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FĂŒr diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfĂ€ltig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Wie Sie die Pflege zu Hause organisieren

Von dpa, sm, lk

Aktualisiert am 08.02.2019Lesedauer: 4 Min.
HÀusliche Pflege: Zu den tÀglichen Aufgaben der PflegekrÀfte gehört auch das Blutdruck messen.
HÀusliche Pflege: Zu den tÀglichen Aufgaben der PflegekrÀfte gehört auch das Blutdruck messen. (Quelle: Angelika Warmuth/dpa-bilder)
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Wenn Angehörige pflegebedĂŒrftig werden, gibt es vieles zu organisieren. Mit diesen Tipps erfahren Sie, wie die Organisation der Pflege zu Hause funktioniert, welche staatliche Hilfe Sie bekommen und was Sie dabei beachten sollten.

Das Wichtigste im Überblick


  • Pflegegrad beantragen
  • Lassen Sie sich beraten
  • Wie Sie Hilfsmittel beantragen
  • Personal zusammenstellen
  • Was kostet die Pflege zu Hause?
  • Essen und Trinken organisieren
  • Hausnotruf installieren lassen
  • An sich denken

Von jetzt auf gleich kann es passieren. Ein Sturz oder ein Unfall mit komplizierten BrĂŒchen, ein langer Krankenhausaufenthalt – und danach ist nichts mehr wie es war. Der Betroffene kann den Alltag alleine nicht mehr bewĂ€ltigen, ist pflegebedĂŒrftig, will aber unter keinen UmstĂ€nden ins Heim. Jetzt mĂŒssen die Angehörigen handeln und die Pflege daheim organisieren.

Pflegegrad beantragen

Als erstes sollte mit der zustĂ€ndigen Pflegekasse Kontakt aufgenommen und Pflege beantragt werden. Um einzuschĂ€tzen, ob und in welchem Maß eine PflegebedĂŒrftigkeit vorliegt, kommt ein Gutachter des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) beim Patienten zu Hause vorbei. Wird dann einer der fĂŒnf Pflegegrade bewilligt, beginnt ab dem Tag, an dem der Antrag eingereicht wurde, die Zahlung des Pflegegeldes. Besteht eine private Pflegeversicherung, sollte man diese ebenfalls sofort anschreiben.

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Lassen Sie sich beraten

Als nĂ€chstes sollte der Hausarzt ĂŒber die neue Lebenssituation des Patienten informiert werden. Der Arzt kennt die Situation in der Regel gut und kann Tipps geben. Daneben gibt es weitere Anlaufstellen, bei denen sich PflegebedĂŒrftige und Angehörige beraten lassen können. Dazu gehören beispielsweise PflegestĂŒtzpunkte oder Beratungsstellen von Kirchen und WohlfahrtsverbĂ€nden. Man kann auf der Internetseite des Zentrums fĂŒr QualitĂ€t in der Pflege mit der eigenen Postleitzahl nach Ansprechpartnern suchen.

Wichtig ist, dass ein ambulanter Pflegedienst den Patienten in seiner Wohnung berĂ€t. Der Experte kann nur vor Ort feststellen, wie welcher Pflegebedarf realisiert werden kann. Er gibt auch Tipps, ob Änderungen in der Wohnung vorgenommen werden mĂŒssen, damit es der PflegebedĂŒrftige im Alltag einfacher hat. In manchen Wohnungen ist das Pflegebett im Wohnzimmer besser aufgehoben – beispielsweise, wenn sich das Bad auf demselben Stockwerk befindet.

Wie Sie Hilfsmittel beantragen

Hilfsmittel wie Pflegebetten genehmigen Kassen je nach Bedarf. Sogenannte Pflegehilfsmittel können Angehörige gleich mit beantragen. Darauf hat jeder Patient mit Pflegegrad einen Anspruch. Das sind zum Beispiel Bettschutzeinlagen, Einmalhandschuhe oder Desinfektionsmittel. Zu den Hilfsmitteln gehören neben dem Pflegebett ein Badewannenlifter, ein Rollator, ein Rollstuhl, eine Toilettensitz-Erhöhung oder Inkontinenzeinlagen.

Personal zusammenstellen

Ein ambulanter Pflegedienst, der rund um die Uhr da ist, verschlingt Monat fĂŒr Monat fĂŒnfstellige Summen. FĂŒr die meisten ist das unbezahlbar. Eine Alternative kann unter UmstĂ€nden eine Betreuungskraft aus Osteuropa sein, die wochenweise mit im Haushalt lebt. Eine so genannte 24-Stunden-Betreuung ist oft aber gar nicht nötig. In vielen FĂ€llen reicht es, wenn der Pflegedienst stundenweise vorbeikommt. Helfen können hĂ€ufig auch Partner, Kinder oder Enkel.

24-Stunden-Pflege: Spricht man von einer 24-Stunden-Pflege bedeutet das nicht, dass die PflegekrĂ€fte rund um die Uhr verfĂŒgbar sind. Sowohl fĂŒr entsendete Arbeitnehmer als auch fĂŒr freiberufliche PflegekrĂ€fte gelten die Regelungen nach dem Arbeitszeitgesetz.

Was kostet die Pflege zu Hause?

Die Preise fĂŒr Pflegedienste differieren je nach Bundesland. Zudem treffen Pflegekassen und Pflegedienste VergĂŒtungsvereinbarungen, die sich nochmal unterscheiden können. Das Gute: Die Pflegedienste sind an die vereinbarten Preise gebunden und können diese nicht einfach nach oben schrauben. Die Höhe der Kosten sowohl fĂŒr den Pflegedienst als auch fĂŒr die Leistungen durch die Pflegekassen hĂ€ngen von dem Pflegegrad und der damit verbundenen PflegeintensitĂ€t ab. Auskunft erteilen die jeweiligen Pflegekassen.

