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Energiekrise: Zweite Umlage auf Gaspreis geplant


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Nun könnte die nächste Umlage auf den Gaspreis kommen

Von dpa-afx
18.08.2022Lesedauer: 2 Min.
Eine blaue Gasflamme eines Gasherdes (Symbolbild): Die sogenannte Gasspeicherumlage soll die Kosten für den Gas-Einkauf ersetzen.
Eine blaue Gasflamme eines Gasherdes (Symbolbild): Die sogenannte Gasspeicherumlage soll die Kosten für die Gasvorräte ersetzen. (Quelle: IMAGO/Christopher Neundorf)
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Neben der Gasumlage könnte die Bürger ab Herbst zusätzlich noch eine Gasspeicherumlage überraschen. Diese soll jedoch geringer ausfallen.

Mit der umstrittenen Gasumlage will die Bundesregierung einen Zusammenbruch von Importeuren infolge stark gedrosselter russischer Gaslieferungen verhindern. Doch es wird wohl nicht die einzige bleiben.

Neben der Beschaffungsumlage soll im Herbst aber noch eine sogenannte Gasspeicherumlage greifen. Diese soll der Firma Trading Hub Europe, einem Gemeinschaftsunternehmen der Ferngas-Netzbetreiber, die Kosten ersetzen, die zur Sicherstellung der Versorgungssicherheit entstehen, also für den Gaseinkauf. Das Wirtschaftsministerium ging zuletzt davon aus, dass diese Umlage keine "relevante Größe" erreichen werde.

Die Höhe dieser Gasspeicherumlage sowie der Regelenergieumlage soll an diesem Donnerstag bekannt gegeben werden, wie Trading Hub Europe (THE) auf Anfrage mitteilte.

Folgen für Verbraucher noch unbekannt

Ob und in welcher Höhe diese Umlagen auch bei Endverbrauchern ankommen, ist offen. Beobachter gehen davon aus, dass diese Umlagen deutlich geringer ausfallen werden als die am Montag bekannt gewordene Gasumlage zur Rettung systemrelevanter Gasimporteure in Höhe von 2,419 Cent je Kilowattstunde.

THE spielt eine zentrale Rolle im Gasmarkt, indem etwa Abrechnungen der Gasunternehmen untereinander ermöglicht werden. In der Gaskrise fallen THE besondere Aufgaben zu, etwa für das Erreichen vorgeschriebener Gasspeicher-Füllstände.

THE hat dafür unter anderem Optionen auf Gasmengen gekauft, die im Winter abgerufen werden können. Auch für den direkten Einkauf von Gas durch THE zur Speicherbefüllung fallen Kosten an. Die Gasspeicher sollen am 1. November zu mindestens 95 Prozent gefüllt sein.

Mehrkosten für Verbraucher werden nicht erwartet

Alle diese Kosten können über die erstmals erhobene Gasspeicherumlage auf Gasversorger umgelegt werden. Ob sie dann in einem weiteren Schritt auf Endkunden abgewälzt werden, dürfte auch von der Höhe abhängen.

Das Wirtschaftsministerium hatte Mitte vergangener Woche auf Anfrage mitgeteilt, dass es nicht mit relevanten Mehrkosten für die Verbraucher rechnet. Die Umlage soll laut THE vom 1. Oktober an erhoben werden.

Auch eine dritte Umlage könnte steigen

Neben der Gasspeicherumlage und anderen Umlagen soll auch die neue Höhe der Regelenergieumlage bekannt gegeben werden. THE setzt Regelenergie, also Gas, immer dann ein, wenn im bundesweit zusammenhängenden Gasnetz das Verhältnis zwischen ein- und ausgespeisten Gasmengen nicht ausgeglichen ist.

Die Kosten werden umgelegt. Diese schon seit mehreren Jahren bestehende Umlage beträgt seit dem 1. Oktober 2021 laut THE null Euro. Beobachter gehen davon aus, dass sie wegen der stark gestiegenen Gaspreise jetzt angehoben wird.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa-AFX
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