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Tipps für Sonnenanbeter: Gesunde Bräune gibt es kaum

Tipps für Sonnenanbeter  

Gesunde Bräune gibt es kaum

10.04.2019, 05:00 Uhr | dpa

Tipps für Sonnenanbeter: Gesunde Bräune gibt es kaum. Am besten mit Hut: Wer sich viel in der Sonne aufhält, sollte die Haut vor der gefährlichen UV-Strahlung schützen.

Am besten mit Hut: Wer sich viel in der Sonne aufhält, sollte die Haut vor der gefährlichen UV-Strahlung schützen. Foto: Christin Klose. (Quelle: dpa)

Buxtehude (dpa/tmn) - Raus ins Freie und die Sonne genießen: Das Licht und die Wärme streicheln die Seele, setzen Glückshormone frei und steigern so das Wohlbefinden. Zudem sorgt die ultraviolette Strahlung (UV-Strahlung) dafür, dass der Körper das lebenswichtige Vitamin D3 produziert.

So viel zu den guten Seiten. Doch für Dermatologen steht fest: Zu viel Sonne schadet der Haut. "Wer sich braun gebrannt präsentiert, zeigt im Prinzip, dass seine Haut einen bösen Schaden erlitten hat", sagt Prof. Eckhard Breitbart. Er ist erster Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP).

Hohes Hautkrebs-Risiko

Das Problem: Viele unterschätzen die UV-Strahlung. Sie kann das genetische Material in der Haut nachhaltig negativ verändern, erklärt der Dermatologe Prof. Thomas Dirschka aus Wuppertal. Die Folge: vorzeitige Hautalterung und schlimmstenfalls Hautkrebs.

Die Erkrankung tritt oft erst Jahrzehnte später auf. Und: Die Häufigkeit dieser Art von Tumoren nimmt weltweit rasant zu. Besonders betroffen sind hellhäutige Menschen. Die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) verweist auf eine Studie, nach der Forscher bis zum Jahr 2030 eine Verdopplung der Erkrankungszahlen an hellem Hautkrebs erwarten.

Doch was folgt daraus? "In jedem Fall ist Maßhalten angesagt", sagt Breitbart. Akzeptabel sei, etwa zwei bis drei Mal in der Woche für 10 bis 15 Minuten in der Sonne spazieren zu gehen. Generell sollte man die Mittagssonne aber eher meiden, da sie dann am intensivsten ist. "Das heißt: zwischen 11.00 und 15.00 Uhr eher im Schatten bleiben", rät Dirschka, der Mitglied im Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD) ist.

Mindestens Lichtschutzfaktor 30

Und wer sich doch in der Sonne aufhält, sollte eine Kopfbedeckung mit breiter Krempe tragen. Sie schützt Augen, Ohren, Gesicht und Nacken vor der UV-Strahlung. Auch die übrigen Körperteile sollten bedeckt sein - beispielsweise mit einem langärmeligen T-Shirt. Unbedeckte Körperteile schützt man mit Sonnencreme. Kinder und hellhäutige Menschen sollten eine Lotion mit mindestens Lichtschutzfaktor 30 verwenden, empfiehlt Breitbart.

Apropos UV-Strahlung: Neben der natürlichen gibt es auch eine künstliche Variante - in Solarien. Auch hier gilt: "Ein Aufenthalt oder gar regelmäßige Aufenthalte auf einer Sonnenbank sind nicht empfehlenswert", erklärt Dirschka. Die intensive UV-Strahlung kann die Haut vorzeitig altern lassen und ebenfalls zum Hautkrebs führen.

Wer ungeachtet dessen nicht auf einen Solarium-Besuch verzichten möchte, sollte sich das Sonnenstudio genau ansehen. So dürfen dort zum Beispiel nur Geräte zum Einsatz kommen, die eine maximale Bestrahlungsstärke von 0,3 Watt pro Quadratmeter nicht überschreiten.

Selbstbräuner ohne Bedenken anwendbar

Wer wegen der UV-Strahlung Sonne und Solarien meidet, aber trotzdem braun werden will, hat noch eine Alternative: Selbstbräuner. "Die Cremes können ohne jede Bedenken verwendet werden", so Breitbart.

Auftragen sollte man sie am besten nach dem Duschen und einem Ganzkörper-Peeling. Wer auf Nummer sicher gehen will, greift dabei zu einem getönten Selbstbräuner, der der Haut innerhalb kurzer Zeit eine leichte Tönung verleiht. Der Vorteil: "Man sieht sofort, ob die Farbe wirklich gleichmäßig aufgetragen ist oder man nachbessern muss", erklärt Elena Helfenbein, Expertin für den VKE-Kosmetikverband.

Selbstbräunende Creme oder Lotion ist allerdings schwer aus der Kleidung herauszukriegen. "Beim Auftragen also möglichst keine Wäsche oder nur Unterwäsche tragen", so Helfenbein. Die Bräune durch Creme oder Lotion ist etwa drei bis vier Tage sichtbar.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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