Leistungen der Pflegekassen nach Pflegegrad:

Leistung Pflegegrad 1 Pflegegrad 2 Pflegegrad 3 Pflegegrad 4 Pflegegrad 5
Pflegegeld - 316 Euro 545 Euro 728 Euro 901 Euro
Pflegesachleistung, hÀusliche Pflege - 689 Euro 1.298 Euro 1.612 Euro 1.995 Euro
TeilstationÀre Pflege (Tag/Nacht) - 689 Euro 1.298 Euro 1.612 Euro 1.995 Euro
VollstationÀre Pflege 125 Euro 770 Euro 1.262 Euro 1.775 Euro 2.005 Euro
Entlastungsbeitrag 125 Euro 125 Euro 125 Euro 125 Euro 125 Euro

Mehr dazu finden Sie in folgendem Überblick: PflegebedĂŒrftigkeit und Pflegegrade

Werden die Kosten fĂŒr die hĂ€usliche Pflege gĂ€nzlich allein getragen (ohne UnterstĂŒtzung der Pflegekasse), kann der Pflegetarif direkt mit dem Pflegedienst oder der Pflegekraft ausgehandelt werden.

Möglichkeiten der hÀuslichen Pflege:

  • Vereinbarung mit einem Pflegeunternehmen (monatliche Pauschale)
  • Anstellung einer Pflegekraft (je nach Arbeitsvertrag)
  • SelbststĂ€ndige Pflegekraft (Dienstleistervertrag, mit Gewerbeanmeldung)
  • SelbststĂ€ndige Pflegekraft aus Osteuropa (Dienstleistervertrag, mit Gewerbeanmeldung)

Am teuersten ist in der Regel die BeschĂ€ftigung einer selbststĂ€ndigen Pflegekraft aus Deutschland. Oftmals um die HĂ€lfte gĂŒnstiger ist eine Pflegekraft aus Osteuropa. Allerdings schwanken auch hier die Preise krĂ€ftig – laut Stiftung Warentest zwischen 1.470 Euro bis zu 3.400 Euro im Monat. Dazwischen bewegen sich preislich eine vertragliche Vereinbarung mit einem Pflegeunternehmen oder die Anstellung einer Pflegekraft.

Von den monatlichen Kosten abzurechnen sind die Leisten der Pflegekassen und mögliche EntlastungsbeitrĂ€ge. Zudem können die Leistungen fĂŒr die Verhinderungspflege (1.612 Euro pro Jahr) die monatliche Belastung senken. Nicht zu vergessen die Steuer: Pflegende Angehöre können die Kosten fĂŒr Pflege und Betreuung als haushaltsnahe Dienstleistung absetzen. Der PflegebedĂŒrftige selbst kann die Kosten als außergewöhnliche Belastung geltend machen.

Wichtige Punkte, die bei Abschluss eines Pflegevertrages zu beachten sind:

  • Pflegevertrag/Arbeitsvertrag mit Leistungsumfang (Zeit, Arbeitsumfang, Kosten)
  • Rechnung mit Leistungsaufstellung (monatliche Rechnungsstellung)
  • Dokumentation der Pflege und Leistungen (konkrete Auflistung ggf. je Tag)

Essen und Trinken organisieren

Wer nicht (mehr) kochen kann oder will, kann Dienste wie Essen auf RĂ€dern in Anspruch nehmen. Mitarbeiter von WohlfahrtsverbĂ€nden, privaten TrĂ€gern, Senioreneinrichtungen oder auch von Metzgereien liefern ein MenĂŒ nach Hause. HĂ€ufig sind Hauptmahlzeiten ab ungefĂ€hr fĂŒnf Euro zu haben. FĂŒr die Kosten mĂŒssen die PflegebedĂŒrftigen selbst aufkommen.

Hausnotruf installieren lassen

Wer pflegebedĂŒrftig ist und allein lebt, sollte einen Hausnotruf haben, um in einem Notfall Hilfe rufen zu können. Per Fingerdruck auf einer Art Armband hat der PflegebedĂŒrftige die Möglichkeit, Kontakt mit einer Notrufstelle aufzunehmen. Einen Hausnotruf bieten zum Beispiel die Malteser oder das Deutsche Rote Kreuz an. Die Kosten liegen bei etwa 20 Euro im Monat plus AnschlussgebĂŒhr. Pflegekassen ĂŒbernehmen auf Antrag rund 18 Euro, wenn man meist allein zu Hause ist und mindestens Pflegegrad eins hat.

An sich denken

Wer die Pflege fĂŒr einen BedĂŒrftigen organisiert, sollte nicht den Mut verlieren. Am Anfang kommen die Probleme mit Wucht auf einen zu. Meist pendelt sich aber alles nach etwa acht Wochen ein. Stellt sich heraus, dass Angehörige ĂŒberfordert sind, sollten sie nicht zögern, erneut eine Beratungsstelle aufzusuchen. Eine Lösung kann dann vielleicht ein Mittelweg sein: Der BedĂŒrftige besucht einmal oder mehrmals die Woche eine Tagespflege-Einrichtung. So haben die Angehörigen mehr Zeit fĂŒr eigene BedĂŒrfnisse.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dĂŒrfen nicht verwendet werden, um eigenstĂ€ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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