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Schimmelpilz: Was Schimmel so gefährlich macht

Schimmel im Haus  

Was Schimmel so gefährlich macht

01.10.2011, 17:00 Uhr | cme

Schimmelpilz: Was Schimmel so gefährlich macht. Allergiker sind bei Schimmel im Haus besonders gefährdet. (Quelle: Getty Images/FotoDuets)

Allergiker sind bei Schimmel im Haus besonders gefährdet. (Quelle: FotoDuets/Getty Images)

Schimmel im Haus ist tückisch: Er bildet sich zunächst unbemerkt. Man sieht oder riecht ihn erst, wenn er seine Sporen schon längst in der Wohnungsluft verteilt hat. Doch was macht den Schimmel so gefährlich? Ist er nur für Allergiker schädlich oder leidet jeder unter den Sporen? Wir haben Anja Schwalfenberg vom Deutschen Allergie- und Asthmabund befragt.

Schwere Asthmaanfälle möglich

Schimmelpilze fühlen sich bei Wärme und Nässe am wohlsten. In vielen Wohnungen herrschen ideale Bedingungen, insbesondere, wenn falsch oder wenig gelüftet wird, die Möbel ungünstig stehen oder wenn durch bauliche Mängel Feuchtigkeit ins Haus kommt. Der Kontakt mit den Sporen kann eine Allergie auslösen, bis hin zum Asthma. "Eine Schimmelpilz-Allergie kann bei allergiekranken Menschen zu sehr schweren Asthmaanfällen mit Atemnot führen", sagt Anja Schwalfenberg. "Hier sind natürlich besonders Schimmelpilzallergiker gefährdet und Menschen, die ein erhöhtes Allergierisiko haben."

Schnupfen, Hautausschläge, Lungenkrankheiten

Doch nicht nur Asthma, auch Niesanfälle und allergischer Schnupfen sowie Hautreaktionen könnten auftreten, so Schwalfenberg. In seltenen Fällen und bei dauerhaft hoher Schimmelpilzbelastung könne eine so genannte exogen-allergische Alveolitis entstehen. Dies ist eine Erkrankung der Lungenbläschen, die durch das andauernde Einatmen von Schimmelpilzsporen oder anderen organischen Partikeln ausgelöst werden kann.

Nicht nur Allergiker gefährdet

Schwalfenberg betont, dass nicht nur Allergiker gefährdet seien. Laut einer Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben Bewohner in Häusern mit Schimmelbefall generell ein erhöhtes Risiko für Atemwegserkrankungen. Menschen mit geschwächtem Immunsystem können in seltenen Fällen invasive Schimmelpilzinfektionen (Mykosen) bekommen. Dies sind Infektionen, bei denen der Pilz in den Körper eindringt und verschiedene Organe, wie zum Beispiel die Lunge befallen kann. Auch ein höheres Krebsrisiko wird vermutet, da Pilze Toxine ausscheiden, also giftige Stoffe, die langfristig Krebs auslösen können.

Vorsicht vor Biotonne und Kompost

Was viele nicht wissen: Auch in der Biotonne, auf dem Kompost und sogar in Blumenerde befindet sich eine beträchtliche Menge an Schimmelpilzsporen. Zwar wird das Immunsystem gesunder Menschen normalerweise mit einer gewissen Menge an Sporen fertig. Schimmelpilzallergiker und Menschen mit geschwächtem Immunsystem sollten aber besser Abstand zum Müll halten. "Gesunde Personen sollten beim Öffnen einer Biotonne den Atem anhalten und Abstand halten, um die aufgewirbelten Schimmelpilzsporen nicht einzuatmen", ergänzt Schwalfenberg. Im Zweifelsfall könne ein Mundschutz helfen, den Sporen zu entgehen.

Zuhause.de: Richtig Lüften bei Hitze - Schimmel in der Wohnung verhindern

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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