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Mann braut Bier im Bauch

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Mann braut Bier im Bauch

27.09.2013, 15:48 Uhr | akl

Mann braut Bier im Bauch. Mann braut Bier im eigenen Bauch. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

"Eigenbrauer-Syndrom": Mann braut Bier im eigenen Bauch. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Immer wieder ist ein 61-jährige Texaner plötzlich sturzbetrunken, landet mit 3,7 Promille im Krankenhaus der Stadt Carthage und beteuert vehement, keinen Tropfen Alkohol getrunken zu haben. Wie kann das sein? Schuld ist das sogenannte "Eigenbrauerei-Syndrom", wie die US-Ärzte schließlich herausfinden. Das heißt: Im Bauch des Mannes gärt es so stark, dass Alkohol entsteht.

Ärzte finden Hefepilz

Wie "Die Welt" mit Bezug auf das "Journal of Clinical Medicine" berichtet, liegt der Ursprung des "Eigenbrauer-Syndroms" in einer Operation, die der Rentner 2004 durchgestanden hatte. Damals wurde er am Fuß operiert und musste über einen langen Zeitraum hinweg Antibiotika nehmen. Seit dieser Zeit sei er immer wieder ohne ersichtlichen Grund betrunken gewesen. Die Verwandtschaft des Rentners vermutete ein Alkoholproblem, die Ärzte waren ratlos. Schließlich machte ein Gastroenerologe eine seltsame Entdeckung: Er fand Spuren eines Hefepilzes.

Kohlenhydrate lassen Promillewert steigen

Der 61-Jährige wurde für 24 Stunden ins Krankenhaus eingeliefert und überwacht. Die Ärzte wollten sicher gehen, dass der Betroffene nicht doch heimlich trinkt. Dann machten die Ärzte einen Test: Sie gaben dem Rentner immer wieder kohlenhydrathaltige Nahrung zu essen. Das Ergebnis war verblüffend: Immer wenn der Mann Kohlenhydrate aufnahm, stieg auch sein Promillewert im Blut, berichtet "Die Welt". Doch wie ist das möglich?

Der Hefepilz im Darm des Patienten ernährte sich von Zucker und produzierte in diesem Zuge auch Kohlendioxid. Als Folge dieses Gärungsprozesses bildete sich Alkohol. Der Bauch des Mannes glich somit einem Bierfass: Er braute sein eigenes Bier - in sich selbst. Bislang sind auf der Welt nur ein paar Fälle des "Eigenbrauerei-Syndroms" bekannt.

Medikamente setzen der "Brauerei" ein Ende

Ärzte vermuten, dass die Antibiotikabehandlung schuld an der Erkrankung war. Denn das Medikament zerstört die natürliche Darmflora des Menschen, die normalerweise die Besiedelung des Pilzes verhindert. Der Pilz hatte bei dem 61-Jährigen also leichtes Spiel. Eine strenge Diät und die Gabe von Medikamenten konnten der "lebenden Brauerei" aber helfen, berichtet "Die Welt".

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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