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So schlecht ist die Welt auf globale Epidemien vorbereitet

Studie veröffentlicht  

So schlecht ist die Welt auf globale Epidemien vorbereitet

18.09.2019, 13:05 Uhr | dpa

So schlecht ist die Welt auf globale Epidemien vorbereitet. Transport eines Schweinegrippen-Infizierten: Dieser fielen nach WHO-Angaben mehr als 18.400 Menschen in rund 200 Ländern zum Opfer. (Quelle: imago images/Xinhua)

Transport eines Schweinegrippen-Infizierten: Dieser fielen nach WHO-Angaben mehr als 18.400 Menschen in rund 200 Ländern zum Opfer. (Quelle: Xinhua/imago images)

Ein Gremium von Weltgesundheitsorganisation (WHO) und Weltbank hält die weltweiten Vorsichtsmaßnahmen gegen eine globale Epidemie für "völlig unzureichend". Zahlreiche Dinge müssten demnach verbessert werden.

Viele Staaten sind nach Ansicht von WHO und Weltbank nicht ausreichend auf mögliche, globale Epidemien (auch: Pandemien) vorbereitet. "Es ist schon längst an der Zeit zu handeln", schreiben die Mitglieder des Global Preparedness Monitoring Board (GPMB) in einem Bericht.

Vorbereitungen wichtig für nationale und globale Sicherheit

Zahlreiche Dinge müssten demnach verbessert werden – den Fokus legt der Ausschuss dabei auf sieben dringende Maßnahmen. Unter anderem fordert das GPMB Regierungen aller Nationen auf, die Vorbereitungen auf eine mögliche Pandemie als integralen Bestandteil nationaler und globaler Sicherheit zu sehen.

Dass die Vorsichtsmaßnahmen aktuell völlig unzureichend sind, bestätigt auch Christian Drosten, Virologe an der Berliner Charité. Eine Studie aus dem Jahr 2006 kam zu dem Ergebnis, dass bei einer globalen Influenza-Pandemie 51 bis 81 Millionen Menschen ums Leben kommen könnten. Diese Zahlen hält Drosten für gerechtfertigt.

Über 200 Patienten starben in Deutschland an Schweinegrippe

Der letzten Pandemie – der Schweinegrippe – fielen nach WHO-Angaben mehr als 18.400 Menschen in rund 200 Ländern zum Opfer. In Deutschland gab es 2009/2010 über 226.000 gemeldete Fälle, 258 Patienten starben. Doch die Auswirkungen des H1N1-Virus fielen trotzdem vergleichsweise glimpflich aus. "Das heißt nicht, dass eine zukünftige Pandemie auch so mild verlaufen muss", sagt Drosten.

Impfstoffe und neue Medikamente bedeutsam

Ein Hauptwerkzeug gegen solche Erkrankungen sind für den Experten Impfstoffe. Auch neue Medikamente gegen Viren seien wichtig. "Wir müssen uns vor allem auf Viren vorbereiten, weil die einfach besser übertragbar sind."
 

 

Doch nicht nur die harte Wissenschaft ist gefragt. Institutsleiter Drosten spricht davon, dass es bei Krankheitsfällen beispielsweise eine verbesserte Kommunikation zwischen Ländern und Behörden geben muss. Verstärkte Koordinationsmechanismen wünscht sich auch das GPMB – unter anderem bei den Vereinigten Nationen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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