Sie sind hier: Home > Finanzen > Unternehmen & Verbraucher >

Poggenpohl: Insolventer Küchenhersteller wird chinesisch – wegen Corona-Krise

Wegen Corona-Krise  

Insolventer Küchenhersteller Poggenpohl wird chinesisch

13.07.2020, 16:17 Uhr | dpa

Poggenpohl: Insolventer Küchenhersteller wird chinesisch – wegen Corona-Krise. Eine Küche in einem Möbelhaus (Symbolbild): Der Küchenhersteller Poggenpohl kommt in chinesische Hände. (Quelle: imago images/Manfred Segerer)

Eine Küche in einem Möbelhaus (Symbolbild): Der Küchenhersteller Poggenpohl kommt in chinesische Hände. (Quelle: Manfred Segerer/imago images)

Überraschung bei Poggenpohl: Der bereits angekündigte Verkauf des angeschlagenen Luxus-Küchenherstellers an einen englischen Wettbewerber ist doch noch gescheitert. Jetzt kommt die Firma in chinesische Hände.

Überraschende Wende im Überlebenskampf des Küchenherstellers Poggenpohl: Die Edelmarke, die im Zuge der Corona-Pandemie einen Insolvenzantrag gestellt hat, kommt in chinesische Hände. Der Sanitär- und Küchenarmaturenhersteller Jomoo aus Xiamen werde neuer Eigentümer des deutschen Traditionsunternehmens, berichtete Poggenpohl-Insolvenzverwalter Manuel Sack am Montag.

Jomoo bekenne sich zum Produktionsstandort von Poggenpohl in Herford und werde einen Großteil der Mitarbeiter übernehmen, betonte Sack. Der Premium-Küchenhersteller beschäftigte zuletzt noch 270 Mitarbeiter. Zum Kaufpreis machte Sack keine Angaben.

Poggenpohl sollte eigentlich britisch werden

Die Ankündigung der Übernahme durch Jomoo kam überraschend. Denn noch Mitte Juni hatte Sack den britischen Premiumküchen-Anbieter Lux Group zusammen mit der deutschen Unternehmerfamilie Wolf als Poggenpohl-Käufer präsentiert. Doch sei der Kauf am Ende "nicht zustande gekommen", hieß es ohne weitere Details in der Erklärung des Insolvenzverwalters.

Auch der Verkauf an Jomoo steht noch unter einer Reihe aufschiebender Bedingungen. Doch werde mit ihrer Erfüllung in den nächsten Wochen gerechnet, berichtete Sack.

Poggenpohl hatte im April einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens stellen müssen, weil Aufträge und Umsatz seit Ausbruch der Corona-Pandemie erheblich zurückgegangen waren. Die Pandemie traf das Unternehmen mitten im laufenden Firmenumbau.

In Herford sollen noch mehr Küchen produziert werden

Der Poggenpohl-Geschäftsführer Gernot Mang, der das Unternehmen weiterhin leiten wird, betonte, aus der Verbindung des Know-hows des deutschen Küchenspezialisten und der asiatischen Bad-Experten könnten sich neue Geschäftsfelder für Poggenpohl ergeben – etwa im internationalen Projektgeschäft. Gleichzeitig werde Poggenpohl noch weiter in den Bereich der Luxusküchen vorstoßen und dazu die Stückzahlen der in Herford produzierten Küchen erhöhen.

Xiaowei Lin, Geschäftsführer Jomoo Deutschland, sagte, für Jomoos langfristige, nachhaltige Markt- und Produktstrategie sei es wesentlich, das Spitzen- und Premiumsegment abzudecken. Deshalb passe Poggenpohl gut in die Zukunftspläne des Unternehmens.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Diese Banken finanzieren Ihr Eigenheim
Jetzt hier den Zins-Check machen:

AnzeigeZINS-CHECK

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Finanzen > Unternehmen & Verbraucher

shopping-portal