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AOK erklärt Gesundheitskarte für gescheitert

Von dpa
Aktualisiert am 29.03.2018Lesedauer: 1 Min.
Ein Muster einer elektronischen Gesundheitskarte der DAK: Rund zwei Milliarden Euro hat die Einführung der Karten bisher gekostet.
Ein Muster einer elektronischen Gesundheitskarte der DAK: Rund zwei Milliarden Euro hat die Einführung der Karten bisher gekostet. (Quelle: Ralf Hirschberger/dpa-bilder)
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Der Chef des AOK-Bundesverbandes, Martin Litsch, hat die elektronische Gesundheitskarte für gescheitert erklärt und einen Neustart bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens gefordert.

"Die elektronische Gesundheitskarte ist gescheitert", sagte er der "Rheinischen Post". Seit fast 20 Jahren werde in dieses System investiert, bislang gebe es keinen Nutzen. "Bis Ende 2018 werden wir zwei Milliarden Euro dafür aufgewendet haben. Das ist eine Technologie aus den 90er-Jahren, die zu Monopolpreisen aufrechterhalten wird", moniert Litsch. "Ich hoffe, dass der neue Gesundheitsminister die Zeichen der Zeit erkennt und die Digitalisierung im Gesundheitswesen auf neue Füße stellt."

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte kurz nach seiner Ernennung angekündigt, er wolle die stockende Einführung einer voll funktionierenden elektronischen Gesundheitskarte beschleunigen: "Ich möchte, dass wir die nächsten dreieinhalb Jahre das Ding endlich so kriegen, dass Patienten, Ärzte, Pflegekräfte einen Mehrwert spüren, weil es Versorgung besser macht."

Vorsitzender des AOK-Bundesverbandes Martin Litsch: Seit fast 20 Jahren werde in das System der Gesundheitskarte bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens investiert, bislang gebe es keinen Nutzen.
Digitalisierung des Gesundheitswesens: Seit fast 20 Jahren werde in das System der Gesundheitskarte investiert, bislang gebe es keinen Nutzen. (Quelle: Britta Pedersen/dpa-bilder)

Die Karte sollte bereits vor Jahren viel mehr können als sie heute kann, etwa Doppeluntersuchungen und Fehlmedikation vermeiden. Bis heute dient sie aber nicht wie geplant als Instrument zu einem sicheren Austausch von Patientendaten etwa zwischen Ärzten.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Verwendete Quellen
  • dpa
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