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Frauen ab 60 sollten keine Hormone mehr einnehmen

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Nach den Wechseljahren  

Das sollten Frauen ab 60 nicht mehr tun

10.06.2018, 17:36 Uhr | dpa

Frauen ab 60 sollten keine Hormone mehr einnehmen. Das sollten Frauen ab 60 nicht mehr tun (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Rido)

Die Einnahme von Hormonen kann vielen Frauen in den Wechseljahren helfen, Symptome wie Hitzewallungen zu lindern. Zu lange sollten sie jedoch nicht eingenommen werden. (Quelle: Rido/Thinkstock by Getty-Images)

Wenn Frauen in die Wechseljahre kommen, haben sie manchmal mit Hitzewallungen oder Schlafstörungen zu kämpfen – Folgen der Hormonumstellung. Bekommen sie dann Ersatzhormone, sollten sie diese aber nicht zu lange nehmen. Wir erklären, warum.

"Fünf Jahre sind ein Richtwert", sagt Prof. Matthias M. Weber, Sprecher der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie. Es gelte wie bei vielen anderen Medikamenten auch: "So niedrig dosiert wie möglich und nur so lange wie nötig."

Wie es zu Hitzewallungen in den Wechseljahren kommt

Meist liegt die letzte Regelblutung irgendwann zwischen dem 50. und 55. Lebensjahr, bei manchen Frauen auch früher. Dann stellen die Eierstöcke ihren Dienst ein, das weibliche Hormon Östrogen wird nicht mehr ausgeschüttet. Bei etwa einem Drittel der Frauen funktioniert in der Folge unter anderem der Thermostat im Gehirn nicht mehr richtig. Das Gehirn sendet fälschlicherweise die Information aus, es sei warm: Der Körper schwitzt.

Warum Hormone eingenommen werden

Künstliche Östrogene helfen gegen die Hitzewallungen, das Schwitzen oder die Trockenheit der Scheide. Zusätzlich gibt man den Frauen Progesteron, damit in der Gebärmutterschleimhaut keine Wucherungen entstehen.

Warum Hormone jenseits der 60 nicht mehr genommen werden sollten

Früher wurde diese Therapie auch bei Frauen, bei denen die Wechseljahre schon zehn Jahre zurücklagen, großzügig verordnet, sagt Weber. Dann legte eine große Studie nahe, dass die Hormone bei Frauen jenseits der 60 unter anderem das Brustkrebsrisiko erhöhen können.

Heute geht man davon aus, dass die Vorteile bei Frauen unter 60 Jahren die Nachteile überwiegen und ihr Einsatz sicher ist, erklärt der Leiter der Endokrinologie an der Mainzer Uniklinik. Weil sie aber – wie jedes wirksame Medikament – Nebenwirkungen haben können, sollten die Hormone eben nicht länger eingenommen werden als notwendig.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
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