien

Solche Branchen- oder Themeninvestments sollten aber immer nur eine Beimischung sein. Investieren Sie nur einen kleinen Teil Ihres Depotvolumens. So macht es übrigens auch Warren Buffett.

Der Superinvestor machte jüngst Schlagzeilen damit, dass er seine Positionen in Rohstoffaktien aufgestockt hat. Er setzt bereits seit dem vergangenen Jahr stärker auf diese Aktien und damit auf weiter steigende Ölpreise. Sie machen aber trotzdem nur einen kleinen Anteil des Portfolios seiner Investmentholding Berkshire Hathaway aus. Sie sollten es genauso machen, falls Sie in Rohstoffaktien investieren möchten.

Sämtliche Artikel erarbeitet die t-online-Redaktion mit journalistischer Sorgfalt. Sie stellen keine spezifische Kauf- oder Anlageberatung dar und dienen ausschließlich der unverbindlichen Information unserer Leser. Auf Finanzanalysen von Dritten hat die t-online-Redaktion keinen Einfluss.

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