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So giftig sind Kassenbons, Fahrkarten, Tickets und Co

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So giftig sind Kassenbons

Von Jennifer Buchholz

05.06.2018, 13:13 Uhr
So giftig sind Kassenbons, Fahrkarten, Tickets und Co. Kassenbeleg mit Zahlen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Dugwy)

Der Kassenbeleg wird auf gesundheitsschädlichen Thermopapier gedruckt (Quelle: Dugwy/Thinkstock by Getty-Images)

"Möchten Sie den Kassenzettel?" Diese Frage fällt nahezu bei jedem Kauf im Supermarkt. Doch nicht nur der Umwelt zu Liebe sollten Sie ab sofort auf den Kaufbeleg verzichten. Auch Ihrer Gesundheit tun Sie damit etwas Gutes. Weshalb, erfahren Sie im Folgenden.

Kassenbons gehören nicht in den Papiermüll

Kassenbons, Fahrkarten aus Automaten oder Eintrittskarten werden häufig auf Thermopapier gedruckt. Dieses Papier ist mit einer speziellen wärmeempfindlichen Schicht versehen, welche Pigmente, Farbbildner, Entwickler, Binder und andere Hilfsstoffe enthält. Unter Einwirkung von Hitze bildet sich der schwarze Farbstoff. Dies hat den Vorteil, dass der Thermodruck im Gegensatz zu anderen Druckern ohne weitere Verbrauchsmaterialien wie beispielsweise Toner auskommt. Auch die Lebensdauer ist deutlich höher. Aufgrund dieser Beschichtung dürfen diese Produkte allerdings nicht im Altpapiercontainer entsorgt werden.

Kassenzettel sind giftig

Die wärmeempfindliche Schicht auf dem Papier beinhaltet hohe Mengen des gesundheitsschädlichen Bisphenol A (BPA). Dieser hormonelle Wirkstoff steht im Verdacht

  • krebserregend zu sein
  • zu Unfruchtbarkeit zu führen
  • die Pubertät frühzeitig auszulösen
  • brüchige Zähne zu begünstigen
  • Diabetes zu fördern
  • Stoffwechselstörungen zu verursachen
  • das Immunsystem zu schwächen
  • Entwicklungsstörungen und Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern auszulösen.

Bei Babys und Kleinkindern soll die Aufnahme von BPA zu Asthma führen.

Handelsübliches Thermopapier enthält zwischen 0,5 und 3,2 Prozent nicht an das Papier gebundenes BPA – der Stoff bleibt dementsprechend leicht an der Haut haften und kann so in den Organismus gelangen.

Da BPA über die Haut aufgenommen wird, gelangen bereits bedeutsame Mengen des gesundheitsschädlichen Stoffs in den Organismus. Dementsprechend hoch belastet sind Kassierer.

Noch schneller erfolgt die Aufnahme von BPA über die Haut durch das vorherige Waschen mit Seife, das Desinfizieren der Hände oder das Eincremen mit Handlotions oder Sonnenschutzmitteln. Pflege- und Hygieneprodukte hinterlassen einen entsprechenden Film auf der Haut, welcher das BPA zusätzlich auflöst. Es gelangt daher schneller in den menschlichen Organismus.

Dass BPA schädlich für den menschlichen Organismus ist, bestätigt auch das Umweltbundesamt.

So verringern Sie die Aufnahme von BPA

Doch nicht nur Thermopapier enthält BPA. Auch andere Produkte sind deutlich mit dem gesundheitsschädlichen Stoff versetzt. Um Ihre Belastung durch Bisphenol A zu verringern, reichen bereits kleine Änderungen im alltäglichen Leben:

  • Kaufen Sie unverpackte und frische Lebensmittel.
  • Vermeiden Sie Lebensmittel in Konserven.
  • Lagern Sie Ihre Lebensmittel in Glas-, Keramik oder Stahlbehältern.
  • Vermeiden Sie Getränke aus Plastikflaschen – greifen Sie stattdessen zu Glasflaschen. Auch Milchtüten, mikrowellengeeignetes Geschirr und andere Verbundstoffverpackungen enthalten Bisphenol A.
  • Waschen Sie Ihre Hände, nachdem Sie Bankauszüge, Kassenbons und Fahrkarten angefasst haben.
  • Vermeiden Sie Produkte aus Plastik, die mit "PC" oder "Code 7" gekennzeichnet sind.

Auch in Mobiltelefonen, Nagellack, Klebstoff, Zahnversiegelungen, Sonnenbrillen und Motorradhelmen ist BPA enthalten.

Kaufhäuser bessern nach

Mittlerweile verzichten immer mehr Supermärkte und Kaufhäuser auf entsprechend beschichtetes Papier. Recherchen des Senders RTL ergaben allerdings, dass bei der Modekette ZARA derartige Kassenbons noch in Benutzung sind. Den aktuellen Stand zeigt unser Video.

Wir haben mehrere Hersteller von Thermopapier zu einer Stellungnahme angefragt, inwiefern sie auf die giftigen, chemischen Bestandteile verzichten. Allerdings hüllen sich viele Unternehmen in Schweigen. Sie geben an, dass es sich hierbei um ein Betriebsgeheimnis handelt.

Verwendete Quellen:

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