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DIW-Chef Marcel Fratzscher: Deutsche Wirtschaft schrumpft weiter


Experte warnt  

Deshalb könnte die deutsche Wirtschaft weiter schrumpfen

15.01.2022, 02:17 Uhr | rtr

DIW-Chef Marcel Fratzscher: Deutsche Wirtschaft schrumpft weiter. DIW-Chef Marcel Fratzscher bei einer Presskonferenz: Der Forscher warnt vor einem Wirtschaftsrückgang in Deutschland. (Quelle: imago images/Jürgen Heinrich)

DIW-Chef Marcel Fratzscher bei einer Presskonferenz: Der Forscher warnt vor einem Wirtschaftsrückgang in Deutschland. (Quelle: Jürgen Heinrich/imago images)

Zwar ist die Wirtschaft trotz Coronakrise im vergangenen Jahr gewachsen, von Entwarnung kann aber nicht gesprochen werden. Das Institut für Wirtschaftsforschung befürchtet einen Negativtrend.

Das deutliche Wirtschaftswachstum in Deutschland im abgelaufenen Jahr ist nach Ansicht von DIW-Chef Marcel Fratzscher kein Grund zur Freude. "Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einer prekären Situation", sagte der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) der "Rheinischen Post" (Samstagausgabe) laut Vorabmeldung. "Sie ist wohl im vierten Quartal geschrumpft und könnte auch jetzt im ersten Quartal schrumpfen, wenn die Inzidenzzahlen sich weiter so entwickeln und viele Menschen in den Krankenstand oder in die Quarantäne zwingen", erläuterte der Ökonom.

Trotz globaler Lieferprobleme und Virus-Pandemie hatte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2021 um 2,7 Prozent zugelegt. Im Schlussquartal allerdings ging die Wirtschaftsleistung einer ersten Schätzung des Statistischen Bundesamts zufolge um 0,5 bis 1,0 Prozent zurück.

Kann die Schuldenbremse eingehalten werden?

Fratzscher sagte, er halte es für sehr unwahrscheinlich, dass die Bundesregierung die Schuldenbremse 2023 wieder einhalten könne. Zuversichtlicher zeigte sich der Chef des Ifo-Instituts, Clemens Fuest. "Dass die Schuldenbremse ab 2023 wieder eingehalten wird, ist schlicht eine Vorgabe des Grundgesetzes", sagte der Zeitung. Die Schuldenbremse zwinge den Staat, bei den Ausgaben Prioritäten zu setzen.

"Wenn die Priorität für Investitionen steigt, sinkt eben die Priorität für konsumptive Ausgaben." Er denke nicht, dass 2023 Geld für Investitionen fehlen werde. "Es wird eher so sein, dass das Geld nicht abfließt, weil Planungsverfahren noch nicht abgeschlossen sind." Finanzminister Christian Lindner (FDP) hatte am Freitag bekräftigt, die Schuldenbremse ab 2023 einhalten zu wollen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur Reuters

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