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Gasspeicher füllen sich schneller als gedacht – Netzagentur-Chef warnt


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Gasspeicher füllen sich schneller als vermutet

Von dpa-afx, fls

Aktualisiert am 08.08.2022Lesedauer: 2 Min.
Gasspeicher
Ein Anzeiger für den Druck an einem Gasspeicher (Symbolbild): Das Einspeicherungsziel rückt näher. (Quelle: Peter Kneffel/dpa/dpa-bilder)
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Obwohl nur wenig Gas aus Russland fließt, füllen sich deutsche Speicher schneller als zuletzt gedacht. Der Netzagentur-Chef warnt dennoch vor Gasmangellage.

Die deutschen Gasspeicher sind am vergangenen Freitag trotz der deutlich reduzierten Liefermengen aus Russland so stark befüllt worden wie seit knapp zwei Monaten nicht mehr. Wie am Montag aus Daten der europäischen Gasspeicherbetreiber im Internet hervorging, lag der Füllstand am Samstagmorgen zu Beginn des sogenannten Gastages im Durchschnitt bei 71,99 Prozent und damit 0,66 Prozentpunkte über dem Vortageswert.

Eine größere Steigerung hatte es zuletzt am 12. Juni mit 0,69 Prozentpunkten gegeben. Der größte deutsche Speicher im niedersächsischen Rehden war am Samstag zu knapp 49 Prozent gefüllt.

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Russland schickt derzeit deutlich weniger Gas nach Deutschland als früher. Die Kapazität der Ostsee-Pipeline Nord Stream 1 wird aktuell nur zu 20 Prozent genutzt. Zuletzt hieß es seitens der Bundesnetzagentur, dass angesichts dieser Menge und dem derzeitigen Gasverbrauch die Füllstände der Speicher im Tagesschnitt um 0,4 Prozentpunkte steigen dürften.

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Russland plant die nächste Provokation

Netzagentur-Chef fordert zum Energiesparen auf

Eine neue Verordnung sieht vor, dass die deutschen Speicher am 1. September zu mindestens 75 Prozent gefüllt sein müssen. Am 1. Oktober sollen es mindestens 85 Prozent und am 1. November mindestens 95 Prozent sein.

Immerhin das 75-Prozent-Ziel für Anfang September scheint damit durchaus erreichbar zu sein. Dennoch forderte der Präsident der Netzagentur, Klaus Müller, die Deutschen am Wochenende abermals zur Einsparung von Gas auf.

Die Reduktion der Gaslieferungen aus Russland auf nur noch 20 Prozent der vereinbarten Menge habe zur Folge, dass sich der Mangel nur noch in zwei Best-Case-Szenarien verhindern lasse. "Für diese Szenarien müssen die Verbraucher aber mindestens 20 Prozent einsparen – also viel mehr als bislang", sagte er der Zeitung "Welt am Sonntag". In allen anderen Szenarien drohten schon im Dezember eine Gasmangellage oder Deutschland weise am Ende der kommenden Heizperiode niedrige Speicherfüllstände auf.

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Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
  • Nachrichtenagentur dpa-AFX
